Kundenmeinungen
Obi Wan auf einer R 1200 GS, 22. März 2008
Da ich selbst Backpacker (Westafrika) und Biker (Triumph Tiger) bin, hat mich interessiert, wie sich wohl der Reisebericht von zwei Promis mit Beraterstab, Begleittross und lokalen Guides lesen würde. Zunächst erzählen die beiden lang und breit von ihrer Kindheit, ihrer Begeisterung für's Biken (34 Seiten).
Das Einzige, was ich da interessant fand, war McGregor's Bemerkung, das er bei den Dreharbeiten zu Star Wars (1.Film), ständig nach Vorkasse fragte, um sich eine Ducati leisten zu können. George Lucas spendierte ihm dann genervt dieses Motorrad.
Die Beschreibung der durchreisten Länder und der Begegnungen mit den Menschen fand ich sehr oberflächlich und sprunghaft. Dafür liest man ständig vom Zeitplan (3 Monate von Schottland bis New York), von den schrecklichen Strecken oder den unglaublichen Anstrengungen auf nicht befestigten Strassen. Dabei ist das Begleit-Team mit 2 Fahrzeugen nur einen Anruf (Sat.Tel.) entfernt, fährt entweder voraus oder hinterher, um so das authentische Alleinfahrer-Gefühl der beiden Bike-Helden nicht zu verfälschen. Was haben die beiden von einer Durchquerung der Mongolei oder Sibiriens erwartet? Heimische Landstrassen? Zudem fährt auf einer 3.BMW ein Kameramann mit, der mal als Prügelknabe herhalten muss, mal als genialer und unverzichtbarer Begleiter beschrieben wird. Na und dann der Hollywood-taugliche und durchgestylte Empfang durch TV und Presse in New York ...
So richtig gefesselt hat mich das Buch nicht. Ich hatte vorher die Durchquerung von Afrika in einer Ente (2CV) von zwei Belgiern gelesen, das hat mich das Büchlein nicht mehr aus der Hand legen lassen! Extrem spannend und ohne Auffangnetz (Begleitteam). Aber bei dieser durchgestylten "Long way down" - Produktion, die clever vermarktet wurde, kam irgendwie keine Spannung auf. Vielleicht leihe ich mir in der Videothek mal die DVD aus. Die Afrika-Durchquerung der Beiden (nächstes Projekt) interessiert mich zwar auch, aber zuvor lese ich noch ein Reisebuch von zwei Leuten, die sich ganz allein durchschlagen, bei jedem Grenzübertritt allein gegen die korrupten und unterbezahlten Beamten kämpfen mussten, ihr sauer Erspartes für den Trip verwenden, allein die Strapazen meistern und das auch vom Schreibstil spannender und authentischer rüberbringen.
Wie haben das nur die beiden Biker (Ehepaar), die ich 2005 in Mali getroffen hatte, geschafft, auf zwei uralten BMW-Enduros die Sahara und Westafrika zu durchqueren? Ganz allein? Die beiden, also E.McGregor und C.Boorman sollten als 3.WeltTour mal ganz allein losfahren und auf ein Film- und Begleitteam verzichten. Das wäre sicher ehrlicher und spannender zu lesen. Finanziell leisten können sie sich das allemal.
Seifenoper auf zwei Rädern, 15. Februar 2008
Man nehme zwei Promis, statte sie mit einem Millionenbudget aus und schicke sie auf eine Reise, wie sie jedes Jahr ein paar Hundert Motorradfahrer unternehmen. Man gebe ihnen einen Begleittross sowie ein Fernsehteam mit, rühre hinterher kräftig die Werbetrommel, und fertig ist der Bestseller. Ein Raunen geht durch die Reiseszene - was für ein Abenteuer!
Hallo! Höre ich richtig? Da tun zwei Schauspieler so, als hätten sie die Weltreise erfunden. Machen mit gewaltiger Gigantomanie etwas, das normale Menschen privat und in aller Stille schon seit Jahrzehnten tun - nämlich mit dem Motorrad um die Welt fahren. Und das ohne Millionenbudget und Begleittross. Sogar Frauen machen diese Reise ganz alleine und ohne Unterstützung. Und dann kommen zwei Promis und verkaufen uns etwas mittlerweile ganz Normales als "das letzte Abenteuer".
Im Grunde ist das Ganze nichts anderes als eine gewaltige Veräppelung. Zum finanziellen Wohl der Herren McGregor und Boorman, der BBC und diverser Verlage. Das eigentlich Skandalöse dabei ist, dass wir Leser es mit uns machen lassen. Denn wenn Jupp Schmitz ein Buch über seine Weltreise schreibt, interessiert das keinen Menschen. Obwohl Jupp Schmitz dabei tatsächliche Abenteuer erlebt hat. Aber leider ist Jupp Schmitz nicht prominent.
Erst DVD, dann Buch, 31. Januar 2008
Ich finde das das Buch Lücken aus der DVD füllt. Sicher wird alles nur angeschnitten aber zur DVD die perfekte Ergänzung um die Geschichte abzurunden.
Long way round, 20. Januar 2008
Tja was soll ich sagen...ich habe das Buch verschlungen. Mal musste ich still in mich hineinschmunzeln (Die beiden sind stellenweise echt super lustig)und hin und wieder auch mal meine feuchten Augen trocken legen. Ich habe den Straßendreck auf meiner Haut förmlich gespürt und wie schwer es ist eine 1100'er GS aufzuheben weiß ich aus eigener Erfahrung. Kein Zuckerschlecken ( Vor allem bei 60 kg und 168 cm)! Schon gar nicht, wenn man das so wie die Beiden 12 Std. am Tag zig Mal machen muss. Nach diesen Erfahrungen und der langen Zeit erst die Pazifik-Küste und später New York zu sehen muss ein Hammergefühl sein. Die beiden mussten sich das Finish echt erkämpfen.
Ich habe mir direkt im Anschluss die DVD's gekauft! Musste unbedingt die bewegten Bilder zu diesen Geschichten sehen und war auch hier begeistert.
Ein Muss für alle Motorrad- und Landschaftsbegeisterten Tourer. Vielen Dank an meine Frau, die mir das Buch geschenkt hat ;-) (Wusste selbst gar nicht von dem Buch)
Erst das Buch (original!! - nicht die Übersetzung) lesen, dann die DVD schauen..., 13. November 2007
Eine Weltreise in einer ganz anderen Art - viele Reisende sind auf sich alleine gestellt bei solchen Projekten - Charly&Ewan gehen es anders an: Kameramann aufm eigenen Motorrad dabei, Begleitteam mit Jeep dabei, Unicef als Charitygedanke auch mit dabei - viele Sponsoren und alles ansprechend vermarktet.. Wer nun denkt, es käme Schrott dabei heraus hat sich gewaltig geirrt.
Ein wunderbar gefühlvolles Buch, Einblicke in Menschen, Gedanken und Momente der Reise; gut zu lesen und nachzuempfinden. Wer eine Hardcoretour erwartet ist hier falsch. Schwierige Stellen und Momente gab es wohl genug. Kein Survival sondern einfach eine besondere Tour.
Kann es jedem Motorradbegeisterten nur empfehlen!
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