Kundenmeinungen
Genial als "Hörbuch", 3. August 2007
Hintereinander gelesen so für sich im stillen Kämmerchen können die gesammelten, witzig aufbereiteten Verhörer, die Axel Hacke zusammen getragen hat, schon mal ermüden, aber wenn man ihm zuhört, wie er sie vorliest, dann biegt man sich wirklich vor Lachen und kann gar nicht genug bekommen. Wunderbar.
Was dem zweiten Aufguss eigen ist, 10. Juni 2007
Der zweite Aufguss, ich denke an Tee, ist durchaus gebräuchlich; doch der Konsument weiß, dass der zweite Sud dem ersten geschmacklich nicht das Wasser reichen kann. So ist es auch bei der Hör-CD AXEL HACKE liest Der weiße Neger WUMBABA kehrt zurück. Der Neukunde und Ersthörer wird die CD Nummer 2 sicherlich mit 4 bis 5 Sternen qualifizieren. Ich als Zweithörer oder jetzt Sammler von HACKE-CDs benote die 2. Auflage nach nun zwei Jahren mit 3 bis maximal 4 Sternen. HACKE und der KUNSTMANN-Verlag bauen auf die zwischenzeitlich stattliche WUMBABA-Fan-Gemeinde und die zahllosen WUMBABA-Foren. Ganz sicher hat HACKE die lawinenartige Masse von Zusendungen von mehr oder weniger gut gekünstelten Verhörern als Basis seiner nun bedeutend professionelleren Lesung durchforstet. Während die erste Lesung Der weiße Neger WUMBABA als echte und dadurch sehr statische Lesung herüber kommt, ist die neue CD und die darauf dokumentierte Lesung viel bühnengeeigneter. HACKE als Moderator und Interpret macht dies auf phasenweise komödiantische Weise recht gut. Auf die Sequenzen, in welchen er als Intermezzo-Philosoph auftritt, hätte er verzichten sollen. - Das WUMBABAre hat nun seine Verselbstständigung und Glorifizierung erfahren; ob es legitim ist, das Verhören zu generalisieren, mag der Zuhörer selbst entscheiden. Für Zweitbesitzer ist der 1. Teil, der WUMBABA-Rückblick mit seinen Vorbemerkungen, ein etwas erkalteter zweiter Aufguss, der zudem ein Achtel der Hörzeit in Beschlag nimmt. Die Gruppierung in 8 Teile bringt aber keine saubere inhaltliche Kumulierung. Denn das Hauptschwergewicht, und dies ermüdet, liegt auf den gesungenen Verhörern und der Überstrapazierung des (deutschen) Liedgutes. Mir persönlich, obwohl sicherlich kein alleiniger Original-HACKE-Verhörer, gefällt sein versuchter Dialog mit dem Sprachdialogsystem der DEUTSCHEN BAHN. Sympatisch, fast schon professionell kalauernd plaudert hier AXEL HACKE aus seinem familiären Nähkästchen. - Die neue CD ist 19 Minuten länger als die erste. Trotz des frisch ins Booklet aufgenommenen Inhaltsverzeichnisses ist die Gliederung augenwischend und nicht zwingend notwendig. Die Bilder von MICHAEL SOWA sind wieder angenehm schön.
|