Kundenmeinungen
Buch und Film toll; Dieses Hörspiel: Altbacken und gekünstelt, 27. Oktober 2007
Die Geschichten von Michel aus Lönneberga sind als Buch und im Film hervorragend, lustig und unterhaltsam für Kinder und Erwachsene. Diese Hörspiel-CD dagegen ist leider altbacken und die Charaktere durch die übertrieben gekünstelte Sprache verunstaltet. Schade ... schade ... schade.
Bauernleben - für Kinder, 8. April 2007
Man muss wohl gegenüber Erwachsenen immer wieder betonen, dass es sich um ein Kinderbuch handelt. Bei Kinderbüchern geht es eben darum, die Welt so zu beschreiben, dass es der Wahrnehmung und Vorstellungskraft der Kinder gerecht wird. Kurz - ein Kinderbuchautor muss sich in ein Kind einfühlen können, und gerade dafür wurde Astrid Lingred zu recht weltberühmt. Wenn dem Kind (welches sich in Michel einfühlt) die Gemeinderatspräsidentschaft in Aussicht gestellt wird, so denkt es dabei wohl nicht mit Vorfreude an eine etwaige politsche Macht, sondern bemerkt die Gerechtigkeit, dass es über den Vater hinauswachsen wird, obwohl dieser stets immer nur das Schlechte in einem gesehen hat. Davon, das Michel wie sein Vater werden wird, kann keine Rede sein. Sein Vater ist eben nicht geschäftstüchtig sondern einfach nur geizig - ein Charakterzug der bei Michel nicht vorhanden ist.
Die zukünftige Berufsaussicht Bildhauer oder Kunstschnitzer als Anlehung an seine vielen Männchen wäre wirklich zu platt gewesen! ;-)
Im Übrigen gibt es für Kinder, die sich nicht nur noch mit TV und PC beschäftigen, nichts Schöneres, als die Vorstellung auf einem Bauernhof spielen (oder vielleicht sogar aufwachsen) zu können.
Bauernleben, 12. Februar 2007
Eine wirkliche Handlung haben die Michel-Buecher nicht, sie schildern einfach das Leben eines Bauernjungen im Småland des fruehen 20. Jahrhunderts.
Eigentlich heisst Michel "Emil". Aber der Originalname durfte nicht beibehalten werden, da der Oetinger Verlag Erich Kästners Emil keine Konkurrenz machen wollte! Aber "Michel" ist auch gut...
Michel lebt zusammen mit seinem Vater Anton, Mutter Alma, Knecht Alfred und Magd Lina auf einem bauernhof, und da auch Astrid Lindgren auf einem Bauernhof in Småland aufwuchs, duerfen wir annehmen, dass sie hier - genau wie in "Madita" und den Bullerby-Kindern - ihre Kindheitserinnerungen verarbeitet.
Michels Vater - streng religiös, Abstinenzler, verbietet das Fluchen und ist ein Geizkragen - entspricht damit uebrigens genau dem Klischee des Småländers. Michels Mutter vergöttert ihren einzigen Sohn ("Er ist ein netter kleiner Junge").
Und eigentlich IST Michel das auch - er heckt im Grunde keine fiesen Streiche aus, sondern hat immer gute Absichten, nur haben seine Aktionen meistens nicht die erhofften Folgen!
Michel wird, genau wie Pippi Langstrumpf, sogar schon von der Pädagogik-Literatur benutzt - es wird die Frage gestellt, ob Pippi und Michel vielleicht an ADS gelitten haben oder hyperaktiv waren!
Was mir gelegentlich unsympathisch ist - man sieht schon beim kleinen Michel, dass er trotz aller Streiche zum Ebenbild des bigotten Vaters heranwachsen wird. Immerhin ist er schon als Junge "geschäftstuechtig" und wird später einmal "Gemeinderatspräsident", was in dem Buch anscheinend schon fast einem Ritterschlag gleichkommt! Daher ein Stern Abzug.
Mein 8jähriger Sohn hatte viel Spaß beim Lesen, 31. Januar 2006
Ich finde dieses Buch einfach toll. Da mein Sohn zwar ein guter Leser, aber trotzdem sehr lesefaul ist, habe ich, da ich mich an die lustigen Geschichten des kleinen Michel noch erinnern konnte, dieses Buch gekauft. Ihn dabei zu beobachten, ob alleine leise oder gemeinsam laut gelesen, war einfach toll. Man sah seinen Gesichtsausrücken genau an, was Michel gerade durchlebte. Beim Alleinelesen war es immer so: Er saß gespannt vor seinem Buch, lachte dann herzhaft auf und kam dann ganz aufgeregt zu mir und las mir das, was ihn so zum Lachen gebracht hatte wieder vor. So hatte das Leiselesen einen ganz tollen Nebeneffekt. Um mich an Michels Streiche teilhaben zu lassen, hat er viele Stücke im Buch 2x gelesen.
Regt auch lesefaule Kinder zum Lesen an!!!!! Kann ich nur empfehlen.
Der allerliebenswerteste Lausbub aller Zeiten, 19. Mai 2005
Michel ist ein kleiner Junge aus Loenneberga. Dort oben im hohen Norden, in Schweden, auf dem kleinen Dorf, wohnt er auf einem grossen Hof, zusammen mit seinen Eltern, dem strengen Vater und der Mutter, die den Michel oft vor dem Vater in Schutz nimmt - mit der kleinen Schwester Ida, die den Michel sehr bewundert, mit dem Knecht Alfred, der Michels bester Freund ist, mit der Magd Lina, die den Alfred gerne heiraten wuerde, was der aber nicht im Sinn hat, und mit der alten Groessa-Maja, die so schaurige Geschichten erzaehlen kann.
Michel kann wunderbar schnitzen, Holzmaennchen am allerliebsten. Und das tut er vor allem dann, wenn er wieder einmal etwas angestellt hat und dafuer vom Vater in den Schuppen gesperrt wurde. Dann brummelt Michel vor sich hin und schnitzt, und das kommt so oft vor, dass sich bereits eine ansehliche Sammlung von Holzfiguren im Schuppen befindet. Dabei ist Michel gar nicht mit Absicht unartig, nein, es passiert einfach so. Da schuettet man doch bloss Wasser in die Stiefel des Vaters, um herauszufinden, ob die Stiefel auch wirklich wasserdicht sind,... oder man will mit der Mausefalle doch in Wirklichkeit die Maus fangen, und nicht den Zeh des Vaters,... auch beim Ausschlecken der Suppenschuessel war es doch nicht geplant, dass die Schuessel danach vom Kopf nicht mehr herunterkommen wuerde... und so passiert es eben, Michel meint es eigentlich immer gut, ist ein froehlicher, experimentierfreudiger Junge, und schon hat er wieder etwas angestellt. Zum Glueck beruhigt sich der Vater aber rasch wieder und Michel darf hinaus aus dem Schuppen - bis zum naechsten Streich. Abends sitzt dann die Mutter noch lange wach, und notiert die vielen Streiche ihres kleinen Jungen. Diese Gesamtausgabe beinhaltet nun all die vielen herrlichen kleinen Geschichten vom Michel, die Geschichte von der Suppenschuessel, die von der Speisung der Armen, die Geschichte von Klein-Ida an der Fahnenstange, und die Geschichte vom grossen Wurstfest. Dieses Buch ist eines der allerliebsten Kinderbuecher ueber Streiche und Versoehnung und Aerger und Gut-Meinen und ueber die Hoefe in Schweden. Zum Vorlesen ab 4 Jahren, wuerde ich sagen, und spannend und lustig bis mindestens 11 Jahre, aber ich finde, dass auch Erwachsene ihre helle Freude an diesem Buch haben koennen.
|