Kundenmeinungen
Bram Stoker wäre begeistert, 16. Oktober 2007
Gruselkabinett 16 - 19
( Draculas Gast und Dracula 1 - 3 )
Meinung :
Zum Glück - aus der Sicht eines interessierten Hörers - durfte eine Titania Vertonung des berühmten Vampirs innerhalb der Gruselkabinett - Serie nicht fehlen.
Nun wird - und darf - man sich fragen, ob denn eine x-te Dracula-Vertonung noch nötig sei?
Circa 10 Vertonungen des berühmten Romans von Bram Stoker sind mir bekannt und ich gehe davon aus, dass es auch in der Zukunft wieder Interpretationen des Romans geben wird.
Was macht diesen Dracula besonders?
Zunächst ist er von Titania! Der Name Titania steht in der Hörspiel - Szene (ähnlich wie der Stempel "made in Germany") für exzellente Qualität.
Ein gravierender Unterschied zu anderen Produktionen ist die Tatsache, dass es erstmalig Draculas Gast als Hörspielumsetzung gibt.
Dabei handelt es sich um die Vorgeschichte und der ersten Begegnung zwischen Jonathan Harker und Dracula, noch ehe er in Rumänien eintrifft.
Diese Geschichte macht schon sehr deutlich, wie gerissen der Vampir ist und wie sehr er Dinge im Vorfeld plant.
Die eigentliche Dracula - Geschichte ist wahrscheinlich jedem bekannt, doch Titania erschafft hier wieder eine wunderbare Atmosphäre aus Sprache und Sound und bleibt dem Original dabei sehr treu.
Den leider verstorbenen Achim Höppner darf man als Dracula bewundern.
Ihn möchte ich aus den grandiosen Schauspielern besonders hervorheben, denn er ist der beste Dracula, den ich bislang hörte. Seine Spielkunst treibt dem Hörer tatsächlich einen Schauer über den Rücken, wenn er als Dracula agiert.
Fazit:
Zum heutigen Tag weiß ich nicht, ob und wie viele Umsetzungen es noch von Dracula als Hörspiel geben wird.
Aus meiner subjektiven Sicht ist aber eines sicher:
Es wird wirklich sehr schwer, die Umsetzung von Titania zu übertreffen.
Ohne Frage: 5 Sterne!
Dracula, 9. Oktober 2007
Die Sensation in diesem vierteiligen Hörspiel ist Achim Höppner als Graf Dracula. Zweifellos. Ungeheuerlich, wie der seine Stimme beherrscht noch bis in die kleinste Färbung hinein!
Auch das übrige Hörspiel ist glücklicherweise sehr schön gelungen: die Sprecher sind allesamt vorzüglich, die Musik sehr stimmungsvoll (auch wenn mal wieder nicht angegeben ist, wer die eigentlich komponiert hat) und auch die Dramaturgie ist mit sicherer Hand ausgeführt. Einzig die ermüdenden Briefwechsel in der Mitte des "Dracula" hätten durchaus ausgespart werden können, ohne der Buchvorlage Gewalt anzutun. Dass Miss Lucy gleich drei Heiratsanträge bekommt, mag ja erwähnenswert sein; dass die dann aber allesamt dialogisch aufbereitet werden, ist ein zähes Unternehmen, und spätestens beim zweiten Hören überspringt man einfach die entsprechenden Tracks. Und ja, das Ende! Da geht dann alles ein wenig schnell; man weiß nicht wie, eben waren sie noch in London, ein paar Sätze später jagen sie schon schwitzend über den Borgopass, dem flüchtenden Grafen in seiner Kiste nach. Der bekommt am Ende dann auch werkgetreu seinen Pfahl ins Herz und darf sich noch einmal stöhnend bemerkbar machen, bevor er endgültig zu Staub zerfällt. Ein letzter Satz wäre hier bestimmt nicht bloß Sterbekitsch gewesen...
P.S.: In der Sprechrolle des van Helsing hätte ich viel lieber Klaus-Dieter Klebsch gehört. Nach seinem Wahnsinnsauftritt als Frankensteins Geschöpf in "Frankenstein" hat er im "Dracula" allerdings nur eine winzige Rolle als Wirt. Schade.
Duzen geht gar nicht!, 15. Juni 2007
Vorneweg: Ich liebe den Roman und endlich gibt es mit dieser Ausgabe ein halbwegs gelungene Hörspielfassung. Sprecher und Musik sind sehr gut ausgewählt und die Sequenz am Borgos-Pass ist toll umgesetzt.
Gerade weil Einiges gut gelungen ist, ärgert mich ein Patzer ganz besonders. Wie schon bei anderen (schlechteren) Produktionen duzen sich Professor van Helsing und sein Schüler Dr. Seward! Das ist ein absoluter Atmosphärekiller und zeugt von mangelndem Fingerspitzengefühl des Drehbuchautors. Gerade die englischsprachige Romanvorlage lebt davon, wie respektvoll und wertschätzend die Protagonisten miteinander umgehen, insbesondere angesichts des Grauens, das sie umgibt. Der Roman ist auch wegen dieses Gegensatzes so großartig. Schade, dass man bei diesem wichtigen Punkt gepatzt hat.
Ein mehr als gelungenes Hörspiel, 8. Juni 2007
Die Erzählung "Dracula" von Bram Stoker ist wohl weitreichend bekannt. In dieser Hörspielversion wird erstmals auch der Prolog, den Bram Stoker 1914 veröffentlichte, berücksichtigt.
Der junge Anwalt Jonathan Harker reist auf Veranlassung seines Chefs nach Transsylvanien, um dem Grafen Dracula eine Immobilie zu verkaufen. Bereits auf seinem Weg ins Schloss des Grafen stoßen Jonathan unheimliche Dinge zu.
Während eines Erkundungsspaziergangs kommt er ausgerechnet in der Walpurgisnacht an einem alten Friedhof, der zu einem verlassenen Dorf gehört, vorbei. Obwohl sein Wirt ihn gewarnt hat, kann Jonathan dem Drang nicht widerstehen, sich die alte Kapelle genauer anzusehen.
Schon in dieser Nacht, bekommt Harker einen Eindruck davon, was Angst bedeutet. Als er jedoch bei Graf Dracula eintrifft, wird alles nur noch schlimmer...
Dieses Hörspiel ist wieder einmal mehr als gelungen. Obwohl die Geschichte den meisten Hörern bekannt sein dürfte, sorgt die Art und Weise der Umsetzung für kalte Schauer und Gänsehaut im Wechsel. Aus gutem Grund ist "Dracula" für Hörer unter 14 Jahren nicht geeignet!
Alle die alt genug sind, werden ihre reine Freude an diesem Hörspiel haben!
Perfektes Ohrenkino!, 20. April 2007
Folge für Folge liefert das Hörspiellabel Titania Medien in ihrer Reihe "Gruselkabinett" ein Highlight nach dem anderen ab und dennoch gelingt es ihnen, sich mit ihrer imposanten Umsetzung von Bram Stokers "Dracula" selbst noch zu übertreffen! Auf vier CDs mit einer Gesamtspielzeit von ca. 260 Minuten gewähren sie den Protagonisten dieses Klassikers der Horrorliteratur genügend Zeit, sich dem Hörer in tiefgründiger Charakterzeichnung zu präsentieren, ihn Zeit und Raum vergessen zu lassen und vollständig in die fesselnde Dramaturgie hinein zu ziehen. Ähnlich wie in Francis Ford Coppolas Verfilmung bieten Titania Medien die Geschichte des blutsaugenden, untoten Grafen in epischer Breite, ist ihr Hörspielerlebnis Ohrenkino in hochauflösender Qualität. Der eigentlichen Geschichte vorangestellt widmen sie sich Bram Stokers Prolog Draculas Gast", in der Jonathan Harker auf seiner Reise zu Graf Dracula, von unbändiger Neugier gepackt, sich allen Warnungen zum Trotz auf Erkundigungstour in ein verlassenes Dorf aufmacht. Verlassen, weil dort viele Menschen starben und doch untot waren! Schnell packt ihn die unheimliche Atmosphäre und lehrt ihn das Fürchten! Schon im Prolog laufen Titania Medien zur Höchstleistung auf, wird das gruselige Geschehen derart plastisch geschildert und mit atmosphärischer Musik und entsprechenden Geräuschen verfeinert, das dem Hörer unwillkürlich die Haare zu Berge stehen. In punkto Sprecherensemble wurde nicht gegeizt, bis in die kleinste Nebenrolle ist die Sprecherliste mit Hochkarätern aus der Synchronsprecherszene bestückt. Kein geringerer als Joachim Höppner, die deutsche Stimme von Gandalf aus Herr der Ringe", lässt Dracula lebendig werden. Seien es die Synchronstimmen von Nicole Kidman, Michael Caine oder Halle Berry, den Ohren wird stets geschmeichelt. Sei es Jonathan Harkers Erkenntnis in Draculas Schloss, dass dieser kein Normalsterblicher ist, sei es die Verwandlung von Lucy Westenra in eine Untote und ihre schicksalhafte Begegnung mit ihren Freunden in ihrer Gruft oder die Hatz auf Dracula, der Spannungsbogen wird durchgängig hoch gehalten. Kein Zweifel, mit diesem opulenten Hörspiel werden Titania Medien bei den nächsten Hörspiel-Awards zu den großen Gewinnern zählen. Lausche den Kindern der Nacht, welch herrliche Musik sie machen!".
|