Kundenmeinungen
Großartige Besetzung - schlechter Klang, 30. März 2007
Nachdem ich Nilsson und Corelli in der Tosca Aufnahme unter Lorin Maazel (DECCA) gehört hatte, war ich begeistert von jenem Paar und habe mir somit auch gleich diese Aufnahme gekauft.
Leider konnte mich diese Aufnahme nicht wirklich mitreißen. Dies liegt hauptsächlich an der sehr mäßigen Klangqualität dieser Studioaufnahme von 1965. Corelli und Nilsson singen zwar hervorragend, doch ist der Klang stets irgendwie getrübt und die wirkliche Stimmgewalt der Protagonisten kommt nicht wirklich heraus. Das Orchester klingt dumpf und das Blech dröhnt. Man muss die Lautstärke immer sehr hoch einstellen, um in den Genuss der mächtigen Stimmen zu kommen, dabei ist aber immer auch ein deutliches Grundrauschen zu hören. Während die DECCA-Aufnahme der Tosca (1966)einen blitzsauberen Klang bietet, steht diese EMI-Einspielung deutlich schlechter da. Mitte der 60-er war klangtechnisch schon mehr möglich, auch EMI hat damals schon weit bessere Aufnahmen gemacht. Zudem wurde die Aufnahme bereits 1988 digitalisiert und holt absolut nicht das Optimum aus diesem Opernspektakel heraus.Schade!!
Dennoch halte ich es für empfehlenswert, die CDs zu kaufen, alleine schon wegen der Tatsache, dass sich Corelli und Nilsson hier zu einem ihrer legendären Gesangsduelle getroffen haben. Dennoch gibts hier nur drei Sterne und eine dicke Rüge für EMI dafür, dass diese Aufnahme nicht längst ordentlich digitalisiert wurde.
Referenz, 6. April 2006
Nilsson gegen Corelli: Diese olympischen Duelle sind Legende ! Beide sind in Bestform und hauen sich ihre Spitzentöne nur so um die Ohren.Molinari-Pradelli ist einer der besten und leider auch der unterschätztesten Operndirigenten der Nachkriegszeit, die Partner sind ausgezeichnet - diese Aufnahme gilt unter Kennern nach wie vor als Referenz. Wer die beiden Giganten live hören möchte, kann bei guter Klangqualität Gavazzenis Scala-Mitschnitt von 1964 wählen.
Wer hat den längeren Atem und den höheren Ton???, 30. April 2003
Nun es ist bekanntlich kein Geheimnis, das kühle „schwedische Stahl" (Nilsson, oft derart bezeichnet) und der wunderbare italienische „Tenore - Spinto" Corelli gaben auf den Opernbühnen, ja eine Art Gesanges - Gewitter. Ich meine gut so. Auf der hier vorliegenden Einspielung von Juni/Juli 1965 kann man sich hier gerne davon überzeugen und das in Stereosound. Doch, man möge mir verzeihen, ein Live - Mitschnitt der selben Oper und den selben Akteuren ersetzt diese Studio - Aufnahme nicht. Hier grollt es zwar heftig (schön) aber der Blitz schlägt nicht ein.
100.000 Volt Spannung!, 16. Juli 2002
"Big" Birgit Nilsson war wohl selten so gut wie in dieser Aufnahme, und selten ist ihre Stimme mit ihrer ganzen Urgewalt so gut aufgenommen worden. Hier ist sie eine exemplarische Turandot: unmenschlich, mächtig, wie ein Schwert, und dabei absolut perfekt in der Stimmführung. Da kann selbst eine Joan Sutherland nicht mithalten. Franco Corelli, der ein etwas gespaltenes Verhältnis zu Frau Nilsson hatte und sich mit ihr einige legendäre Sanges-Schlachten lieferte, ist leider nicht ganz so glanzvoll. Höhepunkt, natürlich, die große "In Questa Reggia"-Arie, in der sich Frau Nilsson und Herr Corelli deutlich erkennbar, versuchen, sich gegenseitig an die Wand zu singen. Das Ergebnis ist eine ungeheure Spannung, die einen den Atem verschlägt. Wer gewinnt? Frau Nilsson, wenn auch knapp; sie ist die Präzisere und bei aller Macht auch die Entspanntere der beiden. Last but not least: Renata Scotto als eine zarte und berührende Liu darf bei aller Grandiosität von Nilsson und Corelli nicht unerwähnt bleiben.
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