Kundenmeinungen
zeigt den richtigen Weg, 23. März 2008
Aus pädagogischer Sicht ist das Buch differenziert zu bewerten. Für ältere Lehrkräfte ist es sicherlich ein Paukenschlag, der die Augen für sinnvolles Lernen öffnet, doch für angehende Lehrer sind die meisten Thesen nur zu gut bekannt. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, da das Buch so nie langweilig wird, doch sich selbst stellt sich Herr Spitzer leider zu oft in den Mittelpunkt und profiliert sich stellenweise mit überflüssigem Fachchargon. Außerdem wird oft sehr stark idealisiert. So versucht der Epilog doch sehr stark zu indoktrinieren und auch Computer sind nicht immer überflüssig im Klassenzimmer. So kann zumindest auch der Lehrer schnell etwas nachschauen und Leseprogramme wie Antolin erfordern einfach Computereinsatz. Dennoch sehr interessant zu lesen und zugleich auch beängstigend. Trotz der Kritik empfehlenswert
Weiter Spagat , 22. Dezember 2007
Manfred Spitzer versucht in diesem Buch die Verbindung von abstrakter Hirnforschung zum Lernen zu ziehen. Beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, wer eigentlich die Zielgruppe für diese Buch ist: 1. könnten das Eltern sein, die wollen, das ihr Kind besser lernt - die bekommen aber zu wenig konkrete Tipps. 2. Politiker die für die Schulgesetzgebung verantwortlich sind - für die wird es wohl zu lang sein. 3. Lehrer - die werden es wohl nicht lesen, denn dann würden die meisten merken, dass sie gänzlich am falschen Ort sind.Das Buch hat geniale Momente, gleitet aber immer wieder in langen Versuchsbeschreibungen ab, die für die Erkenntnis des Lesers nicht von großem Nutzen sind. 200 Seiten kürzen und es würde von mir 5 Sterne geben.
Spitze!, 17. Mai 2007
Manfred Spitzers Schreibstil hat mich schon in anderen Werken beeindruckt. Er schreibt anschaulich, bringt Beispiele und kann sogar noch zum Schmunzeln bringen. Er zeigt, wie Lernen sein sollte: Mit Spaß und ohne das Gefühl eines Zwangs, der ohnehin nicht nötig ist, da wir ja sowieso ständig lernen. Lediglich die Beweggründe des Lernens machen hier die Musik. Während ein Kind sich Sammelkarten wie Pokemon oder Yu Gi Oh merken kann, hat es Probleme mit dem Einmaleins. Als Referendar bot das Buch für mich sehr interessante und wichtige Erkenntnisse über das Lernen, nicht nur das der Schüler, sondern auch mein eigenes.Die gewonnenen Erkenntnisse und die neuen Möglichkeiten, bereits vorhandenes Wissen auszudrücken, werden mir hoffentlich in meinem Alltag helfen.Das Buch ist absolut empfehlenswert für alle, die fernab der stautrockenen Theorie auf hohem Niveau etwas über das Lernen lernen wollen. Noch dazu ist der Preis mehr als angemessen.
wow , 26. April 2007
Endlich mal ein Fachbuch das man wirklich versteht,sehr witzig geschrieben.Und wenn man könnte und hätte die Zeit würde man es in einem durchlesen.Ich bin total begeistert.Toll das es solch begabte Menschen gibt.
Spitzer zeigt, was Neuro-Pädagogik sein könnte!, 24. Februar 2007
Dieses Buch ist im Spektrum-Verlag erschienen, der meines erachtens beste Verlag für wissenschaftliche Fachbücher (zumindest im Bereich Psychologie/Hirnforschung), und unter allen Verlagen derjenige mit den anspruchsvollsten populärwissenschaftlichen Publikationen. Zu letzteren zählt auch Manfred Spitzers Werk "Lernen", dass sich sowohl an Professionelle (Psychologen, Pädagogen, Lehrer, u.a...) wie an Laien richtet. Ich habe es nach "Geist im Netz" und "Nervensachen" gelesen; "Lernen" erhebt deutlich mehr Anspruch als "Nervensachen", bleibt aber näher am nicht-fachkundigen Publikum als "Geist im Netz". Auch in "Lernen" legt der Autor Wert darauf, die von ihm vorgestellten Sachverhalte immer mit Rückgriff auf besonders exemplarische und aussagekräftige Experimente zu durchleuchten. Kernaussage des Buches ist, dass Lernen ein im wörtlichen Sinne universeller Prozess des Lebens ist, da das Gehirn gar nicht anders kann, als fortwährend Erfahrungen zu sammeln, zu speichern und auf Regelhaftigkeit hin zu analysieren. Die ersten Kapitel beginnen mit den grundlegenden Funktionen der Nervenzellen, und das Buch endet mit den letzten (höherstufigen) Themen der Werte- und Sinnfindung. Auf jeder Ebene der Darstellung des Gehirns und seiner Prozesse wird Bezug genommen auf die Relevanz der Ergebnisse für den Lern- und Lehralltag, für Erziehung und Didaktik.Das Buch ist sowohl für Laien als auch für das Fachpublikum interessant. Spitzers Stil ist wie immer flüssig, und auch wer schon einige Publikationen von Spitzer kennt, kann daran seine Freude haben. Für mich ist es die bislang beste Darstellung dessen, was Neuro-Pädagogik sein könnte. Dass Spitzer, wie immer, hier und da die Gelegenheit nutzt, seine eigenen Erziehungs- und Medienpolitischen Standpunkte zu propagieren, schmälert den Reiz des Buches nicht.
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