Kundenmeinungen
kein Kinderbuch! alptraumhaft und brutal, 4. Februar 2008
Ich mochte die ersten beiden Bände wirklich gerne und habe mit Spannung den letzten Band erwartet. Aber der hatte so gar nichts mit dem phanthasie- und liebevollen Vorgängern gemein. In diese veränderte Welt möchte ich nicht mehr abtauchen. Das Buch macht mich traurig und am Ende sogar wütend. Zu sehr handelt es von den Ängsten udn Schwächen seiner Personen, zu wenig hat es Sinn für die schönen Dinge, für das Fremde dieser Welt.
Mo verwandelt sich mehr und mehr zum mordlustigen Räuber, Roxanne trauert um ihren Mann, Fenoglio hadert mit sich und schreibt nicht mehr, fängt an zu trinken, Elinor zickt mit Darius. Und wann immer ein Hoffnungsschimmer aufkeimt wird er alsbald wieder zunichte gemacht.
Mord, Tod, Blut, Verfall, Krankheit, Hass, Trauer, Wut, Verrat diese Worte bilden scheinbar das Hauptvokabular in diesem Teil.
Neben diesen sehr eindrucksvoll und bildhaft beschriebenen Gefühlen, gibt sich die Autorin noch einer anderen Thematik mehr als ausreichend hin - Fenoglios Schreibblockade und als Gegenpart Orpheus Schreibwut, die mehr zerstört als entstehen lässt. Sehr reizvolles Thema, wenn man selbst einen Roman schreiben möchte und diesen zu einem inhaltlich widerspruchsfreien und wohlformulierten Meisterstück perfektionieren wöllte. Aber meiner Meinung nach völlig fehl am Platz in einem Kinderbuch!
Nich der beste Teil, 25. Januar 2008
Nach dem guten Band 2 folgt der weniger gute Band 3. Manchmal kamen Wendungen so plötzlich, dass man gar nicht wusste warum sie eigentlich kamen? Zu viele Personen nehmen darin teil, man kommt leicht durcheinander. Gegen Mitte des Buches wird es interessant. Was gegen Ende wieder nachlässt. Ein überschätztes Buch, mit gelungener Handlung (mit Ausnahmen), aber mit flachen Charakteren. Es wird nur beschrieben wie sie mal waren usw. Ich aber hätte gerne gewusst wie die Personen jetzt sind. Schade, aber trotzdem eine gute Idee.
Gelungener Abschluß der Saga, 23. Januar 2008
Nicht zu unrecht wird Cornelia Funke als die deutsche J. K. Rowling bezeichnet. Sie entwirft auch in diesem Band eine komplexe Fantasy-Welt, die sehr anschaulich beschrieben wird und in der die Handlungsfäden aus den ersten beiden Bänden konsequent zu Ende geführt werden. Um das volle Lesevergnügen zu haben, sollte man diese beiden Bände allerdings auch gelesen haben, um alle Bezüge herstellen zu können.
"Tintentod" ist, ähnlich wie seine Vorgänger, wieder ein Band über das Bücherschreiben und die eigenen Realitäten der Geschichten geworden, in welcher aber die herbeigeschriebenen Erzählungen und Figuren beileibe nicht immer so agieren, wie man sich das vorstellt. Das muss auch Fenoglio feststellen, der eigentlich nicht mehr schreiben will, seitdem er den Reinfall mit Cosimo erlebt hat. An seiner Stelle schreibt Orpheus und übernimmt an weiten Strecken die Regie über die Handlung. Auch sonst sieht es in Ombra, der Stadt der Tintenwelt, düster aus: der Natternkopf herrscht und nur der schwarze Prinz, der Eichelhäher und seine Bande leisten auf eher verlorenem Posten Widerstand... Aber auch Meggie, Mo, Resa, Elinor und Darius und ihre Schicksale sind wieder in die Handlung mit einverwoben.
Die Sprache von Cornelia Funke ist bildhaft und anschaulich wie immer, vermag den Leser zu fesseln und entfaltet oft einen ganz eigenen Zauber. Die Geschichte steckt voll überraschender Wendungen und nimmt oft einen ganz anderen Weg als vermutet.
Zwei kleine Kritikpunkte habe ich dennoch: Einerseits werden mir manche Sachen einfach zu ausführlich erklärt... die Handlung setzt erst richtig nach etwa 300 Seiten ein, ist aber ab da dann spannend zu lesen. Andereseits erscheinen mir manche Szenen etwas zu blutrünstig für Kinder, an die sich die Lektüre ja auch richtet.
Nichtsdestotrotz bleibt die Tintenherz-, -blut und -tod Trilogie einfach das Beste, was aus deutschsprachiger Richtung an Fantasy in den letzten Jahren gekommen ist, darum auch souverän die Bestnote.
Um Gottes willen, 18. Januar 2008
Eigentlich sollte und dürfte ich keine Rezension schreiben, denn ich habe "Tintentod" nicht zu Ende gelesen. Aber gerade dieses Faktum drängt mich, meine Meinung mitzuteilen.
"Tintenherz" war gigantisch, prägnant und fantasievoll.
"Tintenblut" war gleichermaßen das selbe, fantasievoll und langatmig.
"Tintentod" ist einfach nur grausig.
Zu Beginn empfand ich die gezogenen Vergleiche, die eine Situation beschrieben, einfach nur schön und gedankenreich.
Jedoch kommt Frau Funke bei "Tintentod" aus dem Vergleicheziehen und Situationsschwelgerei nicht mehr hinaus.
Ich empfand das lesen aller Bände immer als sehr stockend. Als wolle jemand meine Gedanken in die Gegenwart zurück ziehen und mich nicht abdriften lassen - was das Lesen eines Buches doch gerade ausmacht. Einfach die Zeit vergessen und genießen. Bei Tintenherz ist das gelungen, bei Tintenblut fand ich das schon schwieriger.
Aber "Tintentod" ist eine Tortour. Frau Funke kann keine Handlung vergehen lassen, ohne das die Charaktere in Erinnerungen schwelgen. Vielleicht ist Band 3 auch nur für Menschen geschrieben, die ein Kurzzeitgedächtnis besitzen und immer wieder die Situationen aus den vorherigen Büchern vor Augen gehalten bekommen müssen.
Ich für meinen Teil finde dies aber sehr ermüdend und nimmt den Spaß am Lesen.
Wenn alle drei Bücher verfilmt werden sollten, werde ich mir die Filme dazu anschauen. Aber ich werde "Tintentod" nicht zu Ende lesen - dafür warten noch zu viele spannende und fesselnde Bücher auf mich.
na... ja, 12. Januar 2008
Ich bin 13 Jahre alt und liebe eigentlich die Bücher von Cornelia Funke und sie haben auch in meinem Büchergestell einen besonderen Platz bekommen, aber diesen letzten Band der Tintenwelt habe ich bis jetzt noch nicht einmal fertiggelesen. Ich finde ihre wunderbare Wortwahl wirklich ausgezeichnet und auch die Idee mit der Tintenwelt, doch ich habe bei jedem der drei Bände, und vor allem bei diesem, eine Pause gemacht, weil ich halb eingeschlafen bin vom lesen. Dazwischen habe ich ein anderes Buch gelesen und probierte es dann noch mal und quälte mich dann mit den nächsten Seiten ab. Es lohnt sich dann aber doch, denn erst im zweiten Teil wird es dann richtig spannend und man kann nicht mehr aufhören. Deshalb, und wegen der schönen Sprache von Cornelia Funke, gebe ich 3 Sterne.
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