Kundenmeinungen
kleine Zielgruppe, bedingt empfehlenswert, 21. Januar 2008
Dieses Buch veranschaulicht die moderne, theoretische Physik. Der Zeitbegriff und die damit verbundene Relativitätstheorie ist hier ehr ein Teilaspekt, so dass schon der Titel nicht das hält, was er verspricht. Zudem ist das Buch weder für Leute mit fundierten Kenntnissen geeignet, da hierfür die Themen zu oberflächlich behandelt werden. Auch der Populärwissenschaftsinteressierte wird wenig Freude an diesem Buch finden, da hier ein gewisses Grundverständniss der Themen Voraussetzung ist, um weitreichende Erkenntnisse aus dem Buch ziehen zu können. Auf dem Gebiet der theoretischen Physik belesene, aber nicht geschulte Personen (wie ich, mir hat's gefallen) können hier aber durchaus die passende Zielgruppe bilden.
Schwierig aber interessant, 3. November 2007
Ich habe den Vorgänger, die kurze Geschichte der Zeit, nicht gelesen. Zum Glück, denn diese kürzeste Geschichte ist für einen Laien an vielen Stellen schon unverständlich genug. Es wäre schön, wenn man die Phänomene noch einfacher erklären könnte - auch wenn die hochintelligenten Autoren aus ihrer Sicht dieses Buch sicher schon "für die ganz Doofen" geschrieben haben. Aber obwohl man wirklich nicht alles komplett nachvollziehen kann, wenn man nicht gerade Physik studiert hat, ist es trotzdem interessant, einen Einblick in den heutigen Stand des Wissens über unser Universum zu bekommen. Meine eigentliche Frage, ob es theoretisch möglich wäre, Zeitreisen in die Vergangenheit zu unternehmen, konnte leider nicht genau beantwortet werden. Man weiß es einfach noch nicht! Schade. Da müssen wir wohl auf ein drittes Buch (oder noch länger? ;-)) warten.
Nicht nur zum ins Regal stellen, 27. Oktober 2007
Die Bücher von Hawking sollen ja die am besten verkauften Bücher sein, die am wenigsten Menschen lesen. Man stellt sie sich ins Regal, um anzugeben, so das Vorurteil. Das mag für frühere Werke stimmen, dieses liest sich aber recht flott und ist durchaus verständlich. Der Angeberfaktor ist vielleicht etwas geringer, der Lerneffekt aber viel größer, weil man wirklich hindurchfindet.Einen Sern ziehe ich dennoch ab, weil manches dann doch zu kurz kommt. Aber wenn man durch die kürzeste Geschichte der Zeit gefunden hat, kann man sich ja die "kurze" vornehmen.
lesenswert, 21. Februar 2007
vorab ein Geständnis: ich bin möglicherweise nicht objektiv. ich mag Stephen Hawking. Ich mag seine Forschungsarbeit, ich mag seine Ideen, ich mag seine Aufgeschlossenheit und seinen Humor. Er ist ein Vorbild. Und weil ich ihn so schätze, gibt es kaum ein Buch von ihm, das ich nicht positiv bewerten würde. So auch dieses. In nochmals verkürzter Form vermittelt der Autor hier dem interessierten Leser den aktuellen Stand der Forschung in Sachen Strings & Co. Leichte Kost ist es deshalb noch lange nicht; es verlangt dem Leser schon noch einiges an Verständnis ab. Aber es handelt sich ja auch nicht um Stephen King, sondern um Stephen Hawking. Ich denke, wer seine Bücher liest, hat auch eine ungefähre Vorstellung, was ihn beim Lesen erwartet.Negativ: der Sprachstil.einzelne Passagen sind sprachlich schwach formuliert und dadurch schwer verständlich (möglicherweise ein Übersetzungsproblem?).ansonsten wieder einmal rundherum gut gelungen. bibliographisches oder geschichtliches Wissen sollte man nicht von Stephen Hawking erwerben; aber wenn er sich - wie im hier vorliegenden Buch - um die Vermittlung aktueller Forschungsergebnisse bemüht, dann macht das Lesen Spaß.
kürzer und lesbarer, 14. Oktober 2006
Ich fand "Die kürzeste Geschichte der Zeit" deutlich verständlicher und leichter zu lesen als die "kurze". Hawking zeichnet in - für Laien mit einem mäßigen Hintergrundwissen - doch recht nachvollziehbaren Schritten die Entwicklung unseres Weltbilds von der flachen Scheibe auf dem Schildkrötenrücken über Newton, Einstein bis hin zu Stringtheorie & Co nach. Ich kann nicht behaupten, dass ich Schritte und Folgerungen immer genau nachvollziehen konnte, dennoch vermittelt das Buch meiner Meinung nach einen sehr guten Überblick über das, was wir vom Wesen des Universums zu wissen glauben und was wir (noch) nicht wissen. Der Lesbarkeit haben einige Kürzungen gegenüber dem Vorgänger gut getan, z.B. in bezug auf Elementarteilchen. Einen Satz wie: "... können sich die beiden Up- und das eine Down-Quark, die ein Proton bilden, in ein Down/Antidown-Pi-null-Meson und ein Antielektron verwandeln" (aus: "Eine kurze Geschichte der Zeit") finden sich in dieser krassen Form hier nicht.Nichts destotrotz bleibt das Thema anspruchsvoll und daher ist das Werk sicher immer noch nicht als Strandlektüre o.ä geeignet!
|