Kundenmeinungen
unschöne verhältnisse - unschön gelesen, 4. Februar 2008
Von der vollmundig als starke Stimme gepriesenen Hörbuchproduktion bin ich sehr enttäuscht - man hätte wohl kaum einen unpassenderen Vorleser finden können. Er klingt einfach zu jung und schnoddrig - teilweise auch dialektgefärbt - so dass das Gehörte einfach nicht zum englischen Landadel passen mag. St. Aubyns Roman lässt den Leser bzw. Hörer in mancher Hinsicht ratlos zurück, wobei sicher beim Lesen noch mehr Verständnis für die Figuren erreicht werden kann als bei dieser kaum gelungenen Darbietung.
Alles andere als STARK, die Stimme. Alles andere als spannend, der Roman. - Keine Empfehlung., 26. Januar 2008
Hörbuch-Rezension: "Schöne Verhältnisse" von Edward St Aubyn, gelesen von Matthias Schweighöfer (aus der BRIGITTE-Hörbuchedition "Starke Stimmen. Die Männer!")
4 CDs im hochglänzenden Digi-Pack mit Trays | Ungekürzte Lesung | ca. 254 Min. - ca. 5 Tracks/ CD | erschienen bei RANDOM HOUSE Audio
Aus dieser Edition mit angeblich STARKEN Männer-Stimmen habe ich mir ausgerechnet dieses ausgesucht, ich Depp!
Ich kannte die Stimme von Matthisas Schweighöfer nicht und ging somit unvoreingenommen ans Zuhören. Nur der Roman von St Aubyn hat mich bereits gereizt, seit er in der Sendung von Elke Heidenreich im ZDF besprochen wurde. Soweit soviel als Motiv für den Kauf! (Na, und dann sprach noch der günstige Anschaffungswert FÜR den Erwerb!)
Nun - nach 254 Minuten Zuhören - macht sich eine einmalig dämliche Enttäuschung breit. Es bedurfte schon einmal mehrerer Anläufe, dieses Hörbuch zu Ende zu hören. CD1 war - das ist bei "zähen Lesungen" immer so - die Schlimmste!. Die Stimme des Vorlesers ist mir zu jung zu unadelig zu unsnobistisch; schlicht zu unerfahren für dieses Sujet. Von dem ich mir übrigens auch einiges mehr erwartet habe. Aber dazu muss man als Hörer erst mal am Ball bleiben und das fällt verdammt schwer. Schweighöfer liest deutlich und merklich bemüht jedoch ohne diesen besonderen Charme, den beispielsweise ein Jan-Josef Liefers oder ein Heikko Deutschmann zu versprühen vermag.
Die - sogar ungekürzte! - Geschichte, die St Aubyn aus seinem Leben als Adeliger zu erzählen hat, hat jedoch inhaltlich nicht eben das Kaliber, das ich mir erwartet hätte. Freilich ist es erschreckend aufschlussreich, wie subtil er und seine Mischpoche sich die (Lebens-)Zeit zu vertreiben gewohnt sind. Doch nach dem ersten Viertel des Buches (also nach CD 1) war mir noch völlig unklar, was der Mann überhaupt erzählen möchte? - Vergangenheitsbewältigung? Das Schreiben einer autobiographischen Gesellschaftskritik als Therapie? Will er mein Verständnis für degeneriert-dekadenten Adeligen-Sex erhaschen?
Vermutlich setzt mein Verständnis für diese Gesellschafts-Schicht einfach zu sehr aus, als dass ich das unterhaltsam fände.
Nicht mein Genre - resümiere ich bereits nach der Hälfte. Halte aber tapfer bis zum bittren Ende durch. Da bereiten mir gewöhnliche, auch wenig lebendig oder lebensnah charakterisierte Eifel-Bäuerchen, Fischköppe und Bazis aus diversen Lokal-Krimis besser.
Bei diesem Hörbuch passt mir also leider nicht viel. Über die Verpackung (Digi-Pack) kann ich wenigstens nicht meckern - die finde ich richtig gut!
Für das Einlesen hätte ich mir beispielsweise einen Sky Dumont gewünscht. Ich kann mir sogar vorstellen, dass ein Jürgen Von der Lippe mit süffisant-arroganten Unterton ein wenig mehr authentisches Leben in diese Lesung hauchen hätte können.
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Hörbuch- /Hörspielbewertung:
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Inhalt: *** | Sprecher: * | Hardware: ***** | Preis/ Leistung: *****
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auf meiner persönlichen Horchlatte: **
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Apiculas Horchlatte: * - unerhört, ** - überhörbar, *** - eintönig, **** - hörenswert, ***** - hörrlich!
Gut, aber irgendwas fehlt... , 12. Dezember 2007
Ziemlich böse wird hier in sehr trockenem Ton die "gute" Gesellschaft auf die Schippe genommen. Nachdenkliche Unterhaltung garantiert. Schweighöfer liest gut und ordentlich betont, trotzdem fehlte mir das gewisse Etwas. Er betont die unterschiedlichen Sprecher und Sprecherinnen jeweils sehr nett, aber so richtig begeistert war ich dennoch nicht.
Trotzdem hat mir das Hörbuch Lust auf mehr von Aubyn gemacht, der Schreibstil ist wirklich sehr böse und genau das liegt mir zur Zeit sehr.
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