Kundenmeinungen
Populisten auf Publikumsfang, 15. Oktober 2008
Alle rund um Kunst Beteiligten wie Sammler, Künstler, Vernissagebesucher, Museen oder Galeristen werden der Reihe nach wie in einem hektisch geschnittenen MTV-Beitrag inhaltslos aneinandergereiht. Und regelmäßig markige Sprüche und beleidigende Phrasen.Dabei wird jeder Schlapphut zur Imagemache erklärt, jeder Fleck am Atelierboden als für das dumme Sammlervolk inszeniert erklärt. Die Autoren scheinen Rezipienten von Kunst gar nicht zu kennen, nur arme Affen oder zur Vernissage geschleppte Überlebende. Wie trotzige Kinder wüten sie ohne zu artikulieren was sie denn so gerne hätten. Sie verwenden Begriffe wie gute und schlechte Kunst ohne je zu erklären was sie darunter verstehen. Das ist der Hauptwitz an diesem Buch. Wenn die Autoren so dringend etwas von Kunst brauchen, dass sie es so verzweifelt zu bekommen versucht haben - warum definieren sie nicht einmal was "das" ist. Was ist den ihre gute Kunst? Auch ein Spaß für sich: Plump ist von moderner Kunst die Rede obwohl wir sogar die Postmoderne schon hinter uns haben. Die Autoren spannen ihren Reigen aber bis zur Drucklegung.Unfreiwillig komisch wenn die Autoren mit ihrer Kritik an Kunstkritik ihr eigens Buch so trefflich beschreiben. Ich zitiere: "Die Enttäuschung ist unvermeidlich. Statt sachlicher Beschreibung oder nachvollziehbarer, kritischer Analyse herrscht ein manchmal poetischer, manchmal metaphysischer Singsang vor, ergänzt von wirren Psychogrammen der besprochenen Künstler."Auch nicht schlecht: "Ironie bedeutet heute überhaupt nichts mehr, höchstens den Willen zur intellektuellen und künstlerischen Beliebigkeit und Unernsthaftigkeit. Ironie ist Feigheit."Besser kann ich dieses Buch nicht beschreiben als die Autoren mit diesen Sätzen.
Inhalt hat nicht viel mit dem Titel zu tun, 27. April 2008
Wer der Meinung ist, ein Buch zu finden in dem erklärt wird, wie sich gute von schlechter Kunst unterscheidet wird leider enttäuscht. Es ist vielmehr ein Rundblick über die Kunstszene und die Gepflogenheiten des Kunstmaktes.Von einer Gebrauchsanweisung kann genauso wenig die Rede sein, wie von einem Ratgeber. Es geht hier nicht um Kunst, sondern offenbar um eine Abrechnung mit der gesamten Szene. Weder für Kunsteinsteiger noch für -fortgeschrittene geeignet.
Für jeden Kunstinteressenten ein MUSS!, 28. August 2007
Eine amüsant kritische Auseinandersetzung mit der Kunstszene. Sehr unterhaltsam und sehr informativ.Wer sich als Kunstkenner bezeichnet, sollte dieses Buch undbedingt gelesen haben, denn es schaut hinter die Kulissen.Also viel Spaß beim Lesen!
Lustig wie RTL, 29. Juli 2007
Nach dem Motto 'das Fragmentarische ist Trumpf' (S.238) ist ein ziemlich eitles Sammelsurium von schlauen bis pfiffigen Sprüchen und Querverbindungen entstanden. Eine Abrechnung mit der gängigen Kunstkritik? -Leider gefangen im gängigen Raster der Zitatenlust (mit deutlichem Beigeschmack einer gescheiterten Selbstinszenierung)...Schließlich schieben es die Verfasser auf die MAGIE, die aus Gerümpel KUNST macht. - Bei Büchern ist das wohl die Werbung. Kunst und Konsum - - - alles ein Matsch!
Brilliante Kombination aus Sachbuch und Satire, 14. Juli 2007
Saehrendt und Kittl ist eine brilliante Kombination von überaus humorvoller Satire und Sachbuch gelungen. Wer einen unterhaltsamen Einblick in die moderne Kunstszene haben möchte, ist mit dem Buch gut bedient. Ergänzt werden die Texte durch witzige Cartoons, u.a. von Til Mette und Martin Perscheid. Auf jeden Fall kann man nach Genuss des Buches künftig auf jeder Vernissage mit fachkundigen Kommentaren dokumentieren, dass man "dazu gehört"!
|