Kundenmeinungen
Überraschend, 27. November 2007
Die beiden Bücher "Kiara und Alina" und "Stille Wintertage" von Kiara Singer haben mich überrascht. Kiara unterwirft sich Mark in einer sog. 24x7-Beziehung, einer rund-um-die-Uhr-Verklavung, obwohl sie das wohl anfangs selbst nicht vorhatte. Mark besteht darauf, dass sie sein Eigentum wird, und das heißt, sie muss auch anderen nach seinem Belieben als Sexualobjekt zur Verfügung stehen. Schmerzhafte Sexualpraktiken spielen weit weniger eine Rolle als in vielen anderen Büchern des Genres. Die Sklavin Alina macht im zweiten Buch sogar deutlich, dass sie Schmerzen regelrecht "hasst".
Zum Buch "9 1/2 Wochen" (welches ganz anders als der Film ist) schrieb jemand: "Eine Warnung für alle die immer weiter, höher, schneller, heftiger, die immer mehr wollen!" Dies ist vermutlich die große Gefahr bei allen Sub-Dom-Verhältnissen. Das Überraschende an diesen beiden Büchern war für mich, dass es zu diesem ständigen Streben nach weiter, höher, schneller, heftiger nicht kommt, sondern dass sich gegenseitige Zuneigung einstellt. Die Unterwerfung wird zunehmend von beiden Seiten als gegeben akzeptiert, die nicht in jeder Sekunde erneut zu hinterfragen und zu beweisen ist. Dies schafft Raum für die Liebe.
Sehr interessant sind die Gedanken, die sich Kiara über sich selbst macht: Bin ich noch eine moderne Frau? Darf ich selbst so weit gehen? Kann ich als Sklavin ein Kind haben? Werde ich mit 50 einfach ausrangiert? Die Dialoge dazu sind höchst lesenswert.
Neben der Beschreibung ihrer täglichen Erlebnisse als "Eigentum" von Mark und der Romanze zur Sklavin Alina haben diese Stellen den stärksten Eindruck auf mich hinterlassen.
Liebesgeschichte und SM, 27. November 2007
Einerseits geht es um die Beschreibung eines Lebensstils, den die devote Kiara und ihr Herr Mark als Sklavin und Meister führen. Den stärksten Eindruck auf mich hat aber die sehr romantische Liebesbeziehung zwischen den beiden Sklavinnen, die ja nicht sein darf, auf mich hinterlassen. Eine scheinbar tragische Liebesgeschichte, die aber dennoch zu einem befriedigenden Ende kommt.
Viele Dinge sind hochinteressant und regelrecht lehrreich beschrieben, zum Beispiel die eintägige "Bordellstrafe" Kiaras und die dabei vorher an sie gegebenen Instruktionen, von denen man als Frau sonst ja so keine richtige Vorstellung hat.
Fazit: Genauso wenig wie es in Piratenromanen nur um Piraten geht, geht es hier nur um Unterwerfung und SM. Dazu ist die Liebesgeschichte zwischen Kiara und Alina einfach zu schön.
Interessante SM-Story, bewegende Liebesgeschichte, 27. November 2007
Das Buch ist irgendwie anders als die meisten Erotikromane. Auch ist es nichts für Leute, die Blümchensex bevorzugen.
Kiara möchte sich einem Mann unterwerfen, findet ihn über eine Internet-Anzeige und der tut das dann auch mit ihr. Die von ihm eingesetzten Mittel sind häufig alles andere als nett. Manchmal hätte ich ihm am liebsten eine gescheuert, speziell bei seinen Sprüchen.
Was die Story wohltuend von anderen unterscheidet: Hier gerät eine Frau nicht in eine missliche Lage oder ist sonstwie erpressbar, sondern sie tut es aus freien Stücken. Es wird immer wieder deutlich gemacht, dass sie aussteigen könnte, aber nicht will.
Vieles ist keineswegs zur Nachahmung geeignet. Beispielsweise verweigert er ihr zu Beginn ein Save-Word, sie macht trotzdem weiter. Da die Story angeblich autobiographisch ist, ist das denkbar, aber in der Situation nicht sinnvoll. Man weiß auch nicht, ob dies nur eine Finte von ihm war. Vielleicht hätte sie nur auf ein solches Wort insistieren müssen. Das spielt aber keine Rolle, denn im Roman stehen mehr ihre eigentlichen Motivationen im Vordergrund. Und diese werden sehr interessant, intelligent und in einer eleganten und erotischen Sprache in Dialogen vermittelt, z. B. in den Gesprächen mit ihrer Freundin Miriam. Mich haben gerade diese Gespräche sehr nachdenklich gemacht.
Wirklich ans Herz gehend ist die Liebesgeschichte zur anderen Sklavin Alina. Allerdings sollte man Frau/Frau-Beziehungen mögen.
Auffallend ist auch ein dem ganzen Roman unterliegender Humor. Einmal soll Kiara zur Strafe eine Nacht in einem Bordell anschaffen gehen. Der sie einweisende Zuhälter ist der Macho an sich und sein Verhalten extrem respektlos Frauen gegenüber. Das wird aber so ironisch erzählt, dass ich manchmal laut lachen musste.
Weiche Schale, harter Kern, 27. November 2007
Aus Neugier habe ich das Buch erworben , da es bei BOD unter den Bestsellern erscheint. Kiara und Alina -der erotische Roman mit hartem S/M Kern. Leider ein Stern Abzug für die etwas hölzernen Dialoge.Auch einige sonst in der S/M Szene nicht üblichen Dinge wie z.B. das Anreden vom Herrn,Besitzer, Gebieter (wie auch immer man ihn nennen mag oder er genannt werden möchte) der Sklavinnen mit Namen, das Wort "Bitte" bei Befehlen usw. sind einigen Lesern und Nichtkennern des Szene bestimmt nicht aufgefallen und die Autorin mag es in Ihrer autobiograhischen Geschichte so erlebt haben.Da ich nicht devot bin, gebe ich hiermit meine persönliche Meinung ab.Werde die anderen Bücher auch noch lesen, weiterhin viel Erfolg.
Erotik vom Feinsten, 26. November 2007
Einer der besten Erotikromane, die mir in den letzten Jahren unter die Finger gekommen sind. Obwohl: ein Roman ist das wohl eher nicht, mehr eine Novelle. Also vielleicht so etwas wie Verliebt in Berlin mit viel Sex und SM.
Die darin vorkommenden Männer (und die "Hexe" Ellen ebenso) gehen ziemlich rücksichtslos mit ihren devoten Frauen um. Man könnte sagen: Sie nutzen sie für ihre Zwecke aus. Wenn das alles so passiert ist, dann ist das schlimm. Allerdings zieht der Roman genau aus diesem Umstand auch sehr viel Spannung. Manchmal habe ich richtig mit Kiara und Alina mitgefiebert. Und: Ich mag auch keine Krimis ohne Bösewicht.
Zwei Dinge sind mir besonders aufgefallen.
Man kann es fast zwischen allen Zeilen herauslesen: Kiara (die Autorin?) liebt die Menschen. Sie mögen nicht immer perfekt und manchmal sogar richtig fies zu ihr sein: Trotzdem hat sie sie irgendwie gern. Das gibt dem ganzen Roman eine ungemein positive und fast heitere Ausstrahlung.
Und alle Beteiligten scheinen etwas im Kopf zu haben. Der Roman eignet sich auch bestens für Leser, denen es mehr als nur um reinen Sex geht, sondern die gleichzeitig auch noch intelligent unterhalten werden wollen.
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