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Reinhard Deutsch: Das Silberkomplott

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Das Silberkomplott

von Reinhard Deutsch

Kopp, Rottenburg

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16/Okt/2008 - 06:28




Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Erwartet kritisch, unerwartet einseitig., 8. Mai 2008

Gehofft hatte ich auf ein Buch, welches sich kritisch mit unserem bestehenden Geldsystem und dessen Risiken auseinandersetzt. Leider konnte Reinhard Deutsch diese Erwartungen nicht erfüllen.Schon nach wenigen Seiten ist dem Leser klar, in welche Richtung es hier geht. Hier werden nicht die Vor- und Nachteile unseres Geldsystems oder die Erkenntnisse aus dessen Vergangenheit dargestellt, um dann im Nachhinein zu der Schlussfolgerung zu kommen, dass ein auf Edelmetall basierendes System besser wäre. Nein, hier wird von Anfang an nur das Negative herausgestellt.Die zu Beginn des Buches aufgeführten geschichtlichen Fakten mögen zwar in der Masse korrekt sein, aber deren Auslegung durch Herrn Deutsch konnte ich nicht immer zustimmen. Auch zitiert er hier grundsätzlich nur Literatur, die das "fiat money" ebenfalls von Beginn an als schlecht abstempelt. Dass Befürworter des Systems nicht zu Worte kommen, hatte ich nichte rwartet, aber neutrale oder uneingenommene Quellen sucht man hier wie die Nadel im Heuhaufen.Als Böse werden grundsätzlich alle Banken und der Staat dargestellt. Sie betrügen uns alle, indem sie das System des "fiat money" in weit vorausschauender Weise zu ihrem Vorteil einsetzen, vorzugsweise zur Finanzierung von Kriegen. Dabei handeln sie mit Zeithorizonten von teilweise mehreren hundert Jahren. Das ganze klingt mir mehr nach Verschwörungstheorie als nach wirklich realistischer Betrachtung der Lage.Auch die (zwar wenigen) Beispiele, in denen ein Staat tatsächlich seine Schulden in größerem Maße abbezahlt hat und es nicht eine stetige Inflation gab, werden hier schlicht übersehen und weggelassen.Überhaupt wurde die Geldentwertung als das schlimmste aller Übel dargestellt. Begründet unter anderem mit dem Wertverlust der DM von ca. 80% während ihres Bestehens. Dass die Löhne jedoch deutlich stärker stiegen, also ein Reallohnzuwachs erfolgte und damit der Wohlstand zunahm, wird nicht erwähnt. Wäre dies bei Gold- oder Silberwährungen auch passiert? Das erfährt der Leser nicht.Wer ein Gegner unseres Finanzsystems ist, für den ist diese Lektüre sehr zu empfehlen, da er voll und ganz bestätigt wird. Wer sich jedoch kritisch mit diesem Thema auseinander setzen will, der sollte besser etwas anderes suchen. So bleibt ihm die Enttäuschung erspart, dieses sehr einseitige Buch zu lesen, in der keine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Stoff erfolgt.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Einseitig, pseudowissenschaftlich und dennoch recht interessant, 24. März 2008

Eigentlich sind es beinahe Künstler. Sie erklären uns die Welt wie sie wirklich ist, entlarven Geheimbünde, zeigen die Wahrheit über die Evolution, Roswell, den Klimawandel, die Mondlandung oder wie Kennedy wirklich starb. Alles aus einem Blickwinkel präsentiert, den sie so geschickt wählen und untermauern, dass es sich für jeden vorurteilsfreien Zuschauer und Leser um reine unverdorbene Tatsachen handeln muss. Gemeint ist die virtuose Riege der Pseudowissenschaftler.Reinhard Deutsch ist einer von ihnen und wie die meisten anderen seiner Zunft ist auch er kein wirklicher Lügner. Ein Wissenschaftler oder gar Enthüllungsautor ist er jedoch auch nicht. Das Problem pseudowissenschaftlicher Literatur ist ihre Einseitigkeit. Was als "Wahrheit" propagandiert wird, sind im Endeffekt Fakten, die so verdreht oder so stark abgegrenzt sind, bis sie in das gewünschte Weltbild passen. Meist mit einer ordentlichen Prise konspirativer Ungerechtigkeit, bei der es in der Regel um nichts Geringeres als eine Verschwörung globalen Ausmaßes handeln muss, so verdorben und gigantisch, dass sie das Schicksal von hunderten von Millionen Menschen betrifft. Das gleiche auch in diesem Buch, das uns bereits mit seinem Titel ahnen lässt, dass mit dem Edelmetall unserer Welt aus irgendeinem Grund nicht zum besten steht. Um es auf den Punkt zu bringen:Laut R. D. ist die Entmonetisierung der Edelmetalle eine über mehrere menschliche Generationen geplant und durchgeführte globale Verschwörung. Das den Edelmetallstandard ablösende "fiat money" ist eine tickende Zeitbombe, die Frieden und Wohlstand unserer Welt bedroht.Obwohl er schon im ersten Drittel des Buches die historischen Stationen dieser Entwicklung abklappert, kann uns aber selbst Herr Deutsch nicht sagen, wer oder was nun eigentlich explizit hinter diesem Komplott stecken mag. Die großen Nutznießer sind aber schnell gefunden: Privat- und Zentralbanken, sowie der Staat. Die üblichen Verdächtigen.Und hier fangen die Gedankengänge des Autors bereits an amüsant zu werden. Fangen wir beim Staat an, der betrügt uns scheinbar durch massive Schuldenpolitik via Staatsanleihen. Schulden, die der Staat hinterlistigerweise niemals zurückzuzahlen gedenkt. Im Grunde ein Musterbeispiel für verdrehte Wahrheit. Es entspricht ja durchaus den Tatsachen, dass nur wenige westliche Länder es je geschafft haben, ihre Staatsschulden um ernsthafte Beträge zu senken (z.B. Schweden), dass dieses Schuldgeld einfach im Geldkreislauf erhalten bleibt und dadurch die Währungsinflation vorantreibt. Irreführend und zugleich erheiternd ist hier lediglich Deutschs kindliche Sicht vom Begriff "Staat". Wer ist das eigentlich, dieser Staat? Bei Ludwig XIV war die Sache noch klar, "L'etat c'est moi", alle Staatseinnahmen landen dort wo sie hingehören, in der Tasche des von Gott eingesetzten Königs. Bei uns braven Demokraten der Moderne sieht es leider deutlich unspektakulärer aus. Der Staat im eigentlichen Sinne sind eigentlich, Überraschung!...wir. Auch wenn der durchschnittliche BILD-Leser es nicht für möglich halten wird: das meiste Geld, das uns der Staat abknöpft, landet - mehr oder weniger sinnvoll umverteilt - wieder beim Bürger. Nicht im neuen Kanzler-Benz oder allgemein "bei denen da oben, da!" sondern direkt oder indirekt in Straßen, Bildung, Panzern, usw. So auch beim frisch erzeugten Schuldgeld. Die Kapitalerträge gehen an die Bürger, die sich Anleihen gekauft haben (gut, dazu gehört auch ein gewisser Teil ausländischer Anleger) und das geliehene Geld geht in den Haushalt des Staates. So weit, so...unspektakulär.Warum westliche Staaten so massiv auf Schulden zur Staatsfinanzierung setzen, ist auch schnell erklärt. Die einzige sonstige Möglichkeit die Staatseinnahmen zu steigern wäre eine Steuererhöhung. Die sind aber unpopulär und würde auf die derzeitige Regierung zurückfallen. Die negativen Folgen der Staatsschulden werden letztendlich auch wieder die Bürger tragen, aber langsamer und indirekter, so dass keine Regierung bei der nächsten Wahl fürchten muss, deswegen eine Klatsche kassieren zu müssen. Mit etwas Glück fallen die Konsequenzen sogar der Opposition zu. Über Eleganz und Risiken dieser Politik lässt sich natürlich streiten. Unbestreitbar haltlos hingegen ist R.D. Behauptung, dass der Staat zum eigenen Vorteil seine Bürger um ihr Geld betrügt.Kommen wir zu den Banken. Laut Autor dürfen die uns frecherweise ganz nach belieben Luftgeld verleihen. Da hat er (fast) recht. Allerdings sind auch unsere modernen Banken, trotz ihrer herausragenden Bedeutung für die Weltwirtschaft durchaus sensible Gebilde. Was schon allein durch die aktuelle Hypothekenkrise in den USA der Öffentlichkeit langsam dämmern sollte. Deutsch allerdings, rückt die Kreditinstitute in seinem Buch ins Licht eines übermächtigen Syndikats, eines alles verschlingenden Molochs, der die Welt und ihre Wirtschaft in Ketten hält. Wäre dem tatsächlich so, wundere ich mich, weshalb er nicht einfach empfiehlt Aktien der großen Banken zu erwerben, statt ein paar läppischer Silberbarren. Ferner frage ich mich als Leser, weshalb er nicht einfach ein Buch schreibt, wie ich erfolgreich bei den Bösen und Verschwörern dieser Welt mitmachen kann? Bei denen geht es konjunkturell ja gerade mächtig aufwärts, wie es scheint.Trotzallem muss man Deutsch zugestehen, dass er für einen pseudowissenschaftlichen Autor sogar ein auffallend hohes Maß an Meinungspluralismus duldet. Andere Konzepte für Geldsysteme als seinen favorisierten Bimetallstandard sind spärlich gestreut, aber vorhanden und selbst dem von ihm verhassten fiat money räumt er ein paar Vorteile ein. Leider, oh leider, gräbt er aber gerade an diesen Stellen nicht tief genug, kratzt allerhöchstens ein wenig an der Oberfläche und lässt den Schatz - nämlich die Objektivität - dann einfach im Boden liegen. Die großen Wirtschafts- und Finanztheorien des 20. Jahrhunderts wird man in "das Silberkomplott" deshalb nicht finden, kein Keynes, kein Friedman. Der gewaltigste Vorteil des fiat money, nämlich die höhere Wirtschaftsleistung, wird als unbedeutend oder potentiell gefährlich abgetan. Dabei ist der Kapitalismus von heute maßgeblich auf einfache Kredite angewiesen. Bei einem Goldstandard würden diese ungleich erschwert, jede Bank wäre gezwungen bei der Darlehenvergabe auch nur das kleinste Risiko abzulehnen. Die Folge: Einbruch bei den Investitionen, v.a. bei solchen mit ungewisser Gewinnerwartung (z.B. Forschung), was wiederum die Wirtschaftsleistung und die volkswirtschaftliche Entwicklung bremst. Letztlich beschränkt sich dieses Buch nur darauf zu demonstrieren, dass man durch die Abschaffung des Bimetallstandards den Geldwert geschmälert hat und historisch eine Inflation auf die andere folgte. Das mag stimmen, man kann nur nicht Geld, sowie Geldwert mit Wohlstand gleichsetzen. Ziel von Wirtschaftspolitik ist aber die Vergrößerung von letzterem. Fazit: Ein zwiespältiges Buch. Als kleiner Ausflug in die Welt des Geldes ist dieses Buch garnicht so schlecht. Deutschs Schreibstil ist erfrischend, seine Erklärungen ordentlich, wer sich von den konspirativen Elementen und der etwas engstirnigen Metallpropaganda nicht täuschen lässt, bekommt eine brauchbare Einführung in die Welt des Geldes. Der knapp zusammengefasste Rat "kauft Silber/Edelmetalle!" ist für konservative Anleger zwar nicht unbedingt neu oder gar ein Geheimtipp, aber auch in dieser Beziehung will man dem Autor nicht aus Prinzip widersprechen.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Die Augen geöffnet, 27. Februar 2008

Sehr interessante Geschichte des Geldes und wie schon vor hunterten von Jahren das Volk mit Münzen betrogen wurde. Heute geschiet dies mit ungedecktem Papiergeld.Das Buch öffnet einem die Augen. Man bekommt eine neue Vorstellung von wahren / bleibenden Werten.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Das bewährte und bessere "ehrliche Geld" i. V. zu Keynes, Goldstandard, Silvio Gesells "Freigeld", Marx und Co!, 29. Dezember 2006

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit der Theorie des Geldes und lasse dabei möglichst ziemlich breitgefächerte Meinungen einfliessen:Von G. Hannich(der gute und originelle Ansätze zeigt, mit Silvio Gesell aber leider daneben greift), zu Paul C. Martin,(seine Deflationsbedenken dürften ziemlich unakut werden), über die Goldstandardanhänger(das hat erst zum Fiatmoney geführt), nach Keynes(von dem ich nichts halte), zum Zinseszinsmonster bis zu Marx(der einige bekanntlich folgenschwere Denkfehler hatte).Da das ganze Thema ziemlich komplex, historisch belegbar und 6000 Jahre zurück reicht und zudem dem Ottonormalverbraucher nicht so einfach zu erklären ist, rate ich zu den wirklichen Experten, die sich damit wirklich auseinander setzen. G. H. ist eine nette Bettlektüre gegen das, was hier an die Öffentlichkeit gebracht wird, und damit möchte ich auch dem "Vorrezensierer" den Wind aus den Segeln nehmen, denn er hat das Buch sicherlich nicht gelesen, er kommt eher aus der Freigeldecke, der ich zugegebenermaßen zwecks fehlender Alternativen auch einmal angehörte. ;-)Die kontinuierlichsten und besten aller Wirtschaften gründeten auf dem Bimetallstandard(Gold und Silber), wobei beide gegeneinander gerechnet oder getauscht werden konnten, es gab somit immer einen fairen und ehrlichen Markt.Sobald aber eine Papierwährung dazwischenkam(Gold oder Silber in US$ etc.) wurde es immer kritisch in der Geschichte.Humbug ist natürlich, dass ein nicht mit der Wirtschaft mitwachsendes Edelmetall kein Geld sein kann oder darf, das Geld wird dabei knapper und kann somit aufgewertet werden, da dieser Ausgleich langsam vonstatten geht, geht es auch gut, die Raten betragen dann ein Bruchteil dessen was wir heute (gefühlte)Inflations- oder auch Deflationsrate nennen mögen. Daran geht keine Wirtschaft zugrunde, heute ist das bei Papiergeld oder Mono-Geldstandart alle 60-90 Jahre der Fall! R. Deutsch widmet sich dem Thema seit gut 20 Jahren, und nur alleine diesem Thema unter Berücksichtigung der notwendigen Informationen aus allen Bereichen, die unser "Fundament" Geld betreffen.INWO und dergleichen plädieren für Freigeld - letztendlich ist das ziemlich unausgegoren, da es die Verantwortung dem Staat überlässt, denn je weniger Gesetzgebung + freie Marktwirtschaft vorherrschen, desto fairer wird letztendlich ein System, ob Geld oder ein anderes...einfach aus dem Grund, da Manipulationen in einem solchen System von jedem Bürger relativ schnell aufgedeckt und nachgeprüft werden können, jeder ist für sich selbst verantwortlich und das führt einfach zu mehr Transparenz, Ehrlichkeit und Fairness in der Welt und vor allem im Geldwesen. Denn die Betrüger werden automatisch ausgesiebt, es gibt keine Monopol- oder Kartellstellungen(Staat, Zentralbanken, Banken etc. ...).Dezentralisierung ist eines der Schlagwörter, wenn es um eine lebenswerte Zukunft geht, das betrifft nicht nur Gesundheits-, Gen- und Pharmabranchen , oder das 3D/ Rapid Prototyping(womit theoretisch jeder an jedem Ort der Welt das herstellen kann, was er spezifisch benötigt),sondern vor allem auch die Energieversorger.Beispiel: Wer hat Interesse an Brennstoffzellen, die autark im Keller brummen? - die breite Bevölkerung sicherlich, traditionelle Energieversorger sicherlich nicht.(Die letzten Zwischenbemerkungen stehen nicht im Buch, sollen aber die Parallelen aus meiner persönlichen Sicht verdeutlichen).Lobbyisten haben es in einer solchen hoffentlich zukünftigen freien Gesellschaft schwer, und das ist gut so.Somit wird in R. Deutschs erstem Buch(nach dem Zwischenschritt "die Geldfalle") in hervorragender Weise erläutert, was die zahlreichen Vorzüge privater und fälschungsresistenter "Gelder" sind(Tauschringe sind auch nichts anderes).Es hat seit 6000 Jahren bis etwa ins Mittelalter funktioniert und es wird immer funktionieren.Einziges Manko in meinen Augen ist der reisserische Buchtitel, der aber nicht zu viel verspricht, was aber den einen oder anderen vom Kauf abhalten könnte. Leute, die sich eine richtige Altersvorsorge aufbauen möchten, bekommen natürlich den einen oder anderen geldwerten Tipp, jetzt kann mir kein "Mensch" erzählen, dass ihn das nicht interessiert. ;-)Für mich bisher das tiefgründigste Buch zum Thema (unter einer recht großen Zahl!) Ein Krimi allererster Sahne, leider Realität!"Die Kreatur von Jekyll Island" (G. E. Griffin) als Realkrimi kann man sich ebenfalls gerne zu Gemüte führen.In diesem Sinne "MrR"


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Das beste Buch zu Geld-Geschichte und -Theorie, 2. September 2006

Deutsch erklärt, wie die heutigen Geldsysteme entstanden sind. Dazu geht er 700 Jahre in die Vergangenheit zurück. Was er hier aufdeckt (bzw. viele Autoren schon vor ihm, aber Deutsch macht es so ganzheitlich und so klar wie noch kein anderer), ist nicht nur ein "Silberkomplott", sondern ein ganzes Geldkomplott. Es ist die Gründung der scheinbar unabhängigen Zentralbankensysteme durch die Hochfinanz - immer wieder taucht der Name Rothschild auf. In einer wie Deutsch sagt "institutionalisierten Korruption" arbeiten dieses System und der Staat zusammen, indem immer weiter Geld an den Staat ausgegeben wird und Geldmengen wie Schulden unbegrenzt steigen. Dazu wurden Gold und Silber, über Jahrtausende als sichere Zahlungsmittel geschätzt, in den letzten 150 Jahren schrittweise abgeschafft und der Öffentlichkeit als "veraltet" verkauft. Der Euro ist endgültig nur noch Papier.Nun kann das System gigantische Geldmengen ungedeckt und unbegrenzt selbst produzieren. Doch es steckt mehr dahinter. Über die die Verteilung und Gewährung von Krediten durch das Bankensystem kontrollieren die Mächtigen die gesamte Wirtschaft und den Staat. Kein Großunternehmen, kein Krieg ohne Finanzierung und damit Mitspracherecht.Das Buch ist einfach genial - man merkt ihm an, dass der ehemalige Unternehmer Deutsch über 20 Jahre daran gearbeitet hat (Zwischenstand war die Broschüre "DIE GELDFALLE"). Dass mit der steigenden Verschuldung und Inflation über kurz oder lang Ersatz-Geldsysteme und damit auch Edelmetalle wieder kommen werden, ist nur ein Anleger-Tipp am Rande. Es wird laut Deutsch nicht mehr lange dauern, bis die Menschen wieder echtes, also gedecktes Geld und Sachwerte wiederentdecken werden. Interessanterweise kommt Deutsch nicht wie bei mein anderer Favorit, Prof.Senf in "DER NEBEL UM DAS GELD", zu dem Schluss, den Zins insgesamt infrage zu stellen, sondern er sieht die unbegrenzte Laufzeit von Krediten beim Staat als ursächliches Problem. Der Staat kann per definitionem nicht bankrott gehen, daher plädiert Deutsch für eine regelmäßige Schuldenamnestie bei Staatsanleihen. Es wäre die Erlösung für unsere Welt.NACHWORTDie "Gelddenker", die ich favorisiere, stimmen darin überein, dass Zins zwangsläufig zu Schuldenbergen und Inflation führt, weil das Geld zur Zahlung der Zinsen nur aus neuen Krediten (mit weiteren Zinsen) kommen kann. Es werden keine Euro/Dollar/etc. ohne dahinter tickende Zinsuhr ausgegeben. Es ist das klassische Pyramidensystem, bei dem immer neue Geldlieferanten (Kreditnehmer) gefunden werden müssen, und das sich zwangsläufig irgendwann tot läuft. Zinsen zwingen (!) zum ewigen Wachstum, um mehr Schulden auszuhalten und die Inflation zu relativieren, aber nichts kann ewig wachsen. Sind die Märkte gesättigt und alle bis über die Ohren verschuldet, und zwar genau im Zustand wie die Welt heute, dann kollabiert das System wie jedes Pyramidensystem - seit Jahrhunderten. Erst ein Geld ohne Zinsen entlastet die Wirtschaft vom Wachstumszwang wie von einem Fluch. Es hat einen Grund, dass "Wucher" über Jahrtausende immer wieder von Päpsten und Königen zum Teil bei Todesstrafe verboten war und Zinsnehmer als Parasiten empfunden wurden. Geld ohne Zins können sich "Zinsgläubige" nicht vorstellen, doch es ist problemlos möglich. Die Bank kann dem Häuslebauer oder Unternehmer den Kredit, den sie aus dem Nichts (!) erzeugt, mit der gleichen Bonitätsprüfung auch ohne Zins vergeben. Wer - außer den Bankiers - hätte denn was dagegen, sein Haus in 10 statt in 20 Jahren abzubezahlen und sich dazu die ständigen Währungskrisen zu ersparen? Zinsen, die sich wie eine Art "Reichensteuer" in allen Preisen der Welt finden und für eine konstante Umverteilung von Unten nach Oben sorgen, fallen dann überall weg, genauso wie die Spekulation. Die Realwirtschaft braucht Zinsen nicht, sie braucht fließendes Geld. Deutsch erklärt im Buch wunderbar, mit welchen korrupten Tricks das Zinsgeld in unsere Welt implementiert wurde - nur eine kleine Elite profitiert davon, und der Rest denkt, dass es anders nicht ginge.Ich hoffe, dass mir das Amazon-Team angesichts der Wichtigkeit des Themas folgende externe Links erlaubt:1) Wer in 47 Minuten das Grundwissen Geld erwerben will, dem sei dieser brillante Video empfohlen: http://video.google.de/videoplay?docid=64339858772675806032) Weiterhin die Ausführungen von Egon Kreutzer unter http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Sammlung%20Geld.html, wo er unter Punkt 1 bis 7 recht kompakt eine durchdachte Lösung für ein optimales Geld entwickelt.




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