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Sabine Weigand: Die Markgräfin

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Die Markgräfin

von Sabine Weigand

Fischer (Tb.), Frankfurt

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04/Dez/2008 - 01:58




Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  super, 9. Juli 2008

Das buch ist das beste was ich in letzter zeit als Historischen Roman gelesen habe.Ich kann das Buch nicht mehr weglegen.Super Buch Empfehlenswert!!!!!!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Tolle Verquickung von historischer Forschung und Realität, 5. Juni 2008

Dieses Buch hat mich absolut begeistert!"Die Markgräfin" verfolgt nicht nur die Geschichte einer adligen jungen Frau, die - wie viele weibliche Wesen ihrer Zeit - zum Spielball der Männer und dessen Interessen wird (als Frau darf sie natürlich keine eigenen Interessen haben, was die geneigte Leserin mal wieder mit einiger Wut und Ungläubigkeit zurück lässt).Parallel dazu spielt auch ein Handlungsstrang in der Gegenwart, in der 4 Hobby-Historiker durch einen interessanten Fund auf einer Burg auf die Spur eben jener Markgräfin kommen. Wie ihnen das gelingt, gibt einen interessanten Einblick in die Arbeit von Historikern, die mühsam wenige Puzzle-Teile zu einem früheren Leben zusammen setzen. Hier wird auch besonders deutlich, wie schwierig es ist, dass Leben von Frauen zu rekonstruieren, die kaum Spuren in den Quellen hinterlassen haben. Geschichte war eben vor allem Geschichte von Männern, wurde von ihnen gemacht - so wie es die Markgräfin auch zu spüren bekommt.Dabei wird nicht nur ihr Leben "erzählt", als Leser bekommt man auch über zahlreiche Briefe, die die mittelalterlichen Personen geschrieben haben, an passender Stelle Einblick in die Geschehnisse - eine interessante Möglichkeit, einem diese Menschen näher zu bringen. Zwar gehen diese Briefe zum größten Teil auf die Phantasie der Autorin zurück (wie gesagt, Frauen haben kaum Spuren hinterlassen), die Markgräfin hat jedoch tatsächlich existiert. Das macht die Arbeit der 4 Hobby-Historiker umso interessanter.Der mittelalterliche und der gegenwärtige Handlungsstrang werden geschickt verwoben: Mal ist der Leser, der die Markgräfin begleitet, den Hobby-Forschern voraus, mal entdecken diese etwas, was plötzlich auch im Leben der Markgräfin eine Rolle spielt.Eine geniale Idee, großartig recherschiert (hier merkt man, dass eine "echte" Historikerin dahinter steckt), toll zu lesen. Dabei begegnen einem fast nebenbei viele interessante Details: Lieder, von Walther von der Vogelweide werden gesungen, noch heute bekannte Redensarten nebenbei erläutert (etwa: "Auf den Hund kommen"), sowohl kírchliche als auch weltliche Verwicklungen werden klarer, Hexenprozesse und Kriege haben ebenso ihren Platz wie die Liebe und unglaublich grausame Riten.Ich werde mich gleich auf das nächste Buch von Sabine Weigand stürzen!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Gute Hauptgeschichte, langweilige Nebengeschichte, 29. April 2008

Die Geschichte der Markgräfin Barbara ist ist spannend erzählt, wie man es von guten Mittelalterromanen gewohnt ist, diese stellt aber nur die eine Hälfte des Buches dar: die andere ist eine langweilige Geschichte (fast schon Dokumentation) von vier Historikern, die Nachforschungen rund um die Orte und Personen der Hauptgeschichte anstellen, total belanglos. Habe nach den ersten 30 Seiten nur mehr die Hauptgeschichte gelesen. Hier gibt es also nur einen historischen Roman, der halb so lang ist wie man es erwartet.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  toller deutscher historischer Roman, 27. März 2008

Die Markgräfin ist der erste deutsche historische Roman den ich gelesen habe. Ich dachte nämlich immer, deutsche Geschichte ist langweilig. Da habe ich mich wohl geirrt. Ein spannender Roman, manchmal auch zum schmunzeln, wenn die Hobbydedektive ermitteln.Ich werde weitere Bücher von Sabine Weigand lesen.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Toller Erzählstil mit eingebauter altmodischer Sprache!, 23. Februar 2008

Dieses war mein erstes Buch von Sabine Weigand und ich war sehr überracht, was für ein tolles Buch seit Wochen in meinem Bücherregal schlummert. Es ist eine gelungende Erzählung über die Markgräfin Barbara von Brandenburg. Die historischen Ereignisse, die das Leben der Markgräfin wieder spiegeln, scheinen gut recherchiert zu sein, soweit dies möglich war. Denn nicht ihr ganzes Leben ist nachweisbar, sondern nur bis zum Zeitpunkt der Auflösung ihrer Verlobung mit Konrad von Heideck. Was danach mit ihr geschah ist nicht mehr wiederlegbar. Aber Weigand hat die Geschichte mit überzeugener Fantasie weiter erzählt, dass ich das Gefühl hatte, dass es so hätte ausgegangen sein können. Die Autorin hat sich zwar die schriftstellerische Freiheit genommen und die Geschichte um ganze 50 Jahre nach hinten verschoben, da sie ihre Handlung in die Zeit des Fürsten Albrecht Alcibiades verlegt hat, um den Markgräflerkrieg und die Zerstörung der Plassenburg mit einzuarbeiten. Aber ich fand das o.k., da sie im Nachwort darauf hingewiesen hat.Barbara ist eine sehr interessante Figur, die sehr sympathisch und natürlich dargestellt wurde, ganz normal mit Särken und Schwächen. Durch ihre Geschichte wird ein genaues Bild über die ungerechte Behandlung der Frauen im 16. Jahrhundert gezeichnet und wirkt sehr erschreckend und real. Aber nicht nur Barbara ist ein liebenswürdiger Charakter, sondern auch ihre Zofen Katharina und Susanna, Jakob Tiefenthaler, Georg Thiel und ganz besonders der italienische Maler Lorenzo Neri, der durch seine witzige Art viel Schwung in die Geschichte brachte. Detailliert werden auch die Schauplätze Süddeutschlands beschrieben, dass ein genaues Bild insbesondere der Plassenburg entstanden ist.Dieses Buch hat zwei Besonderheiten, wodurch es sich von anderen historischen Romanen abhebt. Zum einen ist der Erzählstil, der besonders in den vielen eingeflochtenen Briefwechsel hervorgehoben wird, sehr altmodisch gehalten und geben so einen besonderen Bezug zum Mittelalter. Zum anderen ist mir dabei auch die Rechtschreibung aufgefallen, die ganz anders war als heute (ich denke zumindest, dass die Rechtschreibung damals so gewesen ist, warum hätte Weigand sich die Mühe machen sollen, wenn es nicht so gewesen wäre). Das fand ich richtig gut gelungen und erschwerte bei mir in keinster Weise den Lesefluss. Zwei Handlungsstränge sind eingearbeitet, wo in regelmäßigen Abständen zwischen dem Leben im 16. Jahrhundert erzählt wird und die Forschungen im 21. Jahrhundert wiedergegeben werden, wobei sich deren Arbeit natürlich um die Zeit der Markgräfin beziehen. Die Erzählungen über das Forscherteam war auch interessant und gaben einen kleinen Einblick, wie man eine Recherche über die frühere Zeit angeht. Auch waren diese Personen sympathisch und hatten einen großen Unterhaltungswert. Der Wechsel zwischen den Erzählungen in zwei verschiedenen Jahrhunderten fand ich auch gut gelungen und störte auch hier nicht den Lesefluss. Die ganze Geschichte ist sehr gut und in einfacher Sprache geschrieben, auch wenn ich die altmodische Sprache mit mehr Konzentration lesen musste. Ich kann für dieses Buch jedenfalls eine klare Empfehlung aussprechen.




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