Kundenmeinungen
Schönes Hörspiel, 15. Juni 2008
Ich finde dieses Hörspiel braucht den Vergleich mit dem Film nicht zu scheuen. Es ist eine sehr schöne Umsetzung des Buchs und lädt ein,es mehrmals zu hören. Einziger Wehmutstropfen ist die an manchen Stellen unpassende Musik aber dies mindert die tolle Atmosphäre kaum.
Nicht schlecht! Eben anders., 24. April 2008
Grandiose neuseeländische Panoramen, atemberaubende Spezialeffekte, charismatische Schauspieler - Peter Jacksons Tolkien-Adaption dominiert momentan - nicht ganz zu unrecht - unser Bild vom "Herrn der Ringe". Dabei stellt die filmische Trilogie nur e i n e mögliche Interpretation des Stoffes dar, eine, die viele Einschnitte, Kürzungen, Umformulierungen aufweist. Greift man jedoch auf dieses Hörspiel zurück, das im Zuge des Tolkienfiebers der letzten Jahre zu einer Art Renaissance gelangte, so entdeckt man, dass es auch anders geht. Nicht besser, ja weit weniger spektakulär, aber eben anders. Solide, ja beinahe schon bieder wirkt dabei diese Adaption. Und doch ist ihr ein gewisser Charme nicht abzusprechen. Die Sprecher vermögen es, ihre Rollen überzeugend zu profilieren, Hintergrundmusik, Geräuschkulissen können sich wahrlich hören lassen. So darf man eintauchen in die Welt Mittelerdes, wenn Frodo, Sam und Pippin die Wälder des Auenlands durchstreifen, darf den Elstern lauschen, dem Hufgetrappel. Schon bald merkt man, dass nicht jede der 10 Folgen gänzlich überzeugt, doch diejenigen, die es tun (und es ist die Mehrheit), sind beachtlich. Wer sich zum Kauf dieser CDs entschließt, muss freilich wissen, worauf er sich einlässt: auf ein gutes, aber gewöhnungsbedürftiges Hörspielvergnügen, dem beinahe so etwas wie ein mediengeschichtlicher Wert beizumessen ist, zeugt die Adaption doch von der künstlerischen Vielfalt, nicht zuletzt aber von der Eigenwilligkeit der frühen 90er Jahre.
Zwiespältig, 6. Oktober 2007
Mich hat diese Umsetzung des Tolkienstoffes nicht überzeugt. Der Stoff fasziniert doch vor allem durch seine Grundstimmung, die sowohl das Buch als auch die Filmtrilogie transportieren. Dieses Hörspiel jedoch wirkt wie "gewollt und nicht gekonnt", zumal die Sprecher nicht wirklich überzeugen (Übertreibungen wirken nicht immer pathetisch, sondern streckenweise sogar lächerlich...). Besonders misslungen ist zudem die musikalische Untermalung. Nein, da hätte man den Stoff besser als reine Lesung (von mir aus auch mit Kürzungen) umgesetzt. Aber in dieser Produktion zerstört die Musik mehr als sie untermalt. Und das ist schade, zumal jedermann weiß, dass die Film- und Hörbuchmusik eines Stoffes einen immens großen Einfluss auf dessen wirkung haben. Daher sehe ich diese Umsetzung sehr kritisch. Es bleibt natürlich immernoch der wunderbare Stoff, den keine noch so klägliche Interpretation zu zerstören vermag.
Wunderbar eigenständige Version des Herrn der Ringe, 21. Februar 2007
Dieses Hörbuch gehört nun schon seit vielen Jahren zu meiner Bibliothek und hat mich bereits mehrfach wieder zum erneuten Anhören getrieben. Lange vor der Verfilmung durch Peter Jackson, die ich auch in einer Rezension der Extended Version Box hinreichend gewürdigt habe, wurde hier eine wunderschöne eigenständige Interpretation mit allen dem Medium Hörbuch verfügbaren Mitteln geschaffen. Die Sprecher sind hervorragend besetzt und besonders die Gesänge bekommen hier viel mehr Raum als später in Jacksons - dem gewählten Medium entsprechend - eher actionlastiger Verfilmung. Gerade für solche liebenswerten Details ist das Hörbuch besonders geeignet und dafür bin ich sehr dankbar.Als Fan von Tom Bombadil freue ich mich auch besonders darüber, dass sein Part im Gegensatz zum Film, wo er ersatzlos gestrichen wurde, im Hörbuch eine wundervolle Episode füllen darf. Auch seine Stimme empfinde ich wie die seiner Frau Goldbeere als sehr passend.Wenn Herr der Ringe mich auf langen Autofahrten begleiten soll, ist dieses Hörbuch eine tolle Sache. Aber auch um es gemütlich abends auf dem Sofa zu hören, ist dieses akustische Meisterwerk gut geeignet. Meiner Meinung nach sollte man einen Film nicht mit einem Hörbuch vergleichen. Für mich stehen diese beiden Versionen gleichberechtigt nebeneinander. Nach mehrmaligem Lesen aller Bände des Herrn der Ringe kann ich sagen, dass auch das Hörbuch in meinen Augen (äh Ohren natürlich ...) eine wirklich künstlerisch gelungene eigenständige Interpretation von Tolkiens epochalem Werk darstellt, die für jeden unvoreingenommenen Hörbuchfreund zu einem echten Genuß geraten kann.
Ohje, ohje..., 2. Februar 2007
Der schlechte Eindruck, der am Ende blieb, konnte durch die klasse Sprecher leider nicht wett gemacht werden.:die erste Hälfte ein super-Anfang, dem es gelang eine sehr schöne Stimmung zu erzeugen. Sehr schön erzählt und in der Phantasie ein passendes Bild aufgebaut.In der zweiten Hälfte nahm leider die vollkommen unpassende Musik zu: es jaulte zu sehr, Klezmertöne dominierten die mittelalterlich-romantische Fantasiewelt Tolkiens!Die "Fanfaren der Könige" z.B. klingen schräg blechern und einfach nur billig. Die Liebeserklärung desMenschen an die Elfin gegen Ende - untermalt von einer Traunermusik, bei der Mann eine Beerdigung abhalten könnte oder sich einen Ork vorstellen kann, der einen Hobbit foltert und quält - schrecklich, schrecklich, schrecklich!Unbedingt: Nein, Finger weg!Wie kann man nur so ein schönes Werk derart verhanzen, indem man die musikalische Begleitung derart schräg mit Dissonanzen überhäuft!Weh tut auch die Schere, die in der zweiten Hälfte brutal zuschlägt und sinnvolle und -stiftende Passagen ausläßt.Finger weg!
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