Kundenmeinungen
Amüsant, temporeich, allerdings nicht neu oder gar innovativ, 19. Januar 2008
Aus beruflichen Gründen habe ich meterweise Management-, Führungs- und auch Selbsthilfeliteratur in meinen Regalen stehen. Das Pamphlet von Larry Winget ist insofern etwas anders, als es auf bewusst drastische Weise den nicht ganz unbekannten Satz propagiert "Bewege deinen Allerwertesten und höre auf dich selbst zu bemitleiden". Dafür gebührt ihm durchaus Anerkennung, da er weder Länder, Sitten, Erziehung, soziales Umfeld, Hautfarbe oder anderes gelten lässt als Ausrede für Faulheit, Bequemlichkeit, Dummheit, Armut und Fettleibigkeit.
Da wir in Deutschland aber doch eher so erzogen werden, dass der Staat verantwortlich ist, die Eltern, die Schule, die Universität.. habe ich sein Buch mit Vergnügen gelesen. Auch weil hierzulande gerne gejammert wird, etwas, dass Winget nun gar nicht akzeptiert. Von daher liege ich mit ihm auf einer Linie.
Etwas undifferenziert liets sich dennoch die eine und andere Passage.
Beispielsweise ist er gegen das 12-Stufen-Programm, bei der Alkoholiker in der ersten Stufe sagen müssen "ich bin Alkoholiker". Nach Winget müssten sie sagen "Ich bin nüchtern", um vom Stoff loszukommen. Da habe ich eine andere Einstellung: ohne Akzeptanz des Ist-Zustandes kann man diesen nicht verändern. So muss man seine Krankheit akzeptieren, um etwas dagegen unternehmen zu können. Bei einem akuten schweren Herzanfall hilft "ich bin kerngesund" garantiert auch nicht weiter (höchstens Richtung Leichenschauhaus).
Winget schreibt mit der Lust an der Provokation. Und wie so oft ist er selbst das beste Beispiel dafür, dass seine Theorien im Großen und Ganzen voll aufgehen.
Wer träge ist und einen Tritt braucht: der ist hier gut bedient. Für alle anderen: ins Buch hineinschauen und gucken, ob etwas Neues für sie dabei ist.
Super Geschireben und Ihnalts mäßig auch einsame Spitze, 5. Januar 2008
Mir wurde diese Buch empfohlen und als ich den Titel und die Rücksaeute las dachte ich mir "ja könnte ja ganz lustig werden" aber das dieses Buch mich so zum lachen bringen würde und doch meine Einstellung zum leben etwas transformierte hätte ich nicht gedacht!!!!!!!!
Die Art und Weiße wie Larry Winget den Leser anspricht und mit ihm umgeht ist etwas schroff aber dennoch einzigartig! Das Buch machte sehr³ viel Spaß zum lesen und durch die ganzen Zitate mit denen er seine Einstellung untermauert rundet dieses Werk spitzenklasse ab!!!Glaß klare 5Sterne!!!
Nettes Buch , Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig, 1. Januar 2008
Nettes Buch, der Schreibstil des Autors ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Dazu zähle ich die Äußerungen des Autors, dass ihm negative Rückmeldungen zum Buch egal sind. Hat man sich daran gewöhnt, der Autor erzählt auch sonst nichts "durch die Blume", dann ist es eigentlich sehr treffend.
Habe mir eigentlich öfters gedacht :"Ja, da stimme ich zu." Einen Stern habe ich abgezogen, weil ein mir zu wenig in die Tiefe geht. Trotzdem : ein gutes Buch, kurzweilig geschrieben und unterhaltsam.
Nur für Erfolgsmenschen!, 25. Dezember 2007
Da sich meine Vorredner dem Inhalt des Buches schon intensiv widmen, möchte ich die Gelegenheit die Zielgruppe dieses Buches aus meiner Sicht zu schildern.
Larry schreibt für die Erfolgreichen, für Menschen, die immer wieder alles in Frage stellen wollen, die mit einem direkten Ton umgehen können und wirklich offen sind. Menschen, die wissen, dass ihr Leben nur einer in der Hand hat SIE SELBST-.
Wenn jemand sich ausheulen will und ein Buch sucht, das ihm sein mittelmäßiges Leben erträglicher macht, dann ist er hier falsch! Denn dann wird Ihm nicht gefallen was er liest, es wird weh tun und provozieren!
Nichts besonders, aber außergewöhnlich., 28. Oktober 2007
Ich möchte mich gerne meinen vor-Rezensenten anschließen: Larry schreibt provokant, politisch unkorrekt und sehr motivierend. Aber.
Prinzipiell ist Larry ein 08/15 Lebenshilfe-Autor, der beruflich Erfolg hatte, dann pleite ging, weil er das falsche machte, dann Verantwortung für sein Tun übernahm, fand seine Berufung im Job des Motivationstrainers ... und yaddayadda, wir kennen die Geschichte. Außerdem schreibt er nicht besonders viel Neues - für den faktischen Inhalt würde ich vielleicht drei Sterne geben.
Die restlichen zwei Sterne zur vollen Punktzahl bekommt er aus drei Gründen.
Erstens. Er ist ehrlich. Er sagt: "Willst du wirklich? Glaub ich nicht." (Meiner Erfahrung nach sehr wahr). Und "Nicht jeder kann tun, was er will. Wenn du hässlich & fett bist, dann kannst du kein Model werden." (Bitte, gebt dieses Kapitel den Teilnehmern von Casting-Shows ...). Und andere, ähnlich wahre Dinge.
Zweitens. Er stellt Dinge oft in einen sehr egoistischen Kontext, kommt aber - interssanterweise - von dieser Position aus zu dem gleichen Schluss wie all diese "wir-haben-uns-alle-lieb"-Gurus. Das ist ein sehr interssantes Kunststück. Für mich war ein Absatz, in dem das besonders herausgearbeitet wird, im Nachhinein schon den Kauf wert.
Drittens. Er hat einen sehr angenehmen Stil. Er schreibt leicht, flüssig, und durch seine Provokation tatsächlich motivierend ohne beleidigend zu sein.
Fazit: Nicht notwendigerweise neue Erkenntnisse, aber ein ehrliches Buch mit manchmal neuen Herleitungen zu schon oft propagierten Lösungen, was sehr inspirierend sein kann.
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