Kundenmeinungen
Abenteuer eines mutigen Mädchens in einer fantastischen Welt, 2. Februar 2008
Ich hatte mir dieses Buch angeregt durch den Kinofilm gekauft, und es hat mir, wie auch der Film, sehr gut gefallen. Die Geschichte zieht sofort in den Bann, ist schön beschrieben, und fesselt von der ersten Seite an. Pullmann entwirft hier eine eigenständige nordische Fantasy-Welt, in der es Tierdämonen gibt, die die Menschen begleiten (der Dämon repräsentiert in etwa die eigene Seele), Hexen und sprechende Eisbären, in der aber auch fremdartige Technologien eine große Rolle spielen und der allmächtige Staatsapparat, den die Kirche darstellt.
Das mutige Mädchen Lyra begibt sich auf die Spuren ihres Onkels Lord Asriel nach Norden. Ob sie dort auch herausfinden kann, was es mit den verschwundenen Kindern auf sich hat? Wer sind eigentlich die mysteriösen Gobbler? Und was hat die undurchschaubare Mrs. Coulter mit Lyra vor?
Die Handlung nimmt viele überraschende Momente, deshalb soll hier nicht zuviel verraten werden.
Insgesamt ist das Buch wohl eher für etwas ältere Kinder geeignet, frühstens ab 10 Jahren. Diese Kinder sollten aber auch gute Nerven haben, denn ein paar grausame Stellen gibt es im Handlungsverlauf schon, und man muß auch mit dem Tod von lieb gewonnenen Nebencharakteren zurechtkommen. Es erleichtert außerdem die Lektüre, wenn man den Film vorher gesehen hat. Ich bin mir nicht sicher, ob ich ohne den Film alle Einzelheiten dieser Fantasywelt nur von der Lektüre her sofort verstanden hätte.
Was mir besonders gut an dem Buch gefallen hat, war dass es eine völlig neue, in sich logische und geschlossene neue Welt zeigt und dass es sehr spannend erzählt ist. Es ist z.B. kein Herr-der Ringe oder Harry Potter Abklatsch, sondern etwas ganz Eigenständiges und in der Form noch nicht da gewesenes. Fraglich ist, ob es die Kirchenkritik in dieser deutlichen Form gebraucht hätte. Ich fand eigentlich, dass der Film das "Magisterium" auch recht gelungen dargestellt hat, ohne gleich diese Institution Kirche als die "Bösen" schlechthin darzustellen. Aber das ist Geschmackssache.
Insgesamt ist es eine originelle, spannend erzählte Geschichte, die eher für größere Kinder oder Erwachsene geeignet ist. Wie der Film hat auch diese Geschichte ein offenes Ende... und wer Spass an der Lektüre des "goldenen Kompasses" hatte, der wird sich sicher auch noch die Folgebände holen.
Fantasie Buch des Jahres, 29. Januar 2008
Deutlich besser als Herr der Ringe und garantiert genauso gut wie Harry Potter!! Die Story ist abgöttisch super genial. Von Zeitveschwendung kann total absolut keine Rede sein.
Schade um die Zeit, 27. Januar 2008
Ich habe mich bis zum Ende durchgebissen - es bleibt ein schaler Nachgeschmack von verlorener Zeit, die man besser anderweitig hätte investieren können.
Die Fragmente der Geschichte kommen aus anderen Büchern bekannt vor, das Erzähltempo ist auf die Bedürfnisse eines 6jährigen zugeschnitten, die teilweisen Grausamkeiten dann aber wieder nicht.
Nach all der Begeisterung in den Medien hätte ich sehr viel mehr erwartet.
Die Folgebände werde ich sicher nicht lesen.
für mich: nicht mehr als "ganz nett", 26. Januar 2008
Tut mir Leid, ich kann die allgemeine Begeisterung über das Buch nicht ganz teilen. Ich lese sehr gerne gute Fantasy und finde die Idee dieser sehr nahe an unserer Welt angelegten Fantasiewelt zwar gut, auch einige Details - z.B. die Vorstellung, dass die Menschen einen ihre Seele verkörpernden Daemon in Tiergestalt haben, der sich in der Kindheit noch verwandelt, und bei Erwachsenen dann eine feste Gestalt annimmt - sind gut erfunden. Trotzdem bleibt für meinen Geschmack die Erzählung in der Durchführung etwas oberflächlich, ohne wirklichen Tiefgang. Es gehört eben neben guten Ideen auch dazu, dass diese dann in begeisternden Details, spannenden Verwicklungen und Bezügen und gut gezeichneten Figuren, die eine differenzierte Persönlichkeit haben und eine Entwicklung durchmachen, ausgearbeitet werden. Das fehlt mir hier. Dazu ein Beispiel: das "Alethiometer" ist eine echt gute Idee - aber es hätte viel interessanter ausgestaltet werden können, wie Lyra den Umgang damit lernt. Stattdessen beherrscht sie es einfach irgendwann und irgendwie. Was mich zugegebener Maßen auch noch etwas stört - aber eher am Rande, und außerdem ist das sicher auch nur meine ganz persönliche Geschmackssache - ist, dass "Die Kirche" auf eine korrupte, intrigante, selbstherrliche und gewalttätige Institution reduziert wird, die mit Religion eigentlich gar nichts zu tun hat. Dann doch lieber ganz ohne Kirche (wie bei Harry Potter - das fand ich dort sehr gut gelöst: es wird immer schön Weihnachten gefeiert, aber Religion und Kirche gibt es irgendwie trotzdem nicht). Insgesamt beurteile ich das Buch daher eher mittelprächtig und werde mir die Folgebände erst mal nicht kaufen. Es auf eine Stufe mit dem "Herrn der Ringe" und "Harry Potter" zu stellen ist meiner Meinung nach nicht angebracht.
Beginn einer magischen Trilogie, 21. Januar 2008
Der goldene Kompass ist das erste Buch der His Dark Materials Trilogie von Philip Pullman.
Die Geschichte rund um die zwölfjährige Lyra spielt in einer Paralellwelt. Diese ist der unsrigen zwar ziemlich ähnlich und weist doch deutliche Unterschiede auf. So haben alle Menschen eine Dämonen. Diese stellen deren Seele da und beschützen sie. Mensch und Dämonen sind eins. Auch Lyra hat einen solchen, Pantalaimon. Zusammen mit ihm wohnt sie als Weisenmädchen im Jordan College in Oxford. Einzig ihr Onkel Asriel besucht sie. Sonst ist Lyra zwar nicht auf sich allein gestellt und doch allzu oft allein unterwegs um ihre Umgebung zu erkunden und unsicher zu machen.
Eines Tages wird sie dennoch zeuge wie der Rektor von Jordan versucht ihren Onkel zu vergiften. Lyra kann diesen zwar noch warnen und dennoch wird sich ihr Leben ab diesem Zeitpunkt entscheiden verändern.
Auch im Rest des Landes geschehen merkwürdige Dinge. Denn immer mehr Kinder verschwinden spurlos. Und die Behörden scheint dies nicht wirklich zu interessieren. Gerüchte gehen um die Gobbler würden die Kinder kidnippen, Doch warum?
Lyra hingegen bekommt besuch von einer bemerkenswerten Frau, Mrs. Coultier. Diese plant, wie ihr Onkel, eine Expedition in den Norden, und würde Lyra sehr gerne mitnehmen. Diese ist davon begeistert. In London allerdings fällt die Fassade und auf einer Partie erfährt Lyra, das Mrs. Coultier nicht die zu seinen scheint die sie vorgibt zu sein. Lyra sieht nur eine Chance, Flucht!
Bei dieser trifft sie auf alte Bekannte. Die Gypter nehmen sich Lyra an. Zusammen mir dem gyptischen König und Kriegern machen sie sich auf in den Norden um die Kinder zu befreien. Und auch weitere Geheimnisse zu lüften.
Der goldene Kompass ist unglaublich fesselnd geschrieben. Man kann einfach nicht aufhören weiterzulesen. Man muss einfach wissen wie es weitergeht. Das offene Ende allerdings sollte potentionelle Käufer dazu veranlassen sich rechtzeitig auch den zweiten Band zu besorgen um nicht allzu lange auf den trockenen zu sitzen.
5 verdiente Sterne!!!
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