Kundenmeinungen
Kult Kult und nochmals Kult, 26. Juli 2004
Die Specials gehören einfach in jeden gut sortierten Ska-HaushaltWer sie nicht hört ist selber schuld. Uns erwartet feinster (Two Tone )Bigband-Ska der zweiten Skawelle.Well than RUDE BOYS and RUDE GIRLS hear'it!
eine gute ska cd, 21. Juli 2004
Ja, ska hat einen neuen Platz in meinem Herzen, da es die einzige musik ist, wo man tanzen kann, ohne darauf zu achten wie man tanzt. Die Musik auf diesem silberling ist gut, weil sie alt ist, älter als ich. Man verzichtet konsequent auf die Punk rock einflüsse (übertrieben schnelle Pogoparts etc). Ein weiteres positives Attribut, welches auf die cd zutrifft und sie zu einem Hörgenuss macht, ist die Perfektion der Texte. Hier treffen linksintellektuelle Verse auf den beim ska üblichen Fun Faktor. So ist das album nicht nur ein Genuss, wenns ums tanzen geht sondern besitzt auch sehr viel textlichen Anspruch (den ich leider bei anderen ska bands vermisse)Die oft sehr verspielte Rhytmik und der gelegentliche Ausgang aus dem obligatorischen Off-beat bescheren dem Hörer definitiv viel Vergnügen, da die Diversifizierung der Songstrukturen inkommensurabel ist(nicht im gleichen Maße messbar ;-) ).Diese Cd eignet sich sowohl für Ska-neulinge, wie ich einer bin, wird aber auch den alten skhasen viel Freude bereiten.
Old School Ska, 25. Juli 2002
"Too much too young" ist eines der zehn Alben, die ich auf die sprichwörtliche einsame Insel mitnehmen würde. Die Band allein ist legendär. Gegründet 1979, landeten die Specials bis 1981 sieben Top-Ten Hits in UK, zwei ihrer Alben erreichten die Top Five der meistverkauften Platten. Das Ska-Revival, verursacht durch die Welle jamaikanischer Einwanderer in UK zu dieser Zeit, wird durch keine Band besser und würdevoller vertreten als durch die Specials, die weiterhin so ziemlich jede Ska-Band von Liberator bis Toasters, von den Busters bis zu den Mighty Mighty Bosstones, von der Schulcombo bis zum Top-Act beeinflussen.
Wenige Platten landen bei mir mindestens einmal im Monat auf dem Plattenteller, diese ist so eine. Die Knaller sind selbst Ska-Banausen wohlbekannt: "Too much too young", der Opener, "Rude Boys Outta jail", die Hymne der 'Rudies', "Monkey Man", die Coverversion "Rat Race" oder der All-Time-Favorite "A Message to you Ruudie" sind Perlen des Ska. Fuer alle die mit Ska nichts anfangen koennen, folgende Kurzumschreibung des Musikstils: Ska ist eng mit dem Reggae verwandt, in seinen Frühformen dem Reggae zum Verwechseln ähnlich, jedoch temporeicher und rhytmischer, daher auch tanzbarer. Der UK-Ska der 80er besticht durch konsequente Betonung der "Off"beats, also dem 2. und 4. Zähler im Viertakt. Die Harmonien sind einfach, die Tonart meist Dur, die Texte sozialkritisch oder einfach nur lustig. Hauptinstrumente sind Schlagzeug, Bass, Orgel, Bläser (sehr wichtig!), Gitarre und Stimme, letztere oft als Rhythmusinstrument gebraucht. Die hier besprochene Platte sei als Einstiegsdroge jedem Neuling in Sachen Ska wärmstens empfohlen. Oft umweht den Ska der Ruf der Fascho-Musik. Es gibt tatsächlich rechte Ska-Bands, doch sind die in der verschwindenden Minderheit. Viele Ska-Fans sind Skins, doch sind diese nicht rechts, was man allzuleicht vergisst. Das soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch die unpolitischen oder gar linken Skins durchaus gewaltbereit und auf der Suche nach einer deftigen Schlägerei sein koennen. Der Großteil der Ska-Fans ist jedoch friedlich, die Gruppe der Fans eh sehr heterogen, was den Reiz dieser Musik für mich nur noch weiter verstärkt. Natürlich hat sich auf dem Feld des Ska viel getan in den letzten Jahren, gerade in den USA, wo sich an der Ostküste rund um Boston ein eigener Stil etabliert hat, der äußerst reizvoll ist (Toasters, Bim Skala Bim, Skeletones, Mighty Mighty Bosstones...). Auch Kalifornien hat eine lebendige Szene. Auch in Deutschland gibt es hervorragende Bands. Mein Favorit ist - trotz ihrer gerade vollzogenen Auflösung - weiterhin Mother's Pride, zu nennen sind noch Skaos und die Busters, Bluekilla und und und... Dennoch schauen alle mit Freude auf die Specials zurück, die den 'modernen' Ska mitbegründet haben. Auch die etwas verspielteren Madness sind Heroen dieser Zeit. Wer auf Frauenstimmen steht, der sollte mal The Selecter probieren, die lassen einen schwer wieder los. Zurück zur Platte: Tanzbarer und besser kann kein Ska sein. Die Stimmung der frühen 80er, die ja auch zur Entstehung des Punk und der Wave/NDW gefuehrt hat, findet sich in diesem Album der Extraklasse wieder. Der niedrige Preis sollte es denjenigen, die dieses Album nicht besitzen, zudem erleichtern, sich mal mit dem Phänomen Ska näher zu befassen. Gerade auch in Zeiten, in denen Dancehall (Shaggy, Sizzla, Seeed, Jan Delay) immer populärer wird, in denen gar eigene Dancehall-Magazine auf den Markt kommen, sollten wir die gute alte Tante Ska nicht vergessen. Skank it!
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