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Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie

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Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie

von Karl Marx

Voltmedia, Paderborn

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07/Sep/2008 - 15:48


Beschreibung

Kapital von bleibendem Wert Zum Ende eines jeden Jahres wird aufgeräumt. Auch vor dem Bücherschrank mache ich da nicht Halt. Zu jedem Jahreswechsel muß notwendig der ein oder andere Band seinen sonnenbeschienenen Platz im Regal gegen die Dunkelheit und Enge in einer der -- immerhin wohlsortierten -- Kisten auf dem Speicher eintauschen. Drei blaue Folianten mit dem Titel Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie, erworben 1980 von mir damals gerade mal 19-Jährigen (für, wenn ich mich recht entsinne, sage und schreibe zehn Ostmark -- kann das sein?-, zwangsumgetauscht gegen "unsere echte D-Mark"), haben bislang bei jeder Aufräumaktion ihren Platz verteidigen können. Und dies wird auch zum Ende dieses Jahres nicht anders sein, wenn mit dem Dezember das Jahrhundert und mit diesem -- wenn man es so rechnen will -- das Jahrtausend zu Ende geht.

Was (außer den zahllosen Zitaten) wird bleiben von Karl Marx nach dem Ende von so gut wie allen kommunistischen, ja auch nur sozialistischen Staatswirtschaften dieser Welt? Wird sich die Erinnerung an sein Werk mit dem Nachgeschmack des untergegangenen Totalitarismus im Osten Europas allmählich ganz im Nichts verlieren? Ich denke: Nein! Im Gegenteil wird irgendwann der Blick wieder frei werden für dieses Stück deutscher und europäischer Geistesgeschichte. Frei vor allem von der gegenwärtig noch reflexhaften Konnotation mit den ehemals real existierenden staatskapitalistischen Diktaturen, deren Führer ihren und ihrer Staatsdoktrinen Namen mit dem von Marx verbanden, ohne dass der sich noch hätte wehren können.

Das Kapital, zuerst erschienen zwischen 1867 und 1894, ist ohne Zweifel ein bedeutendes Zeugnis der Geschichte der Politischen Ökonomie als Wissenschaft. Und als solches wird es bleiben. Und bleiben wird es auch in meinem Bücherschrank. Auch im neuen Jahrhundert. Beladen freilich mit Erinnerungen, die nichts mit dem Werk und ebenso wenig mit seinem Autor zu tun haben: Mit dem geteilten Berlin des Jahres 1980, dem ersten Jahr des letzten Jahrzehnts der DDR. Hat das irgend etwas zu bedeuten? Nein! Denn: "Abstrakt strenge Grenzlinien scheiden ebensowenig die Epochen der Gesellschafts- wie der Erdgeschichte". (Karl Marx, Das Kapital, Berlin (Ost): Dietz Verlag 1980, Band 1, S. 391). --Andreas Vierecke





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ideologie, aber nicht Wissenschaft, 21. November 2007

Genau Werke wie dieses sind es (e.g.Hegel, Engels etc.), die Europa ethisch wie auch moralisch zu Grunde gerichtet haben. Voelker immer und immer wieder in die Revolution zu jagen, bis man in "Utopia" ankommt, kann doch wohl nicht der Marxisten Ernst sein. Die Geschichte hat restlos gezeigt, dass der Marxismus, Hegelianismus, Leninismus etc. Gesellschaften zu Grunde richtet. Trotzdem haben seine Proponenten es vortrefflich verstanden ein Stereotyp zu schaffen: Wer intellektuell ist, ist Marxist. Die ganze Welt (sogar die chinesische Regierung) hat es begriffen, dass nicht staatliche Zwangsbeglueckung zu Freiheit und Wohlstand fuehren, sondern wirtschaftliche Freiheit und Eigenverantwortlichkeit. Bloss wir Europaer "sehen vor lauter Ideologie-Baeumen den Realitaets-Wald nicht" - und eitel sind wir auch dabei. Der letzte panische Versuch mit Klima-Wandel-Alarmismus der Welt den Marxismus doch noch aufzudraengen, wird auch an der wissenschaftlichen Unredlichkeit der Ideen der krankhaft politisch Motivierten scheitern. Dieses Buch hat weltweit wahrscheinlich mehr Schaden angerichtet als Hitlers "Mein Kampf". Mit uns ewig gestrigen Europaeern (links wie rechts) wird wahrlich die Weisheit aussterben... Glauben wir zumindest - aber aussterben tun wir.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Vorsicht Alleskönner!, 19. November 2007

Wer sich für wirtschaftlich-soziale Zusammenhänge interessiert kann hier mal reinschauen, aber bitte nur mit guter Sekundärliteratur.
Denn 1. Spricht Marx die Sprache des 19. Jahrhunderts und hat 2. die Weltanschauung des 19. Jahrhunderts.

Marx war nicht nur Ökonom, sondern auch Statistiker, Literat, Philosoph und Historiker. Seine ökonomischen Theorien gelten heute als widerlegt, aber seine Methoden der ersten empirischen Arbeit, haben die Sozialwissenschaften revolutioniert. Aber auch in die Geschichtswissenschaft hat er sehr viele Auswirkungen gehabt.

Wer sich mehr für wirtschaftlich-soziale Zusammenhänge interessiert, den empfehle ich Schumpeter. Und für völlige Neueinsteiger Milton Friedman: Freiheit und Kapitalismus.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Sehr gutes Werk - aber nur durchschnittliche Ausgabe, 18. April 2007

Karl Marx "Kapital" ist sicherlich eines der bedeutensten Werke zur Industrialiserung.
Es beschreibt die Missstände im 17 / 18 Jahrhundert und die Profitgier der Fabrikanten:
* 16 Stunden Arbeitstag
* niedrige bis gar keine Löhne
* Kinderarbeit
* keine Sicherheitsmaßnahmen

Solche "Zustände" trifft man auch heute noch vielerorts an; ( 3te Welt) - daher besitzt das Kapital sogar gewisse Aktualität.

Leider ist die verfügbare Ausgabe mehr schlecht als Recht. Doch recht häufige Rechtschreibfehler lassen auf eine schlechte Texterkennung schließen ...


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Das Werk ist gut, aber nicht diese Ausgabe, 25. September 2006

Über Marx' Werk im Allgemeinen und dieses Buch im Besonderen muss nicht mehr viel gesagt werden - der allgemeine Ruf von "Das Kapital" ist bekannt und weiteres findet sich in den anderen Rezensionen. Kurz: Es ist ein Standardwerk, sehr lesenswert und überraschend unterhaltsam zu lesen - Pflichtlektüre für jeden politisch, ökonomisch oder philosophisch interessierten Menschen. Allerdings kann ich speziell diese Ausgabe trotz ihres attraktiven Preises nicht empfehlen. Sie steckt voller Druckfehler, oft verwirrend und teilweise sinnentstellend. Wenn der "Mehrwert" zu "Meerwert" und der "Arbeitspreis" zum "Arbeitsgreis" wird, mag das ja noch amüsieren, aber insbesondere die augenscheinlich zufällig eingeschobene und weggelassene Interpunktion erheischt (!) einiges Rätselraten, wie der Satz ursprünglich ausgesehen haben könnte. Teile des Zeichensalates sind mit Sicherheit nicht aus dem Original übernommen - zitierfähig ist diese Ausgabe auf keinen Fall. Der Verdacht liegt nahe, dass das hastig korrigierte Ergebnis einer automatischen Texterkennung als Basis für diese Auflage diente. Schade! Das Werk hätte etwas mehr Sorgfalt verdient.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Empfehlenswert, 10. April 2006

Ich empfehle das "Kapital" dem interessierten Leser, die Argumentation ist im Gegensatz zu vielen anderen Philosophen verständlich und leicht nachvollziehbar. Allerdings ist das Buch extrem redundant - häufig kann man einige Seiten überblättern, ohne etwas zu verpassen. Besonders interessant: In Fußnoten werden Fallbeispiele beschrieben, von denen einige überraschend aktuell sind. (Platzen von Eisenbahnblasen, "Fördern und Fordern" im Armenhaus, ...)




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