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Marianne Wischmann: Gruselkabinett 21 - Der Hexenfluch

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Gruselkabinett 21 - Der Hexenfluch

Marianne Wischmann

Titania Medien / SPV

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Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Tiefpunkt der Reihe, 9. November 2007

Jeder weiß, was ein Füllsel ist. Diese Hörspielfolge ist eines. Die Geschichte ist nicht langweilig, nein: sie ist nervtötend. Daran haben vor allem die beiden alten Damen Anteil, denen die Hexe in der Halloween-Nacht auf den Fersen ist. Ach was, von wegen auf den Fersen! Wenn es doch bloß so wäre! Nur ein bisschen Gerumpel und verhalltes Gerede und Gelächter, das ist alles. Unheimlich ist das nicht. Ich frage mich sowieso, warum Gespensterstimmen immer mit Hall wiedergegeben werden, egal wo sie zu hören sind. Als ob die immer in einer Kirche sprächen!
Die Auflösung am Schluss der Folge ist - sagen wir es freundlich: interessant. Von einem selbsternannten Gruselkabinett erwartet man allerdings anderes als zwei alte Frauen, die sich gegenseitig verrückt machen. Aber vom handfesten Grusel haben sich Titania Medien ja schon länger verabschiedet. Herausgekommen sind mehrere sehr schöne Hörspiele (Die Familie des Vampirs, Frankenstein, Dracula, Der Werwolf) und ein erschreckend großer Anteil mittelmäßiger oder gar schlechter Produktionen ("Die Blutbaronin" ist zum Gähnen. Und "Spuk in Hill House" habe ich bis heute nicht zuende gehört, weil die erste CD so schwach ist).


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  schwache Folge, 5. November 2007

Ich kann mich den euphorischen Rezensionen leider nicht anschließen. Für mich ist "Der Hexenfluch" der bislang schwächste Beitrag der ausgezeichneten "Gruselkabinett"-Reihe. Spannung und Atmosphäre kommen lediglich im ersten Track auf, der den mittelalterlichen Prolog zur 1962 angesiedelten Handlung bildet. Der Sprung in die Moderne ist in Ordnung, aber es folgt kaum ein Einfall, den es nicht schon hundertmal gegeben hat. Die "Gruselkabinett"-Reihe hat selten auf abgegriffene Horror-Klischees zurückgegriffen, hier gibt es sie gleich im Übermaß: anonyme Telefonanrufe, Schrecken, die sich als Spaß herausstellen, etc. Die beiden alten Damen werden zwar wunderbar von Marianne Wischmann und Edith Schneider gesprochen, aber auch diese Idee stammt direkt aus den 60ern, wo alternde Filmdiven sich in Horrorfilmen die Klinke in die Hand gaben, wobei der finale Twist gleich noch aus dem Film "Wiegenlied für eine Leiche" übernommen wurde (in dem übrigens ebenfalls Frau Wischmann ihre Stimme Olivia de Havilland lieh, die dort ähnliche Absichten verfolgte). Nicht zuletzt hat H.G. Francis in den 80ern mit dem Grusel-Hörspiel "Die tödliche Begegnung mit dem Werwolf" diese Konstellation unterhaltsam aufgearbeitet, so dass jetzt im Jahr 2007 das Ganze wie ein komplett alter Hut wirkt. Die Motivationen der Charaktere sind dabei schwach und unglaubwürdig. Einen wirklich erwachsenen Konflikt oder eine Beunruhigung jenseits der Oberfläche gibt es nicht, das Ganze wirkt eher wie ein für Kinder produzierter Gruselspaß. Das ist an sich ok, gehört aber nicht in eine Reihe anspruchsvoller Literatur-Bearbeitungen.
Das Positive: an der Sound- und Musik-Kulisse gibt es wie üblich nichts auszusetzen. Allerdings fallen die Nebensprecher im Vergleich zu den Damen Wischmann/Schneider stark ab. Zwischen Hörbuch/Hörspiel und Filmsynchronisation gibt es einen großen Unterschied.
Fazit: Einsteigern würde ich jede andere Folge des "Gruselkabinetts" empfehlen, denn hier ist weder Grusel noch Spannung vorhanden, lediglich eine abgegriffene Geschichte mit vorhersehbarer "Überraschungspointe", die von zwei großartigen Sprecherinnen gerade so gerettet wird (dafür und für den guten Sound 2 Sterne), wenn man nichts erwartet. An den hohen Qualitäts-Standard der Reihe kann der "Hexenfluch" aus meiner Sicht nicht anknüpfen. Schade.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Kurzweilige und lebendig umgesetzte Unterhaltung, 2. November 2007

Die Hörspielreihe Gruselkabinett von Titania Medien steht für klassisch-altmodische Gruselunterhaltung, die mit den Vorteilen moderner Hörspieltechnik aufwändig umgesetzt wird. Auch die einundzwanzigste Folge, Der Hexenfluch, ist eine solch klassische Schauergeschichte eine auf dem Scheiterhaufen verbrannte Hexe schwört Rache und sucht ihren Mörder und seine Nachkommen heim. Die Vorlage für diese Geschichte lieferte Per McGraup. Titania Medien hat dieses Hörspiel im Oktober 2007 pünktlich zum alljährigen Halloween-Spektakel, das zunehmend auch in Deutschland verbreitet ist, veröffentlicht.

Nur die Eingangssequenz dieser Erzählung spielt tatsächlich im 17. Jahrhundert sehr atmosphärisch umgesetzt! - , danach erfolgt ein Sprung in die 1960er Jahre. Ein ungewöhnlicher Schritt für die Gruselkabinett-Reihe, deren Folgen bislang alle weit in der Vergangenheit spielten. Die Zeitreise ins 20. Jahrhundert tut der Geschichte aber gut, sorgt für Abwechslung und lässt das Interesse des Hörers an der Reihe neu erwachen. Immerhin dürfte die Auswahl an alten Vorlagen trotz aller Vielfalt irgendwann erschöpft sein, ein kleiner Ausflug in die Moderne schadet also nicht.
Die Sprecherauswahl kann sich wieder einmal sehen lassen. Sehr überzeugend sind vor allem Marianne Wischmann als Abigail Harper und Edith Schneider als ihre Schwester Emily. Die beiden verkörpern das ältliche Schwesternduo, das sich öfters mal zankt, perfekt. Auch Effekte und Musikuntermalung sind von hoher Qualität, stimmungsvoll und passend.

Eine gute Stunde kurzweiliger und lebendig umgesetzter Unterhaltung, die dem Hörer wohlige Schauer über den Rücken jagt, ohne dabei wirklich erschreckend oder blutig zu sein tatsächlich hätte es ruhig ein noch etwas höherer Gruselfaktor sein können, wie er in der Anfangssequenz schön umgesetzt wurde. Für Fans der trashig-altmodischen Gespenster-Comics nahezu perfekt (obwohl dieses Hörbuch kein Trash ist!).


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Unglaublich genial - aber erstmal die anderen 20 hören ;-), 1. November 2007

Ich bin von Anfang an ein geneigter Hörer dieser Serie und meiner Meinung nach gab es noch nie eine unausgereifte Folge. Alle waren sehr durchdacht und mit Liebe zum Detail produziert. Wobei ich "Die Blutbaronin" und "Das Amulett der Mumie" etwas zu "grell" in dieser atmosphärischen Reihe finde, aber das steht auf einem anderen Blatt. ;-)

"Der Hexenfluch" ist mit 60 Minuten ein relativ kurzes Hörspiel dieser Serie, aber unbedingt zu empfehlen!!!! Allerdings möchte ich persönlich empfehlen, zuerst die anderen Hörspiele zu hören. Dies muß nicht chronologisch erfolgen, aber um die Einzigartigkeit des "Gruselkabinetts" begreifen zu können, sollte man die vertonten Literaturklassiker der vorangegangenen Jahrhunderte "erfühlen". Diese Dichte, diese Kunst gepaart mit den Stimmen Hollywoodstars bildet eine ganz eigene Symbiose... Ich selbst bin eigentlich ein Fan Gruselstories, die in der Neuzeit spielen und als ich "Carmilla" in den Händen hielt dachte ich "Och nöööö, so ein oller vertonter Schinken...", aber als die ersten Minuten des Hörspiels verstrichen, ließ ich mich in diese Zeit entführen - und war begeistert!!!! Dies genau ist der Grund, weshalb ich empfehle, "Der Hexenfluch" nicht zum Einstieg zu hören. Dieses Hörspiel ist wirklich genial, aber ohne die anderen vorangegangenen Hörspiele weiß man das vielleicht nicht in der Tiefe zu schätzen...


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Tolles Hörspiel mit den Stimmen von Doris Day und Olivia de Havilland!, 29. Oktober 2007

Auch nach dreihundert Jahren ist der Rachedurst der auf dem Scheiterhaufen verbrannten Hexe Katrina van Kampen nicht gestillt. In einer schaurigen Halloween-Nacht sind die letzten beiden Nachkommen ihres Hexenjägers das Ziel ihrer Rache. Hierbei handelt es sich um die beiden pensionierten Lehrerinnen Abigail und Emily Harper, die sich als Babysitter etwas verdienen. In dieser Nacht müssen sie auf die kleine Charlote Andrews aufpassen, als sie der Fluch der Hexe trifft.

Inhaltlich ist DER HEXENFLUCH nicht ganz so brillant, wie andere Folgen der Serie Gruselkabinett (wie z.b. DER WERWOLF) doch dieses kleine Manko wird durch eine überraschende Pointe und herausragende Sprecher wieder wettgemacht. Vor allem Marianne Wischmann und Edith Schneider ist es zu verdanken, dass man gebannt lauscht und stets die beiden großen Schauspielrinnen Doris Day und Olivia de Havilland vor Augen hat. Als leicht hysterische Emily ist Edith Schneider dabei ebenso überzeugend, wie Marianne Wischmann als abgeklärte Abigail. Gekonnt spielen sich die beiden die Dialoge zu und machen so mit auch diese Folge der preisgekrönten Serie zu einem echten Erlebnis.




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