Kundenmeinungen
Aussenseiter werden zur Gemeinschaft, 3. Februar 2008
Anna Gavaldas Zusammen ist man weniger allein" ist ein Roman über vier Aussenseiter der Gesellschaft, die alleine nicht mehr vorankommen. Durch widrige Umstände finden die vier zueinander und schaffen es gemeinsam, ihre Misere zu bewältigen. Mit viel Charme, Humor beschreibt sie die vier Persönlichkeiten und je länger das Buch dauert, desto besser kennt man jeden von ihnen.
Ein Buch, das von mir aus gerne noch ein paar Seiten mehr hätte haben können.
Eine WG in der man auch mal wohnen möchte..., 3. Februar 2008
Vier verschiedene Menschen raufen sich zusammen und erleben eine schöne Zeit. Beim Lesen musste ich oft an meine Oma denken. Einfach schön, wie sich Camille um Paulette kümmert und wie Sie alle der alten Frau den Lebensabend verschönern. Man möchte am liebsten mit in der WG wohnen. Ja, und das Talent von Camille so schön zeichnen zu können. Ja am liebsten möchte man sich auch einmal von Ihr malen lassen. Die ganze Geschichte endet ganz anders, wie man am Anfang vermutet. Der schreibstil ist zwar für mich sehr gewöhnungsbedürfdig und die Begeisterung konnte bei mir nicht so richtig auf kommen, das liegt aber wohl daran, dass ich ein Thriller-Fan bin. Ich habe das Buch geschenkt bekommen und wäre nie auf die Idee gekommen mir dieses Buch zu kaufen. Aber schlecht ist das Buch nicht. Es ist einfach kein Thriller!!!!
Besondere Geschichte in banaler Sprache, 2. Februar 2008
Zufälle führen vier Menschen in einer Wohngemeinschaft zusammen: Camille, die magersüchtige Putzfrau und begnadete Zeichnerin; Philibert, den Stotterer mit dem genialen historischen Gedächtnis; Franck, den nur sein Beruf als Koch, sein Motorrad und unverbindliche Liebesabenteuer zu interessieren scheinen; Francks senil werdende Großmutter - vier Menschen, die von ihrer Vergangenheit gezeichnet sind und dies ohne Weiteres hinnehmen, bis sich ihre Wege kreuzen. Ihre Begegnung bringt ihr Leben in Schwung und in Unordnung, für alle wird die Chance auf Veränderungen spürbar und letztlich von jedem von ihnen auch ergriffen. Sogar ein weiterer Außenseiter, ein namenloser Junkie profitiert davon ...
Ein schönes Buch über Verlierer", die durch ihr unerwartetes Zusammentreffen ihr persönliches Potential erkennen lernen. Ein Buch über Einsamkeit. Ein Buch über Freundschaft, die sich zuerst fast gegen den Willen der Beteiligten entwickelt, doch dann eine eigene Dynamik entfacht.
Anna Gavalda erzählt die Geschichte chronologisch, teilweise in Form von Dialogen (bei denen allerdings nicht immer von vornherein klar ist, wer kommuniziert); die Ereignisse reihen sich flüssig und spannend aneinander; die Erzählung bleibt letztlich immer schlüssig.
Die Autorin (oder die Übersetzerin Ina Kronenberger?) verwendet durchwegs eine Alltagssprache mit allen dazugehörigen Ausdrücken; das hat für mich das Lesevergnügen beeinträchtigt. Wer aber einen solchen recht belletristischen Stil liebt (bzw. wen ein solcher nicht stört), wird den Roman mit besonderer Freude lesen; für die anderen - wie mich - bleibt eine schöne Geschichte, in der das Gemeinte wirklich fühlbar wird.
Ein Roman zum Reinsetzen..., 20. Januar 2008
... ist dieser Bestseller, der völlig zurecht verfilmt wurde. So eine wunderbar farbige Vorlage, die förmlich nach Verfilmung schreit, findet man nicht oft.
Herrlich, die vielfältigen Figuren, die so lebendig beschrieben sind, dass man sie am liebsten persönlich kennenlernen möchte: Der verschrobene stotternde Adelige Philibert de la Durbellière - hochgebildet und schrecklich weltfremd, der kernige Koch und Motorradfreak Franck Lestafier und seine gebrechliche Großmutter Paulette, und die magersüchtige Camille Fauque, die ein großes Zeichentalent hat. Sie finden sich im Laufe dies Romanes zu einer bunten Wohngemeinschaft zusammen und meistern nach und nach ihr Leben, obwohl sie allesamt zunächst eine schlechte Ausgangsposition haben.
Doch auch die kleinste Nebenfigur und sei es der Hund der Concierge spielt eine wichtige Rolle und die vielen kleinen Alltagssituationen und Geschichten sind ideal verwoben zu einem packenden Roman, der seine Spannung aus seinen detailreichen prallen Beschreibungen und witzigen Dialogen bezieht.
Autorin Anna Gavalda läßt ihre Figuren nach und nach ihre Lebensgeschichten erzählen und entwickelt einen wunderbaren Roman daraus: traurig, komisch, voller intelligenter Dialoge, angefüllt mit französischer Geschichte, moderner und klassischer Musik, gutem Essen und bildender Kunst. Ich mochte das Buch kaum noch aus der Hand legen und empfehle die Taschenbuchausgabe als prima Geschenk für die beste Freundin oder sich selbst.
Anrührend und zutiefst menschlich, 17. Januar 2008
Ein zauberhaftes Buch. Etwas ganz Besonderes. Ich fühlte mich ein wenig an Susanna Tamaros "Geh wohin dein Herz dich trägt" erinnert, denn auch sie hat dieses Talent, ihre Romanfiguren so eindringlich und mit so viel Gefühl zu beschreiben, dass man sie liebgewinnt und förmlich mit ihnen leidet.
In diesem Buch sind vier starke Persönlichkeiten auf verschlungenen Wegen in einer Altbauwohnung gelandet. Derart zusammengepfercht setzen sie sich - teils gezwungenermaßen, teils freiwillig - mit den Anderen auseinander, verfluchen mitunter auch das Schicksal, das sie an diesen Ort und zu diesen Menschen geführt hat und gehen doch am Ende um unschätzbar wertvolle Erfahrungen bereichert auseinander. Wie im richtigen Leben eben.
Lesen Sie dieses Buch, wenn sie die leisen Töne lieben und einen Sinn für die Poesie haben, die sich im scheinbar Alltäglichen verbirgt.
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