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Heinrich Harrer: Sieben Jahre in Tibet. Mein Leben am Hofe des Dalai Lama.

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Sieben Jahre in Tibet. Mein Leben am Hofe des Dalai Lama.

von Heinrich Harrer

Ullstein Tb

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06/Okt/2008 - 15:46




Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Einer der großen klassischen Reiseberichte, 22. September 2007

Heinrich Harrers Erlebnisbericht 'Sieben Jahre in Tibet' gehört zu den seltenen eindringlichen Büchern, die man nicht mehr vergisst, wenn man sie mal gelesen hat, und die man trotzdem immer wieder lesen kann. Es ist die authentische Geschichte seiner Flucht aus einem britischen Internierungslager in Indien während des Zweiten Weltkriegs über die tibetische Grenze, die ihn bis nach Lhasa führte, wo er schließlich zum Lehrer und Freund des jugendlichen Dalai Lama wurde.

Auf dieser fast zweijährigen Flucht durch die tibetische Hochebene hatten er und sein Gefährte Peter Aufschnaiter alle Arten von Strapazen zu überstehen: Hunger und Kälte, Angriffe von Räubern, vor allem aber auch das ständige Katz- und Mausspiel mit Beamten der tibetischen Regierung, denn die beiden befanden sich illegal im Land und es bestand wenig Hoffnung darauf, dass sich dieser Status ändern würde. Durch ihre Hartnäckigkeit und schier übermenschlichen Anstrengungen gelang es ihnen dennoch, bis nach Lhasa zu kommen, und dort wendete sich ihr Schicksal zum Positiven. Sie erhielten nicht nur eine Aufenthaltserlaubnis, sondern wurden sogar von der Regierung angestellt, um Nachrichten zu übersetzen und Dämme, Kanäle und anderes zu bauen. Auf diese Weise führte Harrer bald einen eigenen Haushalt in Lhasa und war so weit in die tibetische Gesellschaft integriert, wie es für einen Europäer eben möglich war. Der Höhepunkt dieses Aufenthalts bestand zweifellos in seiner Freundschaft mit dem damals vierzehnjährigen Dalai Lama, die ihren Anfang bei Filmvorführungen nahm und auch über Harrers Tibetaufenthalt hinaus Bestand hatte.

Der Stil des Buches ist eine gelungene Mischung aus detailgenauer Schilderung und persönlicher Zurückhaltung. Nicht Harrers Gedanken und Gefühle stehen im Vordergrund, sondern das Land und seine Bewohner. Er beschreibt die Sitten und Gebräuche der einfachen Nomaden ebenso wie die der adeligen Gesellschaft von Lhasa. Da mit dem Einmarsch der Chinesen in Tibet nicht nur Harrers Aufenthalt dort endete, sondern die tibetische Kultur in dieser Form praktisch aufhörte zu existieren, da sie von der chinesischen Besatzungsmacht größtenteils zerstört wurde, bildet Harrers Buch auch eines der wenigen überlieferten Zeugnisse von Europäern über die Alltagswelt im historischen unabhängigen Tibet.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  DER Klassiker!, 12. Mai 2007

Ein absoluter Klassiker, so spannend wie ein Roman. Meilen besser als die Verfilmung, da im Film etliche Details ausgelassen, verfälscht oder kaum wiedergegeben werden. Leider ist Harrer in der Zwischenzeit verstorben. Mit seinen Büchern hat er dazu einen Beitrag geleistet, das Tibet, so wie es einst einmal war und leider nie mehr sein wird, in Erinnerungen aller bleibt. Was bleibt, ist die Wut auf das damalige China, das ein einzigartiges kulturelles Erbe ruiniert und ausgelöscht hat.

Max Hungerbuehler


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ein faszinierender Tatsachenbericht über eine untergegangene Welt, 2. Februar 2007

Das Buch liest sich wie ein Abenteuerroman: Der Autor wird während des 2. Weltkriegs als im britischen Indien im Gefangenenlager Dehra Dun interniert.

Mit viel Chuzpe gelingt ihm die Flucht : Verkleidet spaziert er mit einigen Leidensgenossen eines Tages einfach rotzfrech aus dem Lager! Während der eine Teil der Geflohenen sich durch Indien nach Burma zu den japanischen Linien durchschlagen wollen, entscheidet er sich für die Flucht nach Tibet. Diese Flucht wird sodann packend beschrieben - aber noch faszinierender und packender ist die beschreibung des lebens im damaligen Tibet, am Hofe des Dalai Lama.

Es ist der Dalai Lama, der noch heute lebt und der damals ein Kind war! Er war zu dieser Zeit noch Oberhaupt des unabhängigen Staates Tibet - bis die Chinesischen Truppen einrückten und Tibet besetzten, was in sehr erschütternder Weise auch beschrieben wird. Der Leser erfährt viel über das Leben in dieser Welt, die es so heute nicht mehr gibt und wohl nie mehr geben wird. Kuriosum am Rande: Auch einer der anderen gemeinsam mit dem Autor aus dem Lager geflohenen Europäer, die sich nach Burma durchschlugen, hat über seine Flucht ein Buch geschrieben. "Die Chance war null" von Rolf Magener beschreibt - auch sehr spannend! - wie es den anderen ergangen ist.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Anspruchsvolles Werk von und über Harrer und Tibet, 17. Februar 2006

„Sieben Jahre in Tibet“ stellt die ausgearbeitet Fassung des Tagebuches von Heinrich Harrer dar, der als erster Ausländer Tibet und später dem Dalai Lama so nah war.

Das vorliegende Buch ist mehr als bemerkenswert, betrachtet man allein die Fotografien, die sowohl Tibet als auch seine Menschen zeigen. Leider passen diese nicht immer exakt zum Text, doch muss man hierbei bedenken, dass es sehr lange gedauert hat, bis Heinrich Harrer schließlich einen Fotoapparat zur Hand hatte und diesen auch benutzen durfte. Dadurch lässt sich diese kleine Ungereimtheit leicht erklären und angesichts der Ausdrucksstärke der Bilder, von denen in der Buchmitte sogar einige farbige Abzüge abgebildet sind, auch schnell verkraften.

Leider ist „Sieben Jahre in Tibet“ sehr anspruchsvoll und damit auch anstrengend zu lesen. Der Leser muss sich sehr auf die Erzählung konzentrieren, doch sollte er sich davon nicht abhalten lassen, durchzuhalten und das Buch bis zum Ende zu lesen, denn dieses ist wirklich interessant geschrieben und ein Tipp für alle Liebhaber Tibets und diejenigen, die sich für den Buddhismus und den Dalai Lama interessieren.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Eine Liebeserklärung an das alte Lhasa, 7. Oktober 2005

Eines wird beim Lesen dieses Buches deutlich - Heinrich Harrer hatte sich in dieses Land verliebt, was auch den Verlauf seines weiteren Lebens deutlich geprägt und verändert hat. Mit diesem Reisebericht bringt er dem Leser jedoch nicht nur das Land Tibel näher, vielmehr geht es um die Menschen und die Art zu leben, die ihn offensichtlich fasziniert haben und sicherlich viele Leser in seinen Bann ziehen. Zugegeben, es ist schon etwas langatmig, wenn Harrer minutiös seine Flucht, seine Ankunft, sein Leben in und seine Flucht aus Lhasa beschreibt - aber es lohnt sich wirklich, dran zu bleiben und Seite für Seite dieses Reisedokumentes zu lesen. Es ist einfach authentisch, was und wie Harrer es beschreibt - insbesondere seine Begegnungen mit dem Dalai Lama.
Man mag zu Harrer stehen, wie man will - jedoch öffnet dieses Buch Horizonte, denn es erweitert den Blickwinkel und die Sicht auf mancherlei Dinge im Leben - auch wenn man dem Buddhismus gleichgültig oder skeptisch gegenübersteht.




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