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James N. Frey: Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Bd.1

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Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Bd.1

von James N. Frey

Emons

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03/Dez/2008 - 07:55


Beschreibung

Wie man einen überraschenden Anfang findet, weiß der Autor genau: "Warum dieses Buch nicht das richtige für Sie sein könnte", heißt das Vorwort seiner Erzähllehre. Zum Schluß gibt er dann aber sogar eine Erfolgsgarantie, und zwar eine hundertprozentige: "Jeder kann ein Romanschriftsteller werden" -- wenn er nur hart genug an sich arbeitet ...

Wie man das sinnvoll und systematisch tut, dazu leitet Frey an, wie gewohnt selbstbewußt, angenehm dialogisch und direkt, und noch einen Tick munterer und frecher als in seinem Buch für Anfänger. Teilweise ist Teil zwei sogar ein Pamphlet gegen Pseudoregeln akademischer Kreativ-Schreib-Seminaristen. Dem stellt Frey, selbst Dozent, eine Menge (Gegen-)Beispiele entgegen, und seine Prinzipien: zitternde Spannung und unvergeßliche Figuren schaffen (Schwächlinge und Verrückte, dominierende und gespaltene), die richtige Moral für die Geschichte finden, eine starke Erzählerstimme entwickeln -- und dem Leser das liefern, was man ihm versprochen hat.

Ob das Buch nicht das richtige für Anfänger ist, wie Frey eingangs schreibt, ist aber fraglich. Auch sie kann es amüsieren und informieren, beim analysierenden Lesen helfen, fürs Schreiben begeistern -- und warnen. Zu den Todsünden angehender Autoren zählt Frey zum Beispiel den epigonenhaften Versuch, literarisch zu sein. Zitat: "Wird der Literat im Kurs beispielsweise darauf hingewiesen, daß seine Geschichte keinen Spannungsbogen hat, daß sie statisch, langweilig oder lahm ist, wird er ein ironisches Lächeln aufsetzen und einem erklären, daß man offenbar 'Der Dreck am Rande der Zeit' nicht gelesen hat, diese bahnbrechende Geschichte aus der Feder des literarischen Heroen, an dessen Rockschößen er dabei ist, in die Unsterblichkeit zu schweben ..." Solche nachahmenden Literaten seien erfolglos. "Doch einem angehenden Literaten zu erklären, daß er sich nicht die gleichen Regelverstöße erlauben kann wie die literarischen Heroen, ist so, als wollte man einem Vierjährigen klarmachen, warum er keinen Martini haben darf." Wie verständlich und locker Freys Fortgeschrittenenkurs auch zu lesen ist, immer wieder macht er deutlich: "Schreiben ist schmerzlich. Schreiben ist harte Arbeit." Da braucht es eben mehr als Talent und Nachahmungsgabe.

Wer ein Literat werden will, dem sagt Frey: Versuche, zuerst ein großartiger Geschichtenerzähler zu werden. Denn das kann man lernen. Und dieser Autor zeigt, wie es geht. --Frank Rosenbauer





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  nett zu lesen, 11. August 2008

Das Buch ist mitreißend geschrieben, so dass das Lesen wirklich Spaß bringt und man in einen leicht euphorischen Zustand gerät. In diesem Punkt beherrscht Frey sein Handwerk ausgezeichnet. Für Fortgeschrittene ist dieser Pep-Talk allerdings zu oberflächlich. Hier wäre mehr Tiefe und eine eingehendere Auseinandersetzung mit den einzelnen Techniken wünschenswert gewesen. Insgesamt bleibt der Eindruck von Fast-Food: Schnell gegessen, ziemlich lecker, aber wenig Substanz.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Verdammt gutes Sachbuch!, 6. Juli 2008

Wer sich für dieses Buch entscheidet erhält 200 Seiten kompakte Informationen, kurz & knackig auf den Punkt gebracht, charmant und witzig geschrieben. Jungautoren, die sich bisher durch ihren (ersten) Roman gequält haben, weil ihnen Wissen bzw. das Handwerk fehlt, wird dieses Buch wie eine Verheißung vorkommen, denn ein Autor der schreibt, ohne die grundlegenden Techniken zu kennen, hat es schwer. Es ist wie bei einem Essen in einem piekfeinen Restaurant, in dem man sich unvermittelt mit einer Armada Besteck konfrontiert sieht, bei der man sich fragt: sieht toll aus, und nun? Selbst wenn man das Fischmesser als solches identifizieren kann, heisst das noch lange nicht, dass man in der Lage ist, den Fisch fein säuberlich auseinanderzunehmen. Wenn man nicht weiss, wie das vor sich geht, ist es wahrscheinlich, dass man sich beim Versuch so zu tun als ob, bis auf die Gräten blamiert. James N. Frey gibt seinen Lesern nicht nur das Besteck bzw. das Werkzeug an die Hand, wie man einen verdammt guten Roman schreibt, er trägt auch lebensnah und auf humorvolle Art und Weise vor, was man damit machen kann. Immer wieder bringt er Beispiele aus der klassischen Literatur, schlägt Bögen von Gustave Flauberts "Madame Bovary", Charles Dickens "Ein Weihnachtslied in Prosa", und Ernest Hemmingways "Der alte Mann und das Meer", über Vladimir Nabokovs "Lolita" bishin zu John Le Careés "Der Spion der aus der Kälte kam" bzw. Mario Puzos "Der Pate". Daneben bringt er zahlreiche eigene Beispiele, z.B. wie man aus einem lahmen Dialog einen interessanten bzw. spannenden Austausch macht, wie man seinen Figuren Leben einhaucht und seine Prosa farbenfroh und sinnlich formuliert, also alle Sinne anspricht: Hören, Sehen, Fühlen, Schmecken und Riechen, sprich wie man ein ganzheitliches Bild kreiert, das den Leser auf allen Ebenen berührt.Wer vorher noch nie von einer Prämisse gehört hat, wird bald feststellen, dass dies der Dreh- und Angelpunkt guter Prosa ist. Wer keine Ahnung hat, was eine Hyperbel ist, wird sie nach dem Lesen als nützliches kleines Dingelchen ins Herz geschlossen haben. Der Stil des Autors ist präzise wie praxisnah gehalten und gibt einen klaren Überblick über unterschiedliche Schreibtechniken, Perspektiven und Erzählstile. Es hat mir außerordentlich viel Freude bereitet die vielen Hinweise aufzunehmen und quasi sofort anzuwenden, zumal das Ganze herrlich unkompliziert wie erfrischend geschrieben ist. Ich habe das Buch innerhalb einer Woche derart zerlesen, das es aussieht, als sei es bereits Jahre alt, denn auf beinahe jeder Seite finden sich wertvolle Informationen, wichtige Hinweise oder inspirierende Ideen. Der lange Rede kurzer Sinn: das ist ein verdammt gutes Sachbuch, das jeden Cent wert ist!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  gute Fortführung und Vertiefung des ersten Teils , 8. März 2008

Wieder spannend, unterhaltend, mehr zum Nachdenken anregend als der erste Band. Verwendet viele Seiten auf das Finden einer guten Prämisse und schreibt ausführlich über Fehler und Todsünden des Romanschreibens. Davon gibt es wohl genug. Leider nennt er auch ein paar Dinge, die man nicht so gerne hört: Konsequenz, harte Arbeit, Ausdauer etc.; ein tolles Buch, das unter anderen seiner Art hervorsticht; es macht tatsächlich Lust auf eigenes Schreiben.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Eines der besten Bücher seiner Art, wenn nicht das beste, 8. März 2008

Das allermeiste über das Schreiben habe ich aus diesem Buch von Frey gelernt. Amüsant und aufschlußreich, übersichtlich und toll gegliedert. Schritt für Schritt geht Frey an das heran, was einen Roman ausmacht: Die Figuren, der Konflikt, die Prämisse, Dialoge, etc. Dabei bleibt alles leicht verständlich, logisch, ja sogar spannend. Für Einsteiger verständlich und hilfreich, für Fortgeschrittene ein Werk, das man immer wieder einmal zur Hand nehmen sollte. Und bei Frey bekommt man wirklich Lust, selber zu schreiben. Absolut zu empfehlen!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Wie man Fehler beim Schreiben eines Trivialromans vermeidet, 25. Februar 2008

... wäre der zutreffendere Titel. Aber klar - kritisieren ist einfacher als selbst machen. Ich finde das Buch schon empfehlenswert. Allerdings sollte niemand dem Wahn verfallen, dass Frey's Tipps wirklich helfen einen "verdammt guten Roman" zu schreiben. Frey hilft, Fehler zu vermeiden, die wohl den meisten passieren, die einen Roman schreiben. Einen Krimi, eine Liebesgeschichte, einen Historienroman ohne allzu große Ansprüche - aber nicht etwas "Großes". Was in Amerika noch gerade geht, funktioniert in Deutschland nicht - da wird's jeder schwer haben, der sich strikt an Freys Ratschläge hält. Es ist einfach zu stereotyp.Das seitenweise Zitieren eines Meisterwerks wie "A Chrismas Carol" von Dickens soll die "Schreibregeln" illustrieren - geht aber m.E. am Wesentlichen vorbei. Literaturwissenschaftler sind nach Frey alles Deppen und ein Schriftsteller schreibt 10 Seiten - pro Stunde (!). Naja.FAZIT: Hilft, die übelsten Fehler zu vermeiden; insbesondere für Anfänger durchaus empfehlenswert.




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