Kundenmeinungen
Lesung könnte besser sein, 11. Oktober 2007
Die verbesserungswürdige Übersetzung wurde ja schon mehrmals bemängelt und ich kann mich meinen Vorrednern hier nur anschließen. Der Herr der Ringe ist nun mal in einer leicht altertümlich und manchmal poetisch wirkenden Sprache geschrieben.
Die Lesung selbst ist soweit ok - aber auch nicht mehr. Achim Höppner ließt zwar mit kräftiger Stimme aber einem etwas langweiligen Stil. Hin und wieder versucht er, den Charakteren eine eigene, individuelle Stimme zu geben - dies gelingt nur bedingt und ist auch nicht durchgängig.
Wer zuvor z.B. Harry Potter von Rufus Beck gehört hat, bei dem wirklich jeder Charakter schon allein an der Stimme erkannt werden konnte, der wird enttäuscht sein.
2 Sterne, denn ein spannendes Buch wurde hier leider etwas langweilig wiedergegeben und macht so das Zuhören z.T. zur Geduldsprobe.
Grossartig, 2. Oktober 2007
Ich habe es kaum zu hoffen gewagt jemals eine Komplettlesung dieses fantastischen Werkes als Hörbuch in meinen Händen zu halten - aber es ist passiert. Und es ist grossartig! Die "neue" Übersetzung stört mich persönlich nicht im geringsten. Ein Schlag war der Tod von Höppner und die Gewissheit das er nicht wird weiter lesen können.
Mit dem entsprechenden Vorbehalt bin ich an das zweite Hörbuch gegangen.....
...was soll ich sagen? Natürlich war ich von Höppner begeistert - kannte ich doch den Wohlklang seiner Stimme aus den Filmen zu gut. Aber was G. Heidenreich da leistet ist schlicht und ergreifend unvergleichbar! Höppner hat erzählt - Heidenreich LEBT die Geschichte.
Die Geschichte lebt durch Heidenreich. Ich ziehe meinen Hut mit dem Wunsch , auch das erste Buch von Heidenreich vorgelesen zu bekommen!
Kaum zu toppen, 27. September 2007
Vor ca. 30 Jahren hatte ich die 3 Bücher gelesen. Damals gab es noch keinen Hype, wie er erst nach den 3 Filmen ausbrach. Den Anfang fand ich damals zunächst etwas ermüdend, die vielen Details über fremde, fiktive Länder waren für mich nicht sehr aufregend. Dann ging die Reise los und es kamen die Gefahren, unterbrochen von Abschnitten der Ruhe und Entspannung. Die Gefahren wurden immer größer und es dauerte nicht lange, dann hatte mich das Buch in seinen Bann gezogen und gefesselt.
Das ließ mich auch später nicht mehr los. Als die erste Verfilmung per Zeichentrick kam, war ich enttäuscht, als am Ende der Zwei Türme den Filmemachern das Geld ausging und die aufwändige Übermalung von real von Schauspielern dargestellten Szenen nicht so gut daherkam und insbesondere das dritte Buch nicht mehr gedreht wurde. An das Buch selbst kam das Ganze aber nicht annähernd heran.
Dann kamen die drei großartigen Filme, auch diese fand ich phänomenal, vermisste aber den Wechsel zwischen Anspannung und dem Loslassen, den Ruhephasen, die im ersten Buch so wunderbar eingestreut waren. Dennoch, diese 3 Filme sind wohl die beste Verfilmung eines Buchs, die ich je gesehen habe.
Umso mehr freute es mich, die geschriebene Version 1 zu 1 vorgelesen zu bekommen. Das war besser, als das Buch selbst zu lesen. Achim Höpper macht aus dieser einmaligen Geschichte einen Genuss der Extraklasse. Seine einfühlsame Art der Vorlesens ist nicht zu toppen. Die gerollten Rrrr gehören genauso dazu, wie die Lieder, die ich im Buch rasch übersprungen habe, weil sie mich damals nicht interessierten. Aus der Distanz und bereits aus mehreren unterschiedlichen Richtungen betrachtet, ist diese vorgelesene Version für mich das bislang Beste.
Die Diskussion über die unterschiedlichen Übersetzungen kann ich nicht nachvollziehen. Natürlich habe ich keine Erinnerungen im Detail an die Version von vor 30 Jahren. Aber was soll an der neuen Übersetzung groß anders sein? Sams Anrede für Frodo, Chef statt Herr?
Außen hui, innen (vielleicht) pfui?, 22. Juli 2007
Ich habe mich sehr gefreut, als es das Hörbuch endlich gab. Leider habe ich erst aus dem Booklet erfahren, dass es eine neue Übersetzung ist. Es wäre für mich sinnvoll gewesen, schon auf der Verpackung darauf hingewiesen zu werden. Achim Höppner liest sehr gut, man sieht die Bilder vor sich. Wenn statt "Herr" "Chef" gesagt wird passt es für mich wirklich nicht in die Zeit. Trotz allem werde ich natürlich weiterhören, da ich die Geschichte gut finde.
Tschüss Andrea
Grenzwertig, 25. Juni 2007
Zugegebenermaßen habe ich die Übersetzung von Krege nicht gelesen. Ich bin jedoch mit einer Menge an Toleranz an die Sache herangegangen (besser hab mich herangehört). Aber ich bin wohl zu altmodisch.
Ein ganz hervorragender Achim Höppner (5 Sterne für ihn)liest einen zum Teil gruseligen Text.
Er, Gandalfs Stime, haucht diesem Epos soviel Würde ein. Die Charaktere sind wunderbar differenziert ausgearbeitet. Die Atmosphäre kommt zu jedem Zeitpunkt hervorragend rüber.
Aber immer wieder kommt es zu einem Bruch, immer wieder sticht es mich, wenn mich die "moderne" Übersetzung trifft.
Leider machen einige Textpassagen viel von der Erhabenheit und der Kraft der Geschichte zunichte.
Wer die Krege-Übersetzung mag, findet hier ein Traumhörbuch. Wem der "neue" Text nicht zusagt, der sollte erst einmal intensiv probehören.
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