Kundenmeinungen
Richtig - aber in der Länge seicht, 1. Januar 2008
Schwungvoll wird ab Beginn aufgezeigt, wieviel Widersprüchliches, Unsinniges und Bösartiges in der Bibel zu finden ist.
Die Bibel ist ein Machwerk. Dieser Schwung reicht aber kaum über das erste Drittel hinaus, dann wird auf Vieles eingedroschen, garniert mit naturwisenschaftlichen Exkursen mäßiger Qualität. Man merkt, das ein zutiefst verletzter und enttäuschter Autor schreibt.
Andererseits regt dieser anekdotenhaft zitierende Stil zum Weiterlesen bei anderen Autoren an.
* Wenn man sich gerne mitaufregen will - dann kaufen
* Wenn man die ruhige Analyse sucht - da gibt es Besseres
Sehr gute Recherche, 30. August 2007
Von 19 Rezensenten lehnen drei das Buch von Norbert Rohde ab, wobei Herr Ramasz wahrheitswidrig behauptet, dass Hitler von Herrn Rohde als "frommer Mensch" dargestellt wird. Demnach hat er das Buch wohl überhaupt nicht gelesen, genauso wenig wie die beiden anderen Kritiker auch.
Ohne Zweifel ist ?Abschied von der Bibel? ein engagiertes Buch, welches die Bibel als Glaubensgrundlage durch sich selbst ad absurdum führt. Es ist ein provokantes aber kein polemisches Buch, verständlich geschrieben, mit über 300 Originalzitaten aus der Bibel. Rohde hat gründlich recherchiert und denkt darüber nach, was hinter den biblischen Aussagen steckt, teils ironisch, teils auch sarkastisch, aber immer ins Mark treffend. Das Buch gibt all jenen Glaubenszweiflern eine gute Hilfestellung, die sich vom Glauben trennen wollen. Aber auch für die Gläubigen ist das Buch eine Fundgrube, um eine Menge darüber zu erfahren, worüber sie sich noch nie Gedanken gemacht haben.
Polemik und Stückwerk, 20. August 2007
Ein oberflächliches Werk. Nutzen Sie die SearchInside-Funktion - Sie ersparen sich Einiges. Als Erstes eine Schülerumfrage als Basis, zum "Aufwärmen" dann die moralische Keule Nationalsozialismus und Kirche. Hitler als beispiel eines "frommen Menschen". Und so weiter und so fort. Hetze für Leichtgläubige oder solche, die sich in einfachen Lösungen bestätigt sehen wollen. Auch Aufmachung und Fettdruck im Text sprechen eine deutliche Sprache. Wissenschaft ist nicht polemisch. Kopfschüttelnd.
Abschied von allen "heiligen" Büchern, 10. August 2007
Gerade in einer Zeit wie die unsere,wo die religiösen Konservatisten oder gar Fundamentalisten dafür pledieren dem Glauben und die Religion mit all ihren "Offenbarungsbüchern" in die Politik und somit auch in die Gesetzgebung einzubeziehen (siehe zB. Peter Hahnes Bücher),ist solch religionskritische Literatur wie diese von Norbert Rohde,von großer Bedeutung.Zwar befasst er sich hiermit primär mit der Bibel und somit nur mit zwei monotheistischen Strömmungen:dem Judaismus ("Altes Testament") und dem Christianismus ("Neues Testament") aber seine vernunftorientierte Bibelexegese trifft genauso auf dem islamischen Al-Quran zu,der sowieso zum größten Teil ein Brmborium aus Judentum und Christentum und gar ein Plagiat eines Plagiats ist,denn die Bibel entpuppt sich nicht selten als Plagiat zB. der summerischen Mythen.Der Autor betreibt eine sachliche Exegese,die auf dem menschlichen,und nicht auf irgendeinen göttlichen Ursprung dieses "Buches der Bücher" deutet.Es ist faszinierend zu sehen wie man solche "heiligen" Schriften mit deren eigenen oft paradoxen Inhalten,anachronistischen Aussagen und oft enthumanisierten Behauptungen und unmenschlichen Forderungen,in Frage stellen kann.Zwar hin und wieder gehe ich mit dem Autor nicht konform,wie zB. im Bezug auf seine Interpretation der metaphysischen Erfahrungen,aber dennoch finde ich daß er keineswegs eine militante Atheologie betreibt.Es handelt sich hier nicht um eine atheistische Indoktrination,sondern um vernunftorientierte sachliche und luzide Analyse der biblischen Lehren.Keiner will hier behaupten,daß die Bibel oder der Koran auch nicht "gute",aufbauende,ja sogar inspirierende Ansätze beinhaltet,aber sie alle verblassen im Angesicht der menschenverachtenden Morallehre und der primitiv-antropomorphen Theologie,die wie ein Leitfaden durch Bibel und Koran herzieht.Dieses Buch von Herr Rohde zeigt,wie wichtig es ist,sich endlich von dem Diktat der religiösen Normen und Maximen zu verabschieden und endlich eine freidenkende,selbstverantwortliche und humane Gesellschaft zu begrüßen,in der die Freiheit des Gewissens und die Achtung der Unantastbarkeit des Freiraums des Anderen,das oberste Prinzip ist,und nicht irgendwelche ominöse und angeblich von einer Gottheit kommende Gebote und Verbote,die dazu nur dienen,uns uns selbst zu entfremden.
Wahrheiten rund um die Bibel, 4. August 2007
Es gibt Menschen, die sich rationalen Argumenten verschliessen. Wissenschaftliche Fakten sind für sie bedeutungslos. Für die grosse Mehrheit der Menschheit dürfte die Benutzung des Gehirns jedoch ein Vergnügen sein. "Abschied von der Bibel" wendet sich an Letztere. Wer über Entstehungsgeschichte, historische Ereignisse, Inhalt, Auslegung, Ausnutzung und gesellschaftliche Auswirkungen rund um die Bibel Bescheid wissen möchte und bereit ist unvoreingenommen, offen und kritisch zu lesen, dem ist dieses Buch wärmstens zu empfehlen. Argumente, die in jeder Diskussion zu überzeugen vermögen, liefert der Auto Norbert Rohde zur Genüge.
Die geschichtlichen Zusammenhänge und Fakten werden in verständlicher Darstellung angeboten, die nie trocken wirkt und das Lesen zum Vergnügen werden lässt. Das nachfolgende Zitat aus dem Werk macht sicher Appetit auf weitere Kost und kann gut Grundlage ausgiebiger Diskussionen sein: " Mit oder ohne Religion können sich gute Menschen anständig verhalten und schlechte Menschen Böses tun; doch damit Menschen guten Gewissens Böses tun, dafür braucht es die Religion(Steven Weinberg)." Wer politische Ereignisse richtig einschätzen will (erinnert sei z.B. an G. W. Bush, der nach eigenem Bekunden vorgibt, direkt von Gott geleitet zu werden), der darf auf das Lesen dieses Buches nicht verzichten.
Als Schönheitsfehler in "Abschied von der Bibel" sollen unkorrekte und inzwischen überholte Angaben im naturwissenschaftlichen Abschnitt des Buches nicht unerwähnt bleiben. Diese beeinträchtigen zwar in keiner Weise den Wert der vorhergenden Kapitel, stören aber den Gesamteindruck und müssen in einer Neuauflage unbedingt korrigiert werden.
|