Kundenmeinungen
Titel irreführend , 3. August 2008
Was für eine Enttäuschung!Ich hatte geniale Tipps erwartet, um etwas Geld zu investieren und was muss ich lesen? Dass es riskant ist, mit Aktien zu spekulieren. Da wäre ich ja von selbst nicht drauf gekommen! Ein Kapitel über das Thema Aktien ist sicher angebracht. Aber leider handelt fast das gesamte Buch von diesem Thema. Schade für die fast 25 Euro, die das Buch gekostet hat.
Falsche Versprechung, 2. August 2008
Ich habe mich von dem Titel des Buches bluffen lassen und Anlagetipps erwartet. Der rote Faden in diesem Buch ist jedoch, dass man die Finger von Aktien lassen soll, wenn man sein Geld nicht verplempern will. Rückwärts und vorwärts abgehandelt. Lesern, die sich praktische, "genial einfache" Tipps zum Investieren ihres Ersparten erhoffen, kann ich nur raten: Nicht kaufen!
Wie gut, daß Warren Buffett das nicht weiß..., 4. April 2008
sonst wäre er heute noch durchschnittlich vermögend. Andere nachhaltig erfolgreiche Investoren wie Templeton, Marc Faber, George Soros, Bill Miller, Meyer von der Yale-Universität haben sich ebenso wenig an diese 'Weisheiten' gehalten, und viele nicht so prominente Anleger auch. Um Lieschen Müller davon abzuhalten, dem Onkel von der Deutschen Vermögensberatung nicht mehr (oder wenigstens weniger) zu glauben, erfüllt das Buch hingegen einen hervorragenden Zweck.Passives Investment funktioniert wunderbar - wenn der Markt steigt. Aktives Investment mit einer konsistenten Strategie spielt seine Fähigkeiten insbesondere aus, wenn es abwärts geht. Wissenschaftler sind genauso pro-zyklisch, wie die Masse der Wirtschaftsmedien generell: am Ende einer Zyklus-Phase wissen sie immer ganz genau, was in der Vergangenheit richtig gewesen wäre. Nur leider gilt es für finanziellen Erfolg, die Zukunft zu antizipieren. Keine Aufgabe für Professoren, sondern für Kaufleute. "Lieber grob richtig als zu 100% falsch - und besser rechtzeitig gut als zu spät perfekt" faßt es ganz gut zusammen.
Keine konkrete Anlageempfehlung, 28. Dezember 2007
aber die Bestätigung, dass auch Experten den Vergleichsindex nicht dauerhaft schlagen, bzw., dass man nicht weiß, wer ihn doch schlägt, hilft schon bei der Entscheidung wie man sich als Kleinanleger tendenziell verhalten soll: Kosten vermeiden, Risiko streuen.Wie einige Vorredner angemerkt haben, ist das Beispiel der ETFs derzeit vielleicht aus steuerlichen Gründen nicht kritiklos zu übernehmen, aber der Kern des Buchs vermittelt dem Leser, dass die Wahl auf eine breit gestreute Anlage mit geringen Kosten fallen soll. Unter "breit gestreut" habe ich übrigens nicht einen ETF auf den DAX 30 verstanden. Ich glaube, dass das auch im Buch deutlich zum Ausdruck kam. ETFs wurden als ein, wenn auch stark betontes, Beispiel angeführt, eine breite Streuung von Aktieninvestitionen zu erreichen. Es kam außerdem deutlich zum Ausdruck, dass sich die Anlage seines Geldes nicht auf Aktien beschränken darf und individuell nach Bedürfnissen und Lebenssituation gestaltet werden soll. Aber es scheinen die meisten aktiv gemanagten Aktienfonds das erste Kriterium weiter zu verfehlen als sie zusätzliche Rendite abwerfen. Das macht lt. Buch die ETFs attraktiv für Kleinanleger.Sicher, es gibt aktiv gemanagte Fonds, die sich besser entwickeln als ein ETF auf den DAX. Aber wie gesagt: wer kann es sagen welcher das dauerhaft sein wird?Das Argument, dass die Strategie ETFs zu kaufen, schlecht für Gott und die Welt wäre, wenn alle so handeln würden, hat, glaube ich, akademischen Charakter und ist müßig zu diskutieren.Die identische Entwicklung von ETF und dem zugehörigen Index ist übrigens gewollt und ein Qualitätsmerkmal eines ETF. Den ETFs deshalb eine Risikostreuung abzusprechen ist schlicht absurd.Wer an der Börse trotzdem sein Glück mit Einzelwerten versucht, der kann offensichtlich schon auf günstige Möglichkeiten zurückgreifen seinen Handel abzuwickeln. Er hat sogar Zugang auf täglich zehntausende Unternehmensnachrichten (:o) Solchen Mitbürgern sei es gedankt, dass sie ihre Zeit und Energie opfern um den funktionierenden Markt zu retten.Kurzum: Wer eine pragmatische Philosophie sucht, um sein Geld anzulegen, dem sei das Buch ans Herz gelegt. Das Planen, wie die Anlage konkret aussehen soll, bleibt aber jedem selber überlassen - muss es lt. Buch auch.Wer mit Spannung das tägliche Börsengeschehen verfolgt, dem wird für die Empfehlungen des Buchs ohnehin jegliches Verständnis fehlen.
Ernüchternde Lektüre, 20. November 2007
Eines sollte ganz klar sein: das Buch kann und will keine konkreten Anlageempfehlungen geben - es geht um "Hintergrundinformationen".Die Kernaussage ist: Privatanleger können den Markt nicht schlagen, sie überschätzen ihre Fähigkeiten und ihr Wissen dramatisch; aber auch Finanzprofis (Fondsmanager) erzielen auf Dauer keine Outperformance. Die daraus abgeleitete "genial einfache" Empfehlung lautet: Gelassen anlegen, mit Indexzertifikaten oder Exchange Traded Funds (ETFs) vernünftig streuen und nicht sinnlos handeln.Ist Ihnen das zu banal? Mitnichten!Die Autoren stützen ihre Aussagen auf vor allem auf die Erkenntnisse der 'Behavioral Finance' (vereinfacht "Börsenpsychologie"), die die psychologischen Grundlagen von Anlageentscheidungen herausgearbeitet und durchleuchtet hat.Wenn Sie wissen möchten, ob Sie selbst zur Überschätzung ihres Wissens neigen, schlagen die Autoren den folgenden Test vor.Geben Sie für jede der 10 Fragen jeweils eine Ober- und Untergrenze der abgefragten Werte an. Setzen Sie die Grenzen so, daß der wahre Wert Ihrer Meinung nach mit großer Sicherheit in dem von Ihnen gewählten Intervall liegt.1. Alter von Martin Luther King bei seinem Tod2. Länge des Nil (in km)3. Anzahl der Mitgliedsstaaten der OPEC4. Anzahl der Bücher des Alten Testaments5. Durchmesser des Monds (in km)6. Gewicht einer leeren Boeing 747 (in t)7. Geburtsjahr von Wolfgang Amadeus Mozart8. Dauer der Tragezeit eines asiatischen Elefanten (in Tagen)9. Luftlinie London - Tokio (in km)10. Tiefster bekannter Punkt der Weltmeere (in m)Probieren Sie's aus. Bei wievielen der 10 Fragen lag ihre Einschätzung genau zwischen Ober- und Untergrenze? Das Ergebnis dürfte ernüchternd sein!Die Lösungen finden Sie in jedem guten Lexikon und natürlich im besprochenen Buch.Braucht man nach diesen Ratschlägen noch einen Berater?Zumindest empfiehlt sich gesundes Mißtrauen, wenn der Anlageberater die persönliche Risikoeinstellung über die Freizeitaktivitäten (Bungeejumping oder Angeln?) zu ermitteln sucht, "sichere" Renditen über dem Zinsssatz einer Bundesanleihe verspricht oder sich zu Aussagen wie "zu Jahresende steht der DAX bei x Punkten" hinreißen läßt.Trotzdem ist unabhängige Beratung wichtig, wenn es darum geht das Gesamtvermögen unter Berücksichtigung der jeweiligen Lebenssituation zu optimieren.Aber: Unabhängige Beratung ist nicht kostenlos, und auch eine vermeintlich kostenlose Beratung kostet ihren Preis über versteckte Gebühren. Ob die MiFID (Finanzmarktrichtlinie der EU) hier vollständige Transparenz schaffen wird, bleibt abzuwarten.
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