Kundenmeinungen
Gute Übungen von extrem nerviger Gesangslehrerin, 3. November 2007
Also die Frau Ploog ist ja bestimmt eine gute Sängerin und Lehrerin, und ich kann kein Urteil über sie als Mensch fällen - aber ihre Übungs-CD ruft Agressionen hervor. Übertrieben locker und kumpelhaft versucht sie den autodidaktischen Gesangsschüler zu motivieren, und nachdem sie die Übung vorgestellt hat kommt die unerträgliche, in viel zu hohe Tonlagen verrutschte Aufforderung: "Und jetzt duuu!" Dachte Frau Ploog die Zielgruppe sind Sechsjährige? Alsolut unangemessen und unprofessionell.
Die Übungen sind, wenn man sie denn regelmäßig macht, bestimmt effektiv, wenngleich es zunächst oft nicht recht verständlich ist, wie sie auszuführen sind. ("Anfangston e = A-DUR-Akkord abwärts mit BLA[..] Der Partykeller nur einfach[..] ab mittlerem Umschaltpunkt abwärts mit BLU...")
Die Anatomie-Erklärungen und allgemeinen Hinweise sind nicht schlecht, nur der Esoterik-Teil ist wohl nicht jedermanns Sache, je nach Stand von Sonne und Mond bei meiner Geburt soll ich ein Solartyp = Zwerchfellimpuls einwärts sein oder ein Lunartyp = Zwerchfellimpuls auswärts...
Fazit: Ich habe "Voicecoaching" bei Ebay verscheuert für klägliche 2,59 EUR, und dafür "Powervoice" von Andres Balhorn gekauft. Und das ist sehr viel symphatischer und professioneller.
Super Buch, gleichermaßen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis!, 10. September 2007
Zuerst muss ich sagen, dass ich von diesem Buch begeistert bin! Ich habe Gesang studiert und viel Erfahrung mit Gesangslehrern und -techniken gesammelt, so dass ich mich in der Lage sehe, die Qualität dieses Buches objektiv und professionell zu bewerten.
Bevor ich mir die Cd angehört habe, habe ich natürlich die ersten Seiten des Buches über grundsätzliche Dinge gelesen. Denn für mich ist es selbstverständlich, dass ich nicht nur einfach die Übungs-Cd abspiele, sondern auch das Buch dazu lese, damit ich verstehe, was die verschiedenen Übungen erreichen sollen, worauf es ankommt und worauf man achten muss. Das würde ich auch jedem/jeder Sänger/Sängerin oder denen, die es werden wollen, empfehlen. Denn als Sänger ist es wichtig, sein Instrument, das Stimmorgan, zu kennen und verstehen zu lernen. Die Autorin erklärt mit sehr einfachen und auch für Anfänger leicht verständlichen Worten, worum es bei den Grundlagen geht. Als Hilfestellung gibt es auch einige Bilder, die das Ganze sehr schön veranschaulichen. Frau Ploog ist es offensichtlich wichtig, dass man als Leser/Schüler seine eigenen Stimme und Individualität erhält und fördert, anstatt sie zu verfälschen. Dies ist meines Erachtens sehr wichtig, denn wer möchte schon klingen wie jemand anderes und seine eigene Stimmpersönlichkeit verlieren?
Zum Aufbau des Buches: Die Grundlagen bilden ein hervorragendes Fundament, um dann mit den Übungen fortzufahren. Diese sind wunderbar aufgebaut und geben jedem die Möglichkeit, in seinem ganz persönlichen Umfang zu arbeiten. Begonnen wird mit Atemübungen, die man mit Frau Ploogs Hilfe kinderleicht seinem eigenen Leistungsstand anpassen kann. Darauf folgen dann Aufbau-Übungen, die man ebenso zum Einsingen sowie zur Verbesserung der eigenen Technik nutzen kann. Schließlich dann noch Übungen für Profis, die einen anderen Schwierigkeitsgrad haben (darauf weist die Autorin auch explizit hin) und abschließend noch Hilfestellungen zur Stilistik, Interpretation und grundlegende Tipps. Auf den letzten Seiten des Buches wird detailliert auf die Anatomie des Stimmorgans eingegangen.
Während der ganzen Übungen fühlt man sich nicht gezwungen, mit ganz viel Druck so hoch oder so tief wie möglich kommen zu müssen. Frau Ploog schafft es, dass man sein eigenes Potenzial entdecken, ausprobieren und schulen kann, ohne Versagensängste oder Druck aufzubauen. Sie führt den Schüler sanft und dennoch zielstrebig an sein eigenes Instrument heran, um so beste Resultate zu erzielen. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich schon nach kürzester Zeit durch das Arbeiten mit ihrem Buch an Umfang gewonnen habe. Und das, obwohl ich jahrelang bei so genannten "top" Dozenten Unterricht gehabt habe.
Gesangsanfängern würde ich raten, zusätzlich zu dem Buch noch Unterricht bei einem ihnen sympathischen Lehrer zu nehmen, um das Gefühl für die eigene Stimme schneller entwickeln zu können. Gleich auf Seite neun des Buches gibt Frau Ploog sehr wertvolle Hilfestellungen für das Suchen und Finden des "passenden" Gesangsdozenten.
Alles in allem bin ich der Meinung, dass dieses Buch das zurzeit beste auf dem Markt ist.
Frau Ploog gibt jedem, der dieses Buch erwirbt, wunderbare Grundlagen, Hilfestellungen und auch fortgeschrittenen, professionellen Sängern und Sängerinnen effektive Übungen und wertvolles Wissen mit auf den Weg.
Wenn man offen und positiv der eigenen Stimme und dem Gesang gegenübertritt, ist es meiner Meinung nach möglich, mit diesem Buch in Kombination mit der Cd beste und sehr zufrieden stellende Resultate zu erzielen.
Fazit: große Enttäuschung, 14. August 2007
Ich habe mir das Buch vor einem Jahr gekauft und war damals sehr motiviert meinen Gesang zu verbessern.
Doch der manchmal doch sehr eigenartige Schreibstil hat mich ziemlich demotiviert. Für mich waren manche Ausführungen auch sehr unverständlich. Nachdem ich es damals durchgearbeitet hatte und ein paar Mal die CD eingelegt habe, hatte ich einfach keine Lust mehr, die Art von Frau Ploog zu ertragen.
Glücklicherweise bin ich dann auf die DVD Zen of Screaming gestoßen. Ich habe mir diese DVD extra aus Amerika bestellt und ich muss sagen, dass ich endlich verstehe, was Frau Ploog da eigentlich meint. Obwohl ich nicht gerade die besten Englischkenntnisse besitze, habe ich im Gegensatz zur deutschsprachigen Frau Ploog verstanden, was man mir beibringen will.
Die Übungen von Zen of Screaming sind um Welten einfacher zu verstehen und man macht die Dinge richtig, ohne dass man genau die Anatomie des Stimmorgans kennen muss.
Erklärungen wie der "Imaginationspunkt" sind für einen Anfänger so abstrakt, dass er sofort abgeschreckt wird. Melissa Cross, die Gesangslehrerin von Zen of Screaming, kommt ganz ohne diese Abstraktionsebene aus. Sie hat eine Übung Namens "Above the Pencil", die sehr leicht verständlich ist.
Frau Ploog neigt zu denken, dass Sätze wie "Schon seit langer Zeit ging ich damit schwanger, ein Buch über Gesangstechnik zu schreiben." cool wirken.
Als ich diesen Satz gelesen habe(und es war der erste im Buch!) habe ich schon eine gewisse Distanz zwischen Frau Ploog und mir erkannt.
Ich habe bereits andere Bücher über die verschiedensten Themen gelesen und meist habe ich mich vom Autor angesprochen gefühlt. Bei diesem Buch denkt man jedoch, dass Frau Ploog vor sich hin predigt und nicht auf den Leser eingeht.
"Ich habe so manchen Fachmann mit meiner "Pseudobruststimme" aufs Glatteis geführt" ...schön für Sie Frau Ploog ...
"Studenten, die bei mir 13 Stunden Gesangstechnik hatten (davon nahm diese Atemtechnik außer in der ersten Stunde ca. zehn Minuten in Anspruch) unterzogen sich einem Test. Ergebnis: Ihre Atemtechnik entsprach dem Ergebnis von dort getesteten Klassikstudenten des fünften Gesangssemesters." ...klar Frau Ploog ... sie sind halt die beste....
"Ich kann diese Übung stundelang praktizieren ohne dass ich nach Luft schnappen muss" ...wenn sie mich gefragt hätten, hätte ich es auch geraten ...
Die Versuche den Leser zu motivieren scheitern meines Erachtens kläglich. Schlussendlich habe ich mich doch gefragt, wie es Frau Ploog geschafft hat, doch noch auf beachtliche 116 Seiten zu kommen. Von dieser Sicht aus betrachtet, muss ich sagen, dass Frau Ploog beachtliches geleistet hat, denn dasselbe Problem hatte ich früher bei einer Facharbeit über die Nachkriegsliteratur auch(Leider war es mir nicht gestattet so viele, schöne Bildchen einzufügen).
Prädikat: wenig empfehlenswert, 6. Juni 2007
Im Rahmen meiner Jazz- und Populargesangs - Pädagogik-Ausbildung durfte/musste ich dieses Buch kritisch durchleuchten und mit dem Wissen, das ich mir während meines Studiums angeeignet habe, vergleichen. Meine Erkenntnisse würde ich hier gerne teilen (natürlich sind dies sehr subjektive Eindrücke):
Gut gefallen hat mir der Aufbau des Buches, vor allem das Kapitel über die Anatomie des Stimmorganes, weil es besonders für Einsteiger sehr übersichtlich und doch nicht zu detailiert geschildert ist. Auch das Konzept mit der Übungs-CD halte ich für sehr gelungen, auch wenn ich die Durchführung nicht unbedingt gutheißen kann.
Die Einteilung in Schwierigkeitsgrade, statt in (aus der Klassik bekannte) Stimmregister halte ich für sehr problematisch, da diese Einteilung bei unerfahrenen Schülern, die an das Instrument Stimme ohne Betreuung durch einen Gesangspädagogen herangehen, zu sportlichen Höchstleistungen anregen könnte, die dem Stimmorgan mehr Schaden als Nützen. Besonders Anfänger, die ihr Instrument und dessen Leistungsfähigkeit erst einschätzen lernen müssen, könnten über ihre anatomischen Gegebenheiten hinaustrainieren.
Hinzukommt, dass man bei der Autorin, Frau Karin Ploog, ihre klassische Ausbildung bei der Interpretation von Jazz- und Popmusik deutlich hört (nachzuhören auf ihrer Homepage). Gewiss hat Frau Ploog Ahnung vom Singen, bestimmt kann sie auch hervorragend mit ihrer Stimme umgehen und, soweit man das anhand eines Buches beurteilen kann, wahrscheinlich ist sie auch eine gute Lehrerin - aber doch eher im Musical oder in der Klassik. Man sollte die Liebe zur oder das "Kennen von Jazz- und Popularmusik" nicht mit Können verwechseln.
Ich halte das Buch für wirklich ambitionierte, wiss- und lernbegierige Schüler in der Jazz- und Popularmusik leider für wenig empfehlenswert.
bestes Buch am derzeitigen Markt in dieser Branche, 8. Mai 2007
Mit diesem Buch kann man wirklich was anfangen, vorrausgesetzt, man will auch wirklich was mit seiner Stimme machen. Natürlich nicht an einem Tag, was ich anfangs auch wollte, aber wenn man sich Zeit lässt, kann man alles toll und super trainieren mit diesem Buch wie:
Atemstütze
Resonanzräume
Zungenbeweglichkeit
in die Höhe singen
gesund singen
richtig interpretieren
usw...
Auf jeden Fall empfehlenswert!
|