Kundenmeinungen
Stimmliches Feuerwerk der Superklasse! , 13. Mai 2007
Um es auf den Punkt zu bringen: ich halte diese Aufnahme für eine der musikalisch brillantesten der ganzen Plattengeschichte.
Man kann einfach nur staunen, was Joan Sutherland, Luciano Pavarotti, Piero Capuccilli und Nicolai Ghiaurov hier abliefern! Alle im Zenit ihres Könnens, von der Natur mit luxuriösten Timbres gesegnet und technisch einfach umwerfend! Auch Richard Bonynge und das London Symphony Orchester befinden sich in einem regelrechten Taumel und entfachen von der ersten Fanfare bis zur Schlußcabaletta ein regelrechtes Belcantofest, klangsinnlich und temperamentvoll, daß es einfach eine Freude ist.
Sutherland als Elvira schießt wie gewohnt ein Koloraturfeuerwerk der Sonderklasse ab, aber diesmal übertrifft sie sich sogar selber. Ihr Timbre ist dunkel gereift und die Stimme groß und rund - und dazu solche Agilität, schlichtweg phänomenal. Pavarottis Arturo strahlt mit heldischem Ton und schmelzigem Timbre. Er wagt sich sogar an das gefürchtete hohe Rubini-F. Und dass er das mit gemischter Kopfstimme singt (was viele Kritiker bemäkelt haben, aber wer um Himmels willen soll denn so einen Ton mit Bruststimme singen?), ist meines Erachtens nicht so wichtig; Hauptsache, er hat es dokumentiert, sodaß man sich einmal ein Bild von dieser eigenartigen Interpolation machen kann.
Die berühmte Callas-Aufnahme ist verglichen zu dieser hier wesentlich lyrischer und introspektiver.
Aber diese Oper ist nicht zuletzt ein Fest der Virtuosität, und in diesem Punkt gibt es einfach nichts besseres.
Auch wenn das Album nicht billig ist: Kaufen und genießen!!!!
Eine sehr schöne Aufnahme, 20. August 2003
Diese Aufnahme unter der sehr überzeugenden Leitung von Bonynge ist absolut empfehlenswert. Mit seiner Spitzenbesetzung und gutem Orchester kann er in allen Teilen brillieren. Ich persönlich bevorzuge zwar Edita Gruberova als Sopranistin, doch auch Sutherland singt absolut in Ordnung, einzig bei den Spitzentönen ist die Stimme zuweilen ein bisschen schwach und wenig kraftvoll. Zu Pavarotti ist nichts zu sagen - sensationell. Cappuccilli überzeugt einmal mehr mit seiner ruhigen Stimme und kommt müherlos zu einem kräftigen G. Ghiaurov ist auch in dieser Aufnahme (noch) ein sicherer Wert. Alles in allem, eine sehr empfehlenswerte Aufnahme.
Eine der besten Bellini-Aufnahmen, 25. Januar 2002
Zu dieser legendären Einspielung ist eigentlich nicht mehr viel zu sagen: Fast alles ist außerordentlich gut oder überragend gelungen. Sowohl Chor, Orchester und Solisten brillieren in ihren Partien. Richard Bonynge führt das London Symphony Orchestra sehr präzise und überzeugt mit zündender Italianita. Er kostet den Melodienreichtum Bellinis dabei vollends aus. Die Protagonisten der Oper sind gesanglich und gestalterisch nahezu exemplarisch in ihren Partien: Joan Sutherland ist bis heute eine der überragendsten Sängerinnen der Elvira. Ihr Klangreichtum und ihre außergewöhnliche Koloraturfähigkeit beeindrucken und berauschen. Ihr unnachahmliches Timbre läßt ihre Darstellung zudem noch zwingender werden. Luciano Pavarotti singt den Arturo nicht so geschmeidig und elegant wie Alfredo Kraus und Nicolai Gedda, aber er gibt dieser Rolle eine heroische Dimension und kann dies mit seiner kraftvollen und strahlenden Stimme bewältigen. Seine Spitzentöne singt er mühelos und trompetenhaft. Er wagt sich sogar an das gefürchtete "Rubini-F"(im Falsett). Seine Stimme mischt sich mit Joan Sutherlands Stimme im großen Duett hervorragend. Beide Sänger produzieren dort puren Wohlklang und Töne in stratosphärischen Höhen, daß man nur staunen kann. Nicolai Ghiaurov und Piero Cappuccilli sind solide Interpreten ihrer Partien, obwohl sie kleine technische Probleme mit dem Belcanto haben. Sie haben es neben Joan Sutherland und Luciano Pavarotti nicht leicht, aber in der großen Stretta,"Suoni la tromba",können auch sie brillieren und mitreißen. Diese Gesamtaufnahme macht große Freude beim Anhören und darf in keiner Sammlung fehlen. Sie eignet sich auch sehr gut als Einstieg in das Opernschaffen von Vincenzo Bellini.
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