Kundenmeinungen
Subjektiver Eindruck sehr gut, 28. Januar 2008
Vorweg, es gibt derart viele Reiseführer, dass man als Laie sehr schwer beurteilen kann, welche Beschreibung vom Jakobsweg, die objektiv beste sein soll. Beispiele:
Edition Outdoor - sehr gut detailierte Wegbeschreibung
Jakobsweg. Der praktische Reiseführer - sehr gut, da Schwerpunkt auf minutiösen Details zu Land, Leuten und Geschichte jedoch weniger Gewicht auf Wegbeschreibung. Dennoch beste Wanderkarte in Einzelblättern pro Etappe
Und der vorliegende Rother Wanderführer, der ebenfalls detailreich den für mich interessanten navarrischen Weg von St. Jean-Pied-de-Ports aus beschreibt. Ich konnte keine offensichtlichen objektiven Schwächen feststellen, finde ihn sehr gut, daher fünf Sterne.
Fazit:
Nur der subjektive Eindruck entscheidet letztlich über den tatsächlichen Nutzen. Schlecht sind die oben angeführten Reiseführer alle nicht.
Toll für Extrempilger, schlecht für normale Menschen, 28. September 2007
Von der ersten Etappe an war die Verfasserin mein Feindbild auf dem Jakobsweg. Okay, die Telefonnummern und Preise im Führer stimmen, aber das ist auch keine Leistung. Alles andere ist eine Farce. Angefangen davon, dass die erste Etappe von St. Jean Pied de Port aus auch für ungeübte Pilger kein Problem darstelle und gut in 7 Stunden zu schaffen sei. Bin sicher, die Verfasserin braucht Anerkennung: "Muss die fit sein, wenn sie das in 7 Stunden schafft!"
Höhenprofile sind eine tolle Sache, nur nicht in diesem Wanderführer. Zwei Orte mit einer geraden Linie verbinden kann auch ein Grundschüler!
Die Landschaftsbeschreibungen könnten allerdings lustiger nicht sein: "...die von Natur und Mensch modellierte Landschaft..." Poesie ist etwas Tolles.
Dank der viel zu langen Etappenvorschläge und viel zu gut bewerteten Pilgerherbergen (1-3 Muscheln; man sollte die Muscheln durch Spinnen ersetzen, wahlweise Flöhe) eine gute Empfehlung für jeden, der Spaß an pilgrimatischer Verklärung einer Transzendental-Trekkingtour hat.
Zuverlässiger Wegbegleiter, 6. Juli 2007
Ich bin dieses Jahr für 3 Wochen auf dem Camino unterwegs gewesen - alleine!
Und hatte deswegen auch bedenken mit der PLANUNG/Organisation. Schon am 2ten Tag waren sämtliche Bedenken weggewischt. Der Reiseführer ist sehr detailiert, aktuell und hat alle Infos die Du brauchst. Alle Unterkünfte mit Preisangaben sind aktuell und stimmig in der Beschreibung. Auch die Informationen über die unterschiedlichen Regionen (Spezialitäten, Besonderheiten ect.)sind sehr interessant und ausreichend.
Für mich ist es der beste Reiseführer, den ich je hatte und das waren einige ;-)
Für mich nur zweite Wahl, 2. Juli 2007
Zuerst einmal das Gute: Der Wanderführer ist sehr schön bebildert, hat sehr gute und große Karten, gibt ausführliche Hintergrundinformationen zu den einzelnen Regionen und Städten und gibt Tipps für alle Anfänger ist also perfekt für alle Leute die den Camino von zuhause aus erleben wollen oder die noch in der Planungsphase ihres Abenteuers sind. Für die, die den Weg wandern wollen ist er eher mäßig geeignet und zwar aus folgenden Gründen:
1. Die Höhenprofile sind sehr ungenau.
2. Die Beschreibungen der einzelnen Wanderstrecken sind zwar teilweise gut gelungen, teilweise aber auch sehr ungenau und viel zu stark gerafft (3 Wanderstunden werden mal eben mit einem Halbsatz abgetan)
3. Die angegebenen Etappen (die man natürlich nicht verfolgen muss) folgen keinem erkennbaren Schema (z.B. wird in Pamplona, der ersten großen Stadt am Weg kein Übernachtung vorgeschlagen).
4. Die Etappen sind oft viel zu lang, was bedeuten kann, dass man die Zielstadt zu spät erreicht und kein Bett mehr abbekommt.
Ich würde daher jedem empfehlen, sowohl den Outdoor als auch den Rotherführer für die Reisevorbereitung zu nutzen, würde aber das nächste mal den Outdoor Führer mit auf den Weg nehmen da hier das Profil, die Wegbeschreibung und Etappenwahl wesentlich besser geglückt sind.
Durchwachsen, 4. Juni 2007
Die Aufmachung und Struktur des Reiseführers ist gut gelungen. Interessant sind die Beschreibungen zu den Autonomen Regionen die man durchwandert, sowie die Kästen mit Informationen zu den wichtigsten Stationen auf dem Camino.
Negativ war das unzureichende Höhenprofil, dass nur die Höhen der Städte und Dörfer sowie einzelner Pässe berücksichtigt. Das wirkliche Profil zwischen den Stationen läßt sich nur aus den Texten erahnen.
Die Wegbeschreibung ist sehr unterschiedlich. Streckenweise ist diese zu ausführlich, zum Schluß hin weniger als knapp geschrieben. So kommt es, dass die Wegbeschreibung nach Burgos mehr Platz einnimmt als so manche Etappe in Galizien.
Bis auf einen Fehler sind die Kilometerangaben sehr genau, die Landkartenausschnitte sind sehr groß und der Weg ist bis auf einige Ausnahmen in Galizien gut eingezeichnet. Leider ist die neugebaute Autovia A6 nicht mit drin. Die eingezeichneten Brunnen haben nicht immer trinkbares Wasser.
Gut sind die Informationen über Herbergen, aber leider zu unübersichtlich dargestellt.
Im ganzen ist der Wanderführer brauchbar. Zum Ende (bis auf Santiago) wird Frau Rabe jedoch sehr knapp.
Ein zweiter Reiseführer (speziell für Kulturinteressierte) und eine zusätzliche Internetrecherche zu Neueröffnungen von Herbergen zur Vorbereitung sind angebracht.
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