Kundenmeinungen
Noch immer aktuell, 23. August 2008
Nachdem das Buch jetzt jahrelang ungelesen bei mir im Regal stand, habe ich es aufgrund einer Leserunde auch endlich mal gelesen.Geschrieben 1948, ist dieses Buch aktuell wie nie zuvor, wenn man bedenkt, was zwischenzeitlich alles passiert ist. Demnach scheint Orwell ein "George Nostradamus" gewesen zu sein.Es lässt sich nicht leugnen, das dieses Buch aufs Gemüt schlägt und es muss sich auch jeder eingestehen, dass der Mensch so gläsern geworden ist, dass es schon beängstigend ist. Telefone und PCs sind nicht mehr sicher und den Satelliten entgeht auch keiner mehr. Unseren weiteren Lebensweg wird das Buch nicht mehr ändern, aber es lässt uns zumindest eine Zeit innehalten und darüber nachdenken...
Einer der ganz großen Literaturklassiker, 5. August 2008
1984 wurde 1948 geschrieben und soll dem Leser die (jetzt schon vergangene) Zukunft wie sie von George Orwell gesehen wurde in einem erschreckenden Szenario zu Gemüte führen. Das erschreckende daran ist, dass diese Art der Zukunft gar nicht mal so realitätsfremd war und nach wie vor ist. Man denke was in Zeiten der Hochtechnologie und der ganzen Abhörtechnik möglich wäre, wenn diese Sachen (zB der realistisch beschriebene Televisor) bzw. die Macht eines Staates in die falschen Hände gerät. Orwell erschaffte in 1984 eine Welt die wirklich schon existierte bzw. macht Anspielungen (ob gewollt oder ungewollt) auf historische Personen. So erinnert Ozeanien stark an den Kommunismus der Sowjetunion sowie das Deutsche Reich. Weiters erinnert mich das Bild des Großen Bruders, welches beschrieben wird an Josef Stalin. Auch die (einzige je dagewesene Liebe von Winston (Hauptfigur) nennt er Julia, was meiner Meinung nach eine Anspielung auf Shakespeare ist -> verbotene Liebe etc. Auch die Textpassage "Sie sind der letzte Mensch" blieb mir in Erinnerung, welche Unweigerlich irgendwie an die Passionsgeschichte erinnert. Orwell schafft mit 1984 eine tiefpessimistische Welt aus Trug und Schein, aus der es kein entrinnen gibt. Jeder ist insgeheim gegen diese Welt, aber niemand traut sich dagegen etwas zu unternehmen. In Orwells 1984 sieht man die Welt aus der Sicht der Hauptfigur Winston, einem einfachen Arbeiter, der insgeheim gegen die mächtige Partei ist und sich aufzulehnen versucht. Man kann seine Gefühle und Gedankengänge richtig nachvollziehen, was bemerkenswert bei diesem Werk ist. Man erfährt Winstons Lebensgeschichte, welche dann meiner Meinung nach ein tragisches Ende nimmt. Im großen und ganzem ist es auch recht spannend und interessant geschrieben. Sicherlich gibt es auch langatmigere Stellen in diesem Buch (z.B. das Buch im Buch), aber die Message welche dieses Buch damit verbreiten will, trösten hinweg. Welche Message dieses Buch verbreitet?????? Das sollte jeder für sich selbst entdecken. Meiner Meinung gehört dieses Werk als Standardschullektüre in den Unterricht aufgenommen, da Kinder und auch Erwachsene sehr viel von Orwells 1984 lernen können. Eines der wichtigsten Bücher die jemals geschrieben wurden. 5 Sterne, keine Diskussion.
1984, 25. Juli 2008
wurde damals 1948 verfasst. Ich habe es vor Jahren,damls war ich ungefähr 18, gelesen. Ich muss sagen dieses Buch über die Kontrolle und den Einfluss über andere Menschen hat mich sehr fasziniert. Ich habe es als Buch bearbeitung in der Schule durch genommen und wir haben viel darüber diskutiert. Es ist erschreckend, wieviel Wahrheit doch schon in diesem Buch steckt! Natürlcih kann man dies nich 1 zu 1 in unsere welt ableiten, aber es sind erscreckende Ähnlichkeiten. Wenn man sich mal überlegt, wo wir heute überall von Kameras überwacht werden, wieviele Zeitschriften uns Lügen auftischen ...Nur für die, die das Buch schon kennen - sonst lieber nicht lesen!!! :Allein die Auflösung das Winston Smith & Julia in ihrer kleinen Wohnung die ganze Zeit beobachtet wurden ... Ich war überrascht,ehrlich,nicht mal abseits kann man vor dem "Großen Bruder" fliehen ... !Und der Schluss - das verhör und diese Leere die danach empfunden wird ...mich hat das Buch wirklich in seinen Bann gezogen!!!
1984 - Ein Buch das man gelesen haben sollte, 2. Juli 2008
Orwell schrieb sein Buch 1948/49 um die Gefahren einer unkritischen Haltung gegenüber einem totalitären System zu zeigen, da er sah, dass englische Intellektuelle anfällig waren für totalitäres Gedankengut. Deshalb ließ er seinen Roman in der nahen Zukunft spielen mit Bezug auf die Nachkriegsordnung in der Welt. So sind hinter den drei Mächten Ozeanien, Eurasien und Ostasien leicht USA und Westeuropa, Sowjetunion und Osteuropa sowie China zu erkennen. Das Bild, dass vom Großen Bruder" gezeigt wird, gleicht auffällig Stalin, so dass überdeutlich wird vor welchem Gesellschaftssystem Orwell warnt.Diese Warnung ist ihm in beeindruckender Weise gelungen. Mehr als einmal musste ich das Buch schaudernd zur Seite legen und mich beruhigen. Viel schlimmer als die wenigen brutalen Szenen fand ich den alltäglichen Horror, das ständige Überwachtwerden und das völlige Fehlen von Privatheit. Man stelle sich nur vor, jeden Morgen vom Televisor geweckt und zum Frühsport aufgefordert zu werden. Bei nachlässiger Ausführung der Gymnastikübungen kommt sofort der scharfe Tadel aus dem Gerät! Nie ist man wirklich alleine und auch in den Familien kann man sich nicht vertrauen.Obwohl Orwell vor dem Kommunismus warnen wollte, konnte ich mir viele Szenen auch in Deutschland während des Nationalsozialismus vorstellen. Am stärksten beeindruckt hat mich aber die große Angst und die absolute Hoffnungslosigkeit, die dieses Buch durchzieht. Aber obwohl 1984 so bedrückend ist, konnte ich es kaum aus der Hand legen. Denn es hat mir gezeigt, wie wichtig Politik ist und wie wichtig es ist, dass man sich bei uns einmischen darf und frei denken kann, und dass wird diese Privilegien niemals aufs Spiel setzen dürfen.Für mich war 1984 ein absolutes Lesehighlight, es ist trotz seines Alters ein ungemein wichtiges Buch.
Willkommen im Jahr 1984, 11. April 2008
George Orwells Buch "1984", von dem ich immer wieder hörte, es aber nie selbst in die Finger nahm, hat mich jetzt, da ich es tatsächlich las, doch sehr überrascht. Ich glaubte, ein politisches Buch aus dem Jahre 1948 könne heute nicht mehr aktuell sein und sei auch literarisch wie inhaltlich veraltet. Wie habe ich mich getäuscht! Wüßte ich nicht, dass es bereits 60 Jahre alt ist, so könnte es in meinen Augen auch heute entstanden sein. Insofern ist es ein wahrhaft zeitloses Buch. Natürlich entstand es vor dem Hintergrund der totalitären Regimes des Zwanzigsten Jahrhunderts, doch die Art, wie er seine Vision weiterdenkt, zeigt, dass keine Gesellschaft davor gefeit ist, autoritär und absolutistisch zu werden, wenn es die Freiheit des Einzelnen für die Sicherheit einer Gesellschaft und im Endeffekt für die Sicherung der Macht einer oberen Klasse aufgibt.So folgt der Leser dem Hauptcharakter Winston Smith, der in London lebt, einer Stadt der Supermacht Ozeanien, welche nicht nur die Britischen Inseln, sondern Amerika und Teile Afrikas umfasst. Ozeanien ist eine von drei übriggebliebenen Supermächten und befindet sich je nach Situation im Krieg mit Eurasien oder mit Ostasien. Winston arbeitet für die äußere Partei, was in etwa der Zugehörigkeit einer mittleren Klasse der Gesellschaft entspricht. Mitglieder der Partei werden als potenziell gefährlich angesehen und leben in ständiger Überwachung, jede Abweichung von der Realität der Partei ist gefährlich. Gedanken werden kontrolliert und geahndet, der Gedankenpolizei sei dank. Und doch findet Winston sich nicht mit den bestehenden Verhältnissen ab, verliebt sich in eine Parteigenossin und träumt vom Widerstand; ein Umstand, der ihn und seine Geliebte Julia in den Abgrund führen wird. Glaubt man anfangs noch an die Möglichkeit eines Widerstandes, an die Existenz einer Opposition, so führt Orwell den Leser in immer dunklere Abgründe, die in der absoluten Ohnmacht und Hilflosigkeit gegenüber der Staatsmacht endet.Daher ist dieses Buch eine Mahnung und ein Appell an die Wachsamkeit und die Mündigkeit des Einzelnen, nicht zu vergessen, Widerstand zu leisten, bevor diese düstere Vision Realität wird. Anzeichen dafür gibt es auch bei uns. Nicht umsonst gab es Neujahr 2008 den Auspruch: "Willkommen im Jahr 1984!" Und so ist es auch nicht wirklich wichtig, ob Orwell ein guter oder ein schlechter Belletrist war. "1984" ist nicht nur ein Buch, es ist ein literarisches Mahnmal. Ein literarisches Muss.
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