Kundenmeinungen
Etwas anderes erwartet, 20. Oktober 2008
Ich hatte vom Buchtitel her, etwas anderes erwartet. Auch im Vergleich zu "Zusammen ist man weniger allein" hatte ich andere Vorstellungen von diesem Buch! Die einzelnen Kurzgeschichten haben mir nicht alle gefallen! Dieses Buch müsste ich nicht nochmal lesen!!
Sehr schön zum abschalten..., 16. Oktober 2008
Herrlich! Nach einen harten Arbeitstag, nach Hause kommen, auf die Couch legen und zunächst enspannen. Anschließend ein heißen Kakao und dieses Buch.Es ist eine Mischung zwischen Schmunzel und Nachdenklichkeit, die einem beim Lesen begleitet. Es sind so normale Geschichten, wie sie das Leben schreibt, zeitgleich auch so treffend beschrieben, dass man sich selber damit identifizieren kann. Die eine Figur könnte man selber sein, für eine andere empfindet man beim Lesen Mitleid. Mir gefällt das Buch hinsichtlich des Stils und des Inhaltes. Es sind kurze Geschichten, in sich abgeschlossen, die einem nicht zwingen an Folgetagen direkt weiterzulesen. Für jeden, der es von Zeit zu Zeit genießt einen Kakao auf der Couch zu schlürfen und dabei eine kleine Erzählung aus dem Alltag zu lesen, kann dieses Buch auf jeden Fall kaufen.
Emotionen trotz emotionslosen Erzählstils, 9. September 2008
"Ich wünsche mir, daß irgendwo jemand auf mich wartet"... Dieser wunderschöne Titel drückt bereits eine Sehnsucht nach Glück, nach Wärme, nach Liebe aus, wie sie leider zu oft im Leben nicht erfüllt wird. Diese unerfüllte, manchmal auch unerfüllbare (?) Sehnsucht tritt in dieser Kurzgeschichtensammlung sehr deutlich zu Tage.Ich habe diese Geschichten vor zwei Jahren als mein erstes Anna Gavalda-Leseerlebnis in der Londoner Tube gelesen. Und nach jeder Geschichte schaute ich auf und mir die Menschen im Berufsverkehr an... Wem von ihnen mochte es wohl ähnlich gehen? Dies sind Geschichten, wie sie das Leben schreibt! Ohne Schnörkel, ohne Happy End, ohne konstruierte hoffnungsvolle Zufälle.Das Faszinierende dieser Geschichten ist gerade der von einigen Rezensenten kritisierte nahezu emotionslose Stil, der die Geschichten manchmal wie einen Bericht anmuten lässt. Dieser Stil zeigt die emotionale Distanz, die nötig ist, um nicht am Leben, an Ungerechtigkeiten, an Unglücksfällen, an mangelnder Liebe,... zu zerbrechen. Und gerade hierin unterscheidet sich die Geschichtensammlung von Gavaldas Roman "Zusammen ist man weniger allein", der einen auf jeder zweiten Seite zu Tränen zu rühren vermag; das wird einem mit diesen Erzählungen nicht passieren. Dennoch vermögen sie es, einen zu berühren! Für mich ist dieses Büchlein mein persönlicher Gavalda-Klassiker, obwohl ich auch ihre anderen Bücher sehr mag.Wahrscheinlich sollte vorsichtig sein, wer ohnehin nicht gut drauf ist, und auch, wer den Erzählstil in "Zusammen ist man weniger allein" zu sehr schätzen gelernt hat.
Geschichten zum Lachen und Weinen, 15. Juli 2008
Mein erstes Buch von Anna Gavalda war "Zusammen ist man weniger allein", welches ich absolut göttlich fand. Deshalb habe ich mir dieses Werk dann auch gleich gekauft. Und ich wurde nicht enttäuscht! Ein wirklich hervorragender Mix aus traurigen und manchmal auch komisch anmutenden Geschichten über das Leben. Gleichzeitig gewinnt man wieder einen tieferen Einblick des einheimischen Paris - eine Stadt, die immer wieder zu begeistern vermag (ich liebe Romane, die in Paris spielen, da sie mich meiner Lieblingsstadt näher bringen). Am schönsten fand ich die erste Geschichte mit der Zufallsbegegnung (Herrlich dieser Schreibstil und vor allem der Wiedererkennungseffekt in die Gefühlslagen einer Frau) und am traurigsten fann ich die Autounfall Story. Anna Gavalda schafft es, den Leser tief zu berühren und man fragt sich manches Mal, wie würde ich in dieser Situation reagieren? Ein manchmal schmerzhaft schöner und melancholischer Ausflug.
ein Fliegengewicht in der Rubrik "Leichte Muse" , 3. Juli 2008
Die Argumente wurden alle schon gebracht; ich will lediglich eine negative Kritik mehr auf die Liste setzen. Anna Gavalda hat. absolut. nichts. zu erzählen. Ihr Erfolg kann nur der Werbemaschinerie geschuldet sein und der Tatsache, dass man sich als Leser davon verleiten lässt. Die Geschichten sind absolut nichtssagend, lieblos, alle schon dagewesen, und auch sprachlich bewegt sich Gavalda konstant im unteren Durchschnitt. Ärgerlich.Was ist bloß mit den Franzosen los? Unter den Bestsellern in Frankreich finden sich entweder ganz ganz seichte, hobby-philosophische, naiv geschriebene Rührstücke wie die von Anna Gavalda, Eric-Emmanuel Schmitt oder Philippe Claudel oder aber Mammuth-Werke, die einem solchen Respekt einflößen, dass man sich überhaupt nicht an sie herantraut (z.B. Jonathan Littells "Die Wohlmeinenden").
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