Kundenmeinungen
Auf überarbeitete Ausgabe warten, 30. Mai 2007
David Sklanskys Ausführungen sind klar und durchdacht. Sie zeigen einem wie man als Pokerspieler denken muss um auf Dauer zu gewinnen. Es wird nicht erklärt wie man bestimmte Hände im Einzelnen spielen soll (wie AKo immer raisen), sondern was man in welchen Situationen zu bedenken hat und wie man dann seine Entscheidung trifft und welche Konzepte dahinterstehen. Wer kann sich auch schon all die Tabellen merken, welche Hand in welcher Situation bei welcher Pot Größe und in welcher Position zu spielen ist? Ich hab damit jeden falls meine Schwierigkeiten. Für Sklansky allein 5 Sterne.
Die deutsche Übersetzung ist hingegen mangelhaft. Das Buch enthält viele Fehler, die jedes Textverarbeitungsprogramm finden würde. Sprachlich und stilistisch ist sie traurig. Die Sätze sind teilweise unnötig kompliziert und missverständlich aufgebaut, was das Lesen häufig erschwert. Doch darüber kann man zur Not hinwegsehen. Viel schlimmer sind die echten Fehler. Mal fehlen Sätze, mal wird aus einem Call ein Raise. Traurig, gerade diese Wörter musste man noch nicht einmal übersetzen. Aus KK werden auch mal drei Könige. Das kann an den betreffenden Textstellen schon zur Verwirrung führen bis man den Fehler gefunden hat. Ohne Vorbildung hat man wenige Chancen zu erkennen welches Wort denn nun falsch ist. Wie dies jemandem passieren kann der angeblich Ahnung von Poker hat ist mir schleierhaft. Ich hab mich beim Lesen häufig über diese Fehler geärgert. Also lieber das Original lesen!
5* Sklansky, 1* Kalhamer, 13. Mai 2007
Es ist schon ungewöhnlich, dass ein Übersetzer sich auf der Titelseite eines von ihm übersetzen Werkes prominent erwähnen lässt - das weckt Ansprüche. Aber zu Stephan M. Kalhamer später, zuerst zu dem, der das Buch eigentlich geschrieben hat (eben auf Englisch) und seinem Werk:
Sklanskys "Theorie of Poker" gilt zu recht als Standardwerk. Im Gegensatz zu vielen Büchern, die (teilweise durchaus in guter Qualität) den derzeitigen Hold'em-Boom reflektieren, geht Sklansky wirklich in die Tiefe, mit Beispielen aus allen gängigen Pokervarianten (ausser Omaha). Das Buch ist mit Sicherheit nicht ganz einfach, aber es heisst ja auch "The Theory of Poker" und nicht "Poker-Profi über Nacht" oder so. Sklansky hat einen hohen Anspruch und wird ihm gerecht - und zwar von Grund auf. Zunächst erklärt er Grundlagen des Pokerspiels (Formen, Ziel etc.), dann geht er auf die mathematischen Grundlagen der verschiedenen Strategien ein, bevor er sich einzelnen Strategien und Taktiken widmet. Das alles reich mit Beispielen versehen und logisch aufeinander aufbauend.
Ich würde nicht sagen, dass das kein Buch für Anfänger ist. Ich selbst habe vor längerer Zeit etwas 5 Card Draw gespielt und nun, nach einer langen Pause, wieder angefangen - mit Texas Hold'em. Das alles absolut laienhaft und amateurmäßig, außerdem bin ich mathematisch eine ziemliche Null. Dennoch habe ich Sklanskys Buch mit ebensoviel Anstrengung wie Freude - und auch Gewinn gelesen. Mein Spiel hat sich eindeutig verbessert. Für mich hat es damit seinen Praxistest bestanden.
Allerdings wäre die Anstrengung beim Lesen nicht ganz so groß gewesen, wenn ich nicht dauernd auf der Hut vor den Fehlern des Herrn Kalhamer hätte sein müssen. Und damit meine ich nicht die Fehler in der Rechtschreibung - die sind zwar ärgerlich, aber was soll's. Nein, was wirklich stört, sind richtiggehende Böcke im Strategieteil - und zwar solche, die eindeutig auf schlampige Übersetzung zurückzuführen sind, nicht auf Fehler bei Sklansky. Und wenn in der Übersetzung aus einem Call mal eben ein Raise wird... dann kann das üble Folgen haben.
Also Fünf Sterne für Sklanskys Buch und einen für die Übersetzung - macht drei. Ich würde es dennoch uneingeschränkt empfehlen, auch weil ich davon ausgehe, dass in der nächsten Auflage die dicksten Fehler beseitigt sein werden.
Schade, keine gute Übersetzung, 19. April 2007
Naja, also das original hatte ich vorher mal geliehen und in einem Zug durchgelesen. Obwohl es ein ganz schöner Brocken war, hat es mir großen Spaß gemacht... die deutsche Version hab ich mir gekauft, da mein Englisch meiner Meinung nach nicht das beste ist und ich dachte, mich hier noch verbessern zu können - inhaltlich. Leider Fehlanzeige... Inhalt also top, Übersetzung eher Flop...naja, Kahlhammers eigenes Buch war auch nicht so der hit...
Übersetzung schlecht - Buch an sich OK, 14. April 2007
TOP ist auf jeden fall ein anerkannter Klassiker in der Pokerliteratur.
Aber Achtung: Es geht hier nicht nur um Texas Hold em sondern eben auch viel um Draw-Poker, Omaha, Stud, Razz etc. Das kann gerade für Anfänger sehr verwirrend sein, vor allem, wenn man ein Konzept durchlist und dann kommt dazu plötzlich ein Bsp. vom Draw oder von Razz - Das ist schon verwirrend, kann für den geübten Spieler aber eine gute denkübung sein.
Schlimmer ist aber wirklich die deutsche Übersetzung. Die Sätze klingen oft komisch und man hat den Eindruck, dass der Übersetzer einfach nicht so firm in der englischen Sprache ist, vor allem schafft er es fast nie, Redewendungen bzw Idioms korrekt wiederzugeben. Hier leidet die Lesbarkeit erheblich. Eigentlich schade bei einem solchen Klassiker...
Auf Englisch Super, Auf Deutsch schwach, 4. April 2007
Im englischen Original ist "Theory of Poker" von D. Sklansky ein zeitloser Klassiker, der sich mit allen Poker Varianten beschäftigt. Man bekommt hier die Denkweisen eines professionellen Pokerspielers näher gebracht. Was S. Kalhamer aus dem Original gemacht hat ist allerdings nicht so toll. Der Schreibstil ist eine Frechheit, und Rechtschreibfehler sind an der Tagesordnung. Auch der Preis ist deutlich höher als beim englischen Original.
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