Kundenmeinungen
Ein durchschnittlicher Start, 17. Dezember 2007
Leider war die Erwartung höher als das Ergebenis. Die Story kommt nicht richtig in "Fahrt" und es will keine passende Atmosphäre aufkommen. Das liegt sicherlich nicht nur an der unpassenden Musik, sondern auch an dem unspektakulären Drehbuch. Bleibt zu hoffen, dass es mit dem zweiten Teil viel besser wird!!!
Ein elefantentreffen der Meisterklasse, 16. Oktober 2007
In dieser Hoerspielproduktion findet ein wahres Treffen der Meisterklasse statt. Schoene Dialoge, die nicht nach abgelesenem Text wirken werden in die Muender von alten Groessen des Hoerspielmetiers gelegt. Aber auch neue Sterne am Himmel des gesprochenen Wortes tauchen auf und begeistern durch wunderbare Interaktion. Man fragt sich, ob es da der guten Regie ueberhaupt noch viel bedarf. Der Genuss fuer die Ohren wird durch vollmundige, wenn auch nicht sehr inspirierte Hoerspielmusik abgerundet.
In Kuerze zum Inhalt: Tony Ballard Sohn einer Familie, die seit je her mit der Jagd auf Daemonen vertraut war, wird in einer modernen Welt, in der der Aberglaube an die Hoelle und ihre Geschoepfe laengst ausgestorben ist, auf einmal ins kalte Wasser geworfen. Hexen treiben ihr Unwesen. Da ist es gut, dass sich Mr. Ballard in kompetenter Umgebung weiss. Denn siehe da: es lassen sich erfahrene und Gelehrte Menschen auf diesem Gebiet finden und ein wohlmeinender Sponsor und Freund in diesem so seltsamen Krieg. Tony Ballard ist aus dem Stoff, aus dem gute Erzaehlungen und packende Unterhaltung gemacht sind. Er darf sich durchaus mit seinen bekannten Pendants aus dieser Szene messen, woran diese Hoerspielumsetzung nicht ganz unschuldig ist.
Zur Gestaltung: Es ist hier und dort recht angenehm, dass dem Dreamland-Team kleine Freiheiten gestattet wurden. Diese Freiheiten hat man dezent aber fruchtbar genutzt. Aber auch auf anderer Ebene haben sich die Dreamland-Productions um gekonnte Ausschoepfung ihrer Mittel bemueht. Das Sprecherensemble ist grandios. doch wartet es nicht unbedingt mit den ueblichen Verdaechtigen des neuen Hoerspiels auf, sondern man erinnert sich, wie oft im Hause Dreamland, der alten Garde. Und in diesem Fall der ganz alten Garde. Klaus Naegele, Christian Rhode, Andreas Von Der Meden und andere Stimmen aus den 70er und 80er Jahren trifft man neben hochaktueller Prominenz wieder. Und eine angenehme Kunde: Die Damen und Herren haben nicht ihrer alten Qualitaet eingebuesst. Sie verstehen es immer noch sich die Baelle fliessend zu zu spielen und auch mit untypischen Rollen aufzuwarten. Ob Kerstin Dreger als Hexe oder Udo Schenk als der Aengstliche: Man ist ueberrascht, und zwar sehr positiv.
Runde und eingaengige Hoerspielmusik und ein ausgewogener Ton lassen den Hoerer ohne Schwierigkeit in die Geschichte fallen. Die Geraeusche klingen realistisch und sind, wie ich finde, dezent eingesetzt, so dass sich kein Kino-Abklatsch auf CD, sondern wirklich das neue, eigenstaendige Hoerspiel praesentieren. Man darf hier schon auf Fortsetzungen gespannt sein.
Resume: Gute Story, guter Klang, runde Musik, fantastische Sprecher und ein gut geschliffenes Drehbuch laden ein zu guter und solider Unterhaltung. Es zeigt das eigenstaendige, neue Hoerspiel mit packenden, wenn auch nicht furore machenden Inhalten. Durchaus wert im CD-Regal zu stehen und des mehrmaligen Genusses zu harren.
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