Kundenmeinungen
Nicht nur für Väter und Söhne..., 28. Dezember 2007
auch Mütter und Töchter haben an diesem Buch ihre helle Freude.
Wie einstens "Schotts Sammelsurium" für die Großen ist dieses Buch so etwas wie ein literarisches Schweizer Offiziersmesser für Kinder ab zehn Jahren:
Wer es nicht hat, vermisst nichts.
Aber einmal darin geblättert, wird es schnell unverzichtbar!
Dieses Buch eignet sich auch für die große Zahl Jungs, die nach den "Drei Fragezeichen" das Lesen vorübergehend aufgeben: Hier erreicht man garantiert, das sich auch die notorischen Nicht-Leser festlesen.
Scheinbar wild durcheinander findet man hier Wissenswertes aus allen Gebieten: Kurzbiographien von Freiheitskämpfern und Abenteurern, Wetterkunde und allerhand Geographisches, Tennis- und Fußballregeln, Bauanleitungen für typisches Jungen-Spielzeug, Leselisten und vieles mehr.
Außerdem ist dieses Buch eine wirklich bibliophile Kostbarkeit: Der an alte Handwerksbücher erinnernde Einband und die antikisierten Seiten lassen das Buch wie einen wertvollen Schatz erscheinen.
Allemal macht die Lektüre dieses Buches schlauer, die ungewöhnliche und scheinbar wahllose Auswahl machen es zu einem Nachschlagewerk zum Schmökern und Festlesen.
Auch wenn meine Vor-Rezensenten sicher zu Recht auf ein paar (Übersetzungstechnische) Schludrigkeiten verweisen: Dieses Buch erreicht mit seiner unwiderstehlichen Mischung sicher weit mehr Leser als viele andere ambitionierte Sachbücher für Jungen!
Kleine Schludrigkeiten, 19. Dezember 2007
Nobody is perfect, aber in einem Jugendbuch bleiben grundlegende Fehler ärgerlich:
1. Schleswig-Holstein ist nicht das flächenmäßig kleinste Bundesland (S.185).
2. Motten gehören zu den Schmetterlingen. Man kann sie also gar nicht mit solchen verwechseln (S. 100).
3. Asseln sind Krebstiere. Im Buch werden sie den Insekten und Spinnen zugeordnet und als Läuse bezeichnet (S. 103). Den Tierchen selber mag es ja einerlein sein, aber von sorgfältiger Bearbeitung der deutschen Ausgabe zeugt dies nicht.
Fatale Folge: man kann sich auf dieses Buch nicht verlassen und sagen: "hier steht es doch".
Das schlaue Buch, 12. November 2007
Kennen Sie "das schlaue Buch" von Tick, Trick und Track aus dem Micky Maus-Heftchen? Das muss dieses hier gewesen sein. Genau so hab ich es mir jedenfalls immer vorgestellt. Ein großartiges Buch - ganz hervorragend. Das macht Großen und Kleinen Spaß, und man erfährt wahnsinnig viel: vom Angeln über Seeknoten, römische Zahlen, Geheimschriften, die deutsche Teilung bis hin zu "wie man Mädchen gefällt" (jedenfalls nicht mit einer Geheimschrift aus Urin). Ganz, ganz groß! Muss man (Mann) einfach haben. Frau auch. Und Kind sowieso.
Deutsche Version = Politisch Korrekte Version, 2. Oktober 2007
Die der amerikanischen und britischen Ausgabe enthaltenen Beschreibungen klassicher Schlachten (die Thermopylen, Cannae, Waterloo um nur einige zu nennen) sind aber komplett unter den Tisch gefallen, womöglich weil sie der deutschen "Friede, Freude, Eierkuchen"-Doktrin nicht genügten. Und wo ist "A brief history of artillery"? Warum wurden die 10 Gebote gestrichen und durch ein (überaus verlogenes) Kapitel über Menschen- und Bürgerrechte ersetzt? Wo ist die Hasenjagd? Wollen die Übersetzer einen Preis für politische Korrektheit gewinnen?
Dazu passt, dass die gründlich fehlgeschlagene französische Revolution VOR der einigermaßen gelungenen amerikanischen beschrieben wird und Robespierres "Terreur" mit keinem Wort Erwähnung findet; in Bezug auf die USA fehlt die Einschränkung "gültig nur für reiche weiße Männer" freilich nicht. Ein Schelm der Böses dabei denkt.
Kleiner Tipp an die Übersetzer: die englische Ausgabe war unter anderem auch deswegen so erfolgreich und beliebt weil sie sich entgegen dem Geschwafel der "Friedenspädagogik" auch Dingen widmete, die jeden Jungen zumindest insgeheim interessieren. Orientiert euch das nächste Mal an den Bedürfnissen der Jungs und nicht an den Empfindlichkeiten und Ressentiments ihrer Väter.
Die englische Ausgabe hätte ich meinem Sohn gerne geschenkt, die Eindeutschung aber ist in vielen Punkten ein schlechter Witz.
Schade, aber für diese heuchlerische Übereifrigkeit gibt es nur einen Stern.
Sehr unterhaltsam, 29. September 2007
Das Buch ist sehr unterhaltsam. Ich habe gemeinsam mit meinem Sohn im Buch gelesen (statt Playstation) und es machte ihm Spaß. Das ist doch schon was.
|