Kundenmeinungen
Monte Carlo Simulation?, 26. November 2008
Eins vorweg. Ich bin kein Freund der "klassischen Technischen Analyse". Generell werde ich von "Day Trader Gemeinde" deswegen pro forma als "akademischer Spinner" kategorisiert, der doch mal lieber in seiner random walk Scheinwelt leben sollte.Wer die moderne Finanzmathematik Literatur (wenn man die 90er noch als modern bezeichnen möchte) liest, der weis, dass in Theorie und Praxis die random walk Theorie meist nur verwendet wird, wenn Sie modell-technisch brauchbar oder zumindest vertretbar ist (sschwarze Schafe gibt es überall). Wers nicht glaubt, der lese "A non random walk down the wall street" von Andrew Lo (MIT). Bezüglich der technischen Analyse führt auch kein Weg am gesunden Menschenverstand vorbei. Eine Studie der Royal Bank of Scotland hat gezeigt, dass knapp 90% der institutionellen FX Händler in London (wo über 30% des Gesamtvolumens der FX Märkte gehandelt werden) technische Analyse "verwenden" oder gar "hauptsächlich verwenden" (nach eigenen Angaben). Offensichtlich haben diese Analyse Instrumente einen Einfluss auf die Preise, wenn alle sie verwenden (self fulfilling prophecy). Nur ein Ignorant verwirft TA generell und grundsätzlich. Die Grenze zwischen Statistik/quantitativem /System Trading und der TA verschwimmt zusehens, wenn Sie jemals existiert hat. Dies nur dazu, warum ich überhaupt Bücher vom Finanzbuchverlag ordere und lese (jemand, der meine anderen Rezensionen & Lieblingslisten durchliest, mag sich das ja durchaus fragen). Dies ist nach Voigt "Das Grosse Buch der Markttechnik" und "Die Kunst des erfolgreichen Tradens" (Schäfermeier) nun schon mein drittes aus der Reihe.....und definitiv letztes!!!!!Gründe1.) Man verwende Statistik bitte doch nur dann, wenn man sie auch verstanden hat.2.)Man unterscheide zwischen Prozentrechnung und Zinsszins Rechnung....3.)Ein Blick auf die web page des Autors zeigt, dass er in keiner Weise verstanden hat, was eine Monte Carlo Simulation ist und wozu man Sie benützen könnte...Wenn man das jetzt mal auf den Rest extrapoliert...Ein Grauss.4.) Kein Literaturverzeichnis. Man wird einfach nur mit volkommen unkommentierte Behauptungen konfrontiert.5.) Ein bisschen "back testen" kann doch nicht so schwer sein...Für mich war in dem Buch nichts zu holen!!Gruss
Super Buch, 3. September 2008
Ich finde dieses Buch eine gelungene Mischung für Fortgeschrittene und Anfänger im Bereich Trading. Es werden viele wichtige Aspekte kompakt zusammengefasst. Ps.: Wenn ihr euch andere Rezessionen anseht seid skeptisch, falls auf andere Bücher verwiesen wird...
Das Einzige, was niemand glauben will, ist die Wahrheit. (G.B. Shaw), 8. Juli 2008
Diese ironische, aber wohl in der Mehrheit der Fälle zutreffende Aussage stellt der Autor vor eines der zentralen Kapitel seines Buches. Ich hätte es wegen des zugegeben blöden Titels und der vielen negativen Rezensionen fast nicht gelesen. Besonders wegen seiner ersten beiden Teile sollte sich jeder, der wirklich ernsthaft vorhat, mit dem Trading Geld zu verdienen, dieses Buch kaufen. Nirgendwo sonst habe ich den entscheidenden Punkt eines erfolgreichen Tradings besser dargestellt gesehen als in diesem Buch. Man kann sich auch Van Tharp sparen, denn bei Daeubner findet man dessen Thesen viel prägnanter und praktischer erklärt. Allerdings muss man dazu von vorneherein verstehen, dass es dem Autor um die Erklärung eines Grundprinzips geht. Seine vielen sehr eindrucksvollen Berechnungen haben Modellcharakter und sollen dieses Prinzip verständlich machen. Die konkrete Tradingpraxis wird naturgemäß zu etwas anderen Rechnungen führen. Das Prinzip wirkt aber auf dieselbe Weise. Das Buch besteht aus vier Teilen und einem Anhang über den CFD-Handel. Im ersten Teil ("Fehler erkennen und aus ihnen lernen") beschäftigt sich der Autor mit der Psychologie des Tradings. Gewöhnlich wird das Trading grob fahrlässig in seiner Komplexität und Schwierigkeit unterschätzt. In der Folge bleiben die meisten Anfänger bald auf der Strecke, weil sie zu schnell zu viel wollen. Im zweiten Teil ("Money-Management für erfolgreiches Trading") wird dem Leser auf eine sehr eindringliche Art verdeutlicht, was der Kern eines erfolgreichen Tradings ist: Nichts ist bedeutender als die Verlustbegrenzung. Auch hier werden einige abwinken. Alles schon x-mal gelesen, wozu immer wieder dieses Zeug? Wo bleiben die ultimativen Trading-Systeme? Sie werden nichts nützen, weil niemand, der die wirkliche Regel Nr. 1 nicht begriffen hat und diszipliniert anwendet, jemals dauerhaft an der Börse Erfolg haben wird. Der Autor behauptet beispielsweise, dass bei einer Trefferwahrscheinlichkeit von 50% zehn aufeinander folgende Verluste bei 1000 Trades mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" auftreten werden. Obwohl seine Rechnung nicht ganz schlüssig ist, stimmt die Aussage. Wenn nun die Verlustbegrenzung bei 20% des Depotwertes pro Trade liegt, dann ist man also allerspätestens nach 1000 Trades mit Sicherheit pleite. Allein diese Modellrechnung erklärt bereits das Scheitern der meisten Anfänger auf dem rutschigen Parkett der Hebelprodukte. Der Autor folgert daraus: Wir sollen unser Trade-Risiko (Stopp-Loss) R auf höchstens 1% des Depotwertes festlegen und nur Systeme handeln, die als Handelsziel möglichst mehr als R erreichen. Läge unsere Trefferquote bei 50% und würden wir in diesem Modell nur R als Handelsziel schaffen, wären wir auch mit Sicherheit irgendwann pleite, weil wir noch Gebühren und Steuern zu zahlen haben und der so genannte Erwartungswert (Trefferquote mal Kursziel minus Verlusttrefferquote mal Stopp-Loss) hier gleich Null ist. Je geringer die Trefferquote, umso höher muss das Kursziel bei einem erfolgreichen Handel sein. (Insofern lieber Herr Daeubner ist die Trefferquote natürlich nicht irrelevant, wie Sie im Überschwang immer wieder behaupten.) Man beachte bei diesen Überlegungen aber immer, dass bei der Berechnung des "Erwartungs"-Wertes ein subjektives Kursziel eine Rolle spielt. Der Autor handelt dann nach folgendem Prinzip: Entweder mein Kursziel wird erreicht und ich verkaufe oder ich werde ausgestoppt. Ob der Markt die Kursziele von Herrn Deaubner kennt, wissen wir nicht. Aber: Systeme mit einem positiven Erwartungswert würden uns also wenigstens theoretisch ausreichen um konstant Geld zuverdienen. Einige von ihnen sollen uns nun im dritten Teil vorgestellt werden.Zunächst beschäftigt sich der Autor mit trendfolgenden Strategien. Dabei vergisst er nicht deren Tücken (z.B. die häufigen Fehlsignale) zu erwähnen. Das erste System ist das auch von den Turtles gehandelte Donchian-Ausbruchssystem, das kauft oder verkauft, wenn die Hochs bzw. Tiefs der letzten 20 Perioden geknackt werden. Daeubners Positionsgrößenbestimmung und Stopp-Loss-Strategie unterscheiden sich allerdings wesentlich von denen der Turtles. Merkwürdigerweise kommt es hier zu einem bedauernswerten Bruch im Buch. Erstens handelt es sich um ein mechanisches System (nicht Thema des Buches), zweitens wird das Verlustrisiko plötzlich auf 2% des Depotwertes gesetzt und drittens kann man in diesem System kein Kursziel festlegen, also auch den gewünschten Erwartungswert nicht berechnen. Man ist daher etwas verblüfft oder irritiert. Leider setzt sich das fort. Der Autor warnt vor dem Installieren eines Gleitstopps bei Erreichen des Kursziels. Das ist verständlich. Warum wir unseren eventuellen Gewinn aber wieder hergeben sollen, wenn wir zwar ins Plus kommen, aber das Kursziel nicht erreicht wird, erklärt der Autor an einer späteren Stelle mit dem Argument, dass seine Untersuchungen ergeben hätten, dass seine Entweder-oder-Methode zu besseren Ergebnissen führen würde. Ich bezweifle das. Leider sind auch die folgenden Handels-Strategien nicht besonders originell, und sie werden auch nicht so erklärt, wie man es nach dem zweiten Teil des Buches hätte erwarten können. Der Autor befasst sich mit Ausbrüchen aus einer Korrekturbewegung innerhalb eines gut installierten Trends, dem Durchbrechen eines Widerstandes und dem Handeln innerhalb von linearen Trendkanälen oder Seitwärtsleisten. Schließlich gibt es noch einige spärliche Bemerkungen zum Handeln nach Fundamentaldaten und zum Nutzen mehrerer Zeitebenen. Mit Sicherheit funktionieren all diese Methoden, wenn man sie wirklich diszipliniert beherrscht. Aber irgendwie kommt nun das Gefühl der Enttäuschung auf, denn der Titel und die erste Hälfte des Buches versprachen mehr als nur das Herumreiten auf Altbekanntem. Andererseits bin ich mir sicher, dass die Methoden funktionieren. Teil 4 enthält nun noch die üblichen Allgemeinplätze. Uns wird erläutert, dass wir ein Geschäft betreiben, wenn wir traden. Dazu brauchen wir einen Business-Plan und eine für uns selber hilfreiche Dokumentation unseres Handelns. Das Buch schließt mit einem recht nützlichen Überblick über den Handel mit CFDs. Fazit.Stark begonnen und mittelmäßig geendet. Dies ist ein recht gutes Buch für Anfänger. Nach zwei wirklich eindrucksvollen Teilen kommt der Autor in Teil 3 zum überehrgeizigen Titel seines Buches. Und dort gibt es plötzlich einen Knick in der Qualität. Die behandelten Handelsstrategien sind allesamt bekannt und funktionieren ohne Zweifel. Dass sie die besten sein sollen, ist eine gewagte und obendrein sinnlose Behauptung. Wenn er sie noch besser und konsistenter zu seinen früheren Lehren erklärt hätte, wäre das Buch noch empfehlenswerter geworden. Etablierte Trader lernen hier nicht viel Neues.
Ein absolutes MUSS für Anfänger, 29. Juni 2008
Ich finde trotz den irreführenden Titel, dass dieses Buch für Anfänger ein absolutes MUSS ist. Es wird auch bei der Fehleranalyse der Mehrheit der Erfahrenen viel Zeit sparen. Ich konnte mich gut mit dem Autor identifizieren, bzw. mich von der Seite anschauhen. Über mehrere Themen habe ich bereits gelesen, aber endlich habe ich eins gefunden, wo alles von A bis Z behandelt wird. Es hat mir auf jeden Fall geholfen wieder den richtigen Weg zu finden. Zu dem Autor. Mir hat es sehr gefallen, dass im Buch nicht auf tausende Andere Bücher verwiesen, welche ich nicht gelesen habe und auch aufgrund des Zeitmangels nicht lesen werde. Es macht auch Spaß das Buch zu lesen, welche mit eifachen Worten geschrieben wurde. Es ist keine Bibel für Trader, sonder ein persönliches Erfahrungsbericht von Hr. Pierre M. Daeubner und ein paar wertvolle Ratschläge und Weisheiten aus der Börsenwelt.Eins der besten Bücher zum Thema Börse/Traden
Sehr gutes Tradingbuch, 16. Juni 2008
Das Buch vermittelt gekonnt die Idee des Tradings und nicht - wie die meisten anderen Tradingbücher hier - eine Lizenz zum Reichwerden.Jeder muss für sich selbst das passende Tradingsystem entwickeln, und nicht irgendwelchen Newslettern blind hinterherlaufen bzw. Musterdepots einfach blind nachtraden.Lesen Sie dieses Buch und lesen Sie Van Tharp!
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