Kundenmeinungen
Informativ, interessant, übersichtlich, spannend - so sollte ein Geschichtsbuch sein, 31. Januar 2008
In nicht mal 200 Seiten beschreibt Haffner den Aufstieg und Niedergang Hitlers. Dabei lässt der Autor es nicht aus, einen Blick auf Hitlers Persönlichkeit zu werfen. Neben geschichtlichen und politischen Daten und Ereignissen bekommt der Leser so den Eindruck, die wohl prägendste Person des 20. Jahrhunderts von Nahem zu betrachten.
Den Leistungen Hitlers wurde ein eigenes Kapitel gewidmet. Haffner formuliert jedoch treffend: "Leistung ist ein neutraler Begriff. Leistungen können entweder gut oder schlecht sein, nicht aber gut oder böse."
Pflichtlektüre!, 8. Januar 2008
Selten hat ein Autor eine biographische Betrachtung so kühl, konsistent und scharf auf den Punkt gebracht, wie Haffner in diesem Werk. Als Pflichtlektüre im Geschichtsunterricht könnte es den Schülern kurz und knackig das Phänomen Hitler im Kontext seiner Zeit erklären.
In Zeiten von betroffenheitsschwangeren Erklärungen und Knoppschen Banaldokumentationen ist das Buch eine echte intelektuelle Wohltat!
Ein Meisterwerk, 19. Dezember 2007
Ein Meisterwerk der Geschichtsforschung. Ich höre das "Buch" regelmässig und bin immer wieder fasziniert. Man kann es sowohl zur Vorbereitung für Prüfungen nutzen, als auch zur reinen Unterhaltung. Mit einer analytischen Schärfe die einem den Atem raubt, zerpflückt Haffner den Menschen und Politiker Hitler. Sollte zur Pflichtlektüre in Schulen gemacht werden.
Standardwerk der populärwissenschaftlichen Zeitgeschichte, 28. November 2007
Dieses Buch ist nicht umsonst eine der am meisten zitierten populären Darstellungen, sowohl aus der Feder des Autors als auch über das Dritte Reich. Dem Titel entsprechend werden die Person Hitlers, seine Zeit und die daraus bedingte Politik aus verschiedenen Blickwinkeln ("Leben", "Irrtümer", "Verbrechen") analysiert. Einige Ideen bleiben dabei zwangsweise spekulativ. Hierzu gehört die Annahme, eine Reihe schwer erklärbarer Entscheidungen Hitlers in kritischen Phasen des Krieges seien wesentlich einem irrationalen Vernichtungswillen entsprungen, der sich bereits ab 1941 auch gegen das Deutsche Volk gerichtet habe. Aus der Fülle der Gedanken und "Anmerkungen" ragt Haffners striktes Bekenntnis zu einem Deutschen Patriotismus auch und gerade "nach Hitler" heraus.
Befreiung von Hitler, 28. September 2007
Haffner's Anmerkungen zu Hitler sind ein Versuch Deutschland und die Deutschen endgültig von Hitler zu befreien. Das heißt natürlich vom Komplex Hitler zu befreien.
Zu diesem Zweck legt Haffner eine möglichst emotionslose Aufstellung von Hitlers Leistungen, Erfolgen, Fehlern und Verbrechen vor, um schließlich zu Hilters Verrat an den Deutschen zu kommen. Der Ausspruch Hitlers, dass wenn das Deutsche Volk nicht stark genug ist, es eben vergehen müsse, ist zwar weithin bekannt, doch Haffner gelingt es darzustellen, dass dies Hitlers wirkliches Konzept war und nicht in einem Anfall von Wut und Enttäuschung gesprochen wurde.
Es gibt mittlerweile einen jährlich wachsenden Wald an Hitler-Literatur. Dennoch ist das Ergebnis das sprichwörtliche, dass nämlich nur Bäume sichtbar werden. Nicht so bei Haffner. Der hält Folgendes, Überraschendes, fest:
· Bis November 1941 sind alle Handlungen Hitlers als Teil eines Konzepts zur Erringung der Vorherrschaft Europas oder Weltherrschaft erklärbar. Nicht jedoch die Kriegserklärung an die USA, die vollkommen unnötig, ja kontraproduktiv war. Mit Treue gegenüber Japan ist das nicht erklärbar, da Japan Deutschland 1941 verraten hatte, indem es mit der Sowjetunion ein Neutralitätsübereinkommen traf, das dieser erlaubte die Fern-Ost Divisionen abzuziehen und gegen Hitler einzusetzen. Hier argumentiert Haffner, dass Hitler bereits Ende 1941 glaubte den Krieg verloren zu haben und jetzt nur noch wünschte in einer großen Kathastrophe unterzugehen.
· Weiters wollte Hitler nach 1941 nur noch Zeit gewinnen, um die Judenvernichtung durchzuführen. Dies wird von anderen Autoren als Nebenmotiv erwähnt, von Haffner aber als das Hauptmotiv der Hitlerschen Kriegsführung bezeichnet.
· Nachdem der Untergang unvermeidlich ist, will Hitler das gesamte deutsche Volk in den Abgrund reißen. Er entblößt die Ostfront und wirft die Divisionen sinnlos in die Ardennenoffensive. Dadurch rückt die Ostfront weiter ins Reich als die Westfront. Schließlich der Nero-Befehl.
Haffner will den Deutschen über die Beschäftigung mit dem wirklichen Hitler, nicht mit dem mythologischen, oder demonisierten, die richtigen Lehren aus der Geschichte ziehen lassen. Dieser Hitler kann auch Leistungen und wirkliche Erfolge erzielen. Erst diese erklären die Begeisterung seiner Zeitgenossen verständlich. Haffner hofft, dass sich die Deutschen mit dem richtigen Hiler im Blick wieder trauen Patrioten zu sein, wie er am Schluss des Buches formuliert.
Das Buch ist somit für jeden, der die Faktenlage der Hitlerzeit und des 2. Weltkriegs im Griff hat ein absolutes Muss. Inwieweit die Schlussfolgerungen Haffners auch wirklich zutreffen ist eine spannende Frage, der ich bei meiner weiteren Lektüre nachgehen werde, bei der nun endlich der Wald ins Blickfeld rücken muss.
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