Kundenmeinungen
immer noch aktuell und ergreifend, 7. Januar 2008
toll geschrieben, sehr ehrlich, sehr realistisch. leider hält dieses buch nur die wenigsten davon ab drogen zu versuchen. ich würde sogar sagen das dieses buch einen eher noch dazu verführt. aber ein wahninns buch!!!
Eine Jeanne D'Arc der Drogenszene?!, 8. August 2007
Ich (Jahrgang 1976) muss wohl so elf Jahre alt gewesen sein oder vielleicht sogar etwas jünger. Richtig bewusst habe ich den Namen Christiane F. jedenfalls um diese Zeit im Rahmen des schulischen Biologie-Unterrichts vernommen. Im Zusammenhang mit der Drogenproblematik wurden damals immer wieder neue, traurige Statistiken veröffentlicht, die Jahr für Jahr eine steigende Anzahl von Menschen vermeldeten, die ihrer Drogensucht einen hohen Tribut zollen mussten.
Christianes Geschichte scheint beispielhaft für eine Unzahl von Menschen zu stehen, die Opfer ihres Unvermögens wurden, "der Droge" zu widerstehen.
Ihr geradezu phänomenales Gedächtnis zog mich bei der Lektüre dieses Buches in ihren Bann. Ausgehend von ihrer Kindheit in einem Dorf in Schleswig-Holstein über den Umzug ins politisch bewegte Berlin Ende der sechziger Jahre findet sie in einem kirchlichen Jugendheim erstmals den Zugang zu den sog. "harten" Drogen. Ein unheilvoller Weg, geschildert mit den ungekünstelten Worten und dem scharfen Verstand der Protagonistin, wird dem Leser eindringlich aufgezeigt.
Wagt man eine Beurteilung des bisherigen Lebensweges von Christiane F. - seit der Erstveröffentlichung des Buches sind nahezu 30 Jahre ins Land gezogen -, lässt sich dieser mit einigem Wohlwollen als eine der wenigen Fixer-Geschichten skizzieren, die einen durchaus (ich will das an dieser Stelle unangebrachte Wort Happy-End möglichst vermeiden) positiven Verlauf genommen haben. Christiane ist nämlich seit gut zehn Jahren Mutter eines gesunden Sohnes.
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo., 2. August 2007
Vom Schreibstil her ist das Buch sicherlich kein literarisches Werk des 20. Jahrhunderts, aber der Inhalt macht hier viel aus.
Das Buch reißt einfach mit.
Ich habe es mittlerweile schon viemal gelesen und es ist irgendwie immer wieder eine neue Geschichte. Lebendig erzählt und dank des bewundernswerten Gedächtnis von Christiane Felscherinow sehr detailgetreu und teilweise nachvollziehbar.
Kann mich demnach nur meinen Vorrednern anschließen - wer am Thema interessiert ist, soll unbedingt zugreifen, nachdenken und verstehen.
Endstation Heroin, 21. Juli 2007
Als Arzt kann ich nur sagen, dass das stern-buch "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", welches 2006 in der 49.(!)Auflage erschienen ist, Pflichtlektüre in den Schulen ab der 10.Klasse sein sollte, und Pflichtlektüre für alle, die mit sozialen Problemen in ihrem Beruf konfrontiert werden, nicht nur Sozialarbeiter, sondern auch Lehrer, Polizisten, Ärzte und politisch Verantwortliche. In diesem Buch wird in hervorragender und exemplarischer Weise das Leben der Heroin-Abhängigen Christiane F. vom 12. bis zum 15. Lebensjahr geschildert, mit allen ihren Erlebnissen, Gedanken und Gefühlen. In nahezu minutiöser Weise erinnert sie sich an Erlebnisse, Gefühle und Gedanken, die von den ehemaligen stern-Autoren Hermann und Rieck in hervorragender Weise niedergeschrieben wurden. Das Buch spiegelt die ganze Misere einer jugendlichen Heroin-Abhängigen wider und schildert die nahezu aussichtlose Situation dieser Abhängigkeit. Es wird im Buch klar und deutlich dargestellt, dass es für Heroin-Abhängige nur eine Alternative gibt: Entweder weg vom Heroin oder mit mehr oder weniger offenen Augen dem Tode entgegen zu gehen. Klar und deutlich schildert Christane F. auf S.203 wie ein Fixer überhaupt vom Heroin weg zu bringen ist, nämlich: "Denn ein Fixer muß von Dreck und Scheiße absolut nicht mehr weiter wissen, bevor er überhaupt bereit ist, ernsthaft etwas zu ändern". Diese Aussage sollten sich alle bewusst machen, die mit Rücksicht, Milde und mit Heroin-Ersatzstoffen wie Polamidon glauben, Heroin-Abhängige kurieren zu können. Sie tun nichts anderes, als sie in ihrer Sucht zu unterstützen und diese auch noch gesellschaftsfähig zu machen. Die Verbreitung von Heroin in einer Gesellschaft ist Ausdruck des Verfalls dieser Gesellschaft, und eine Gesellschaft, die den Heroin-Konsum nicht radikal bekämpft und diesen Konsum klar und deutlich als kriminelle Handlung ahndet unterstütz den Verfall dieser Gesellschaft. Ein Gesundheitswesen, welches das Geld von fleißigen Beitragszahler in Heroin-Abhängig steckt, verschleudert diese Gelder und entzieht sie anderen kranken bedürftigen Menschen. Auch das kann man aus diesem Buch lernen, wenn man die Äußerungen der Christiane F. genau liest. Die Neigung zur Sucht und zum Suchtmittel-Konsum ist zweifellos ein Verhaltensmuster, welches in der Natur des Menschen tief verwurzelt ist und immer wieder bei den einzelnen Menschen in unterschiedlicher Stärke auftritt. Der Kampf gegen die gesellschaftsvernichtende Sucht des Heroin-Gebrauchs ist somit eine Aufgabe der Gesellschaft, die durch die verschiedensten Glieder immer wieder neu gelöst werden muß.
Krass, 20. Juli 2007
Ich les das Buch grad und es ist ziehmlich krass. Es ist jetzt aber nicht so, dass in dem Buch ganz viele Schimpfwörter drinvorkommen, sondern die Handlung ist krass. Nichts für schwache Nerven!
Trotzdem super
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