Kundenmeinungen
ein richard dawkins eben... *grins*, 6. März 2006
Wie typisch für ihn, erklärt er in seinen Büchern Wissenschaft anschaulich und auch für Laien auf dem Gebiet verständlich. In diesem Buch liegt vor allem der Schwerpunkt, Poesie und Wissenschaft zu verbinden bzw. das poetische der Wissenschaft zu zeigen. Was Dawkins auf unterhaltsame Weise gelingt. Ich persönlich würde das Buch in drei größere Teilbereiche zerlegen: der erste Teil ist vor allem Physik, mit dem Regenbogen, (Schall)Wellen und dem Universum, während der zweite Teil vor allem um Dinge wie Wahrsagen, Illusionen, und andere mehr esotherische Bereiche geht. Der letzte Teil schießt mit Sichtweisen über die Biologie ab und auch "Richard Dawkins'" Meme kommen wieder einmal vor. Schön finde ich, dass ein gutes Stichwortverzeichnis am Ende des Buches steht (ich merkte bei anderen Lektüren, die ich in neuerer Zeit las, dass das nicht selbstverständlich ist) und sehr gut finde ich auch, dass er Gedanken von vorigen Kapiteln teilweise wieder aufgreift und weiter benutzt für neue Gedanken. Auch gut fand ich, dass er häufig am Ende von Kapiteln mehr oder weniger noch einmal die in dem Kapitel gewonnenen Kenntnisse zusammenfasst. Ein Richard Dawkins wie man ihn kennt und mag. :)
Wissenschaft trifft Kunst, 16. September 2003
Da ist Richard Dawkins, dem Autor des "egoistischen Gens" oder des "Blinden Uhrmachers" und zoologischen Rebell, wieder einmal ein Meisterstück gelungen. Ernsthafte Wissenschaft sucht man hier vergeblich, aber wie immer gelingt es Dawkins, wissenschaftliche Theorien so aufzuarbeiten, dass sie selbst für einen Laien verständlich werden. Das beste an diesem Buch aber ist, dass es die Schönheit der Wissenschaft herausarbeitet. Es zeigt auf, wie faszinierend wissenschaftliche Erkenntnis sein kann und welche Anregung für Musik und Dichtung sie bieten könnte. An Dawkins begeistert mich am meisten, dass es ihm gelingt, die Dinge auf den Punkt zu bringen. An vielen Stellen denkt man einfach "Ja, genauso ist es!" Gleich die ersten Seiten, wenn er darüber philosophiert, was für Glückskinder wir doch alle sind, bieten ein sprachliches und inhaltliches Highlight. Doch am meisten fasziniert mich das letzte Kapitel "Ein Ballon zum Denken" in dem er über Miniaturisierung sowie die Entwicklung der höheren menschlichen Fähigkeiten nachdenkt und wiederum einen Beitrag zur Memetik (seinem Lieblingskind) liefert. Grundtenor: Vielleicht liegt die Zukunft der "menschlichen" Kultur im Internet und wir werden als Träger derselben überflüssig. Meine Wertung: interessanter und anregender Lesestoff - 4 Sterne
Mit Poesie quer durch die Wissenschaft..., 14. Mai 2003
... führt dieses Buch von Dawkins.
Wenn man ein gut geschriebenes Buch über ein wissenschaftliches Thema, wie zum Beispiel über Evolutionsbiologie mit einem lecker belegten, nahrhaften Kanapee vergleicht, dann hat man mit Dawkins Buch gleich ein ganzes kaltes Buffet vor sich. Es wird die Geschichte von der Entdeckung der Lichtbrechung bis hin zur Spektralanalyse erläutert, es kommen die Quantenphysik und die Neurobiologie zur Sprache. Anthropologie und Astrophysik, Ökologie und Vererbungslehre, dazu etwas Psychologie. Alles ist rechtschaffen und sauber belegt und dabei sehr humorvoll geschrieben. Daneben wird mit allerhand Aberglauben aufgeräumt und seine Ursachen erklärt. Hier teilt Dawkins ordentlich aus und beschreibt witzig bis beißend-ironisch die typischen Erscheinungsformen des Aberglaubens vom Regentanz bis zum religiösen Massenwahn. In dem Buch setzt sich der Autor vehement für die Poesie und die Phantasie in der Wissenschaft ein. Es werden zu den einzelnen Themengebieten klassische Gedichte in den Wissenschaftstext eingefügt. Das macht das Buch zu einem literarischen Vergnügen. Dawkins hat auch selbst schriftstellerische Qualitäten zu bieten. Er schreibt spannend, präzise, elegant und bleibt doch stets allgemeinverständlich, und er nennt auch seine Quellen. Da Dawkins aus dem englischen Sprachraum kommt, zitiert er natürlich hauptsächlich Keats, Shakespeare und andere, um sein Anliegen zu illustrieren. Ein vergleichbarer deutscher Wissenschaftsautor fällt mir aber nicht auf Anhieb ein; ich wünschte, wir hätten einen solchen. Ich las das Buch mit großem Vergnügen und wachsender Begeisterung. Es ist auch ein empfehlenswertes Geschenk für wissenschaftlich interessierte Leser.
Gutes Buch!, 12. Februar 2003
Dawkins rechnet mit einer Gesellschaft ab, die sich der Wissenschaft zwar in Form von Technik bedient, aber davon nicht mehr verstanden hatals die Kuh von der Botanik, die sie mit Wohlbehagen frisst (Einstein). Gleichzeitg räumt er jedoch mit dem Vorurteil auf, Naturwissenschaften und Poesie wären unvereinbar. Dawkins: "Ein Newton und ein Keats, die einander lauschen, könnten die Galaxien singen hören." Dieses Buch eröffnet mitunter völlig neue Blickwinkel, das Leben zu betrachten, weshalb es unbedingt lesenswert ist.
Das neue Sprachrohr der Wissenschaft, 10. August 2002
Es zeigt sich endgültig, dass Richard Dawkins am besten dazu geeignet ist, den zu früh verstorbenen Carl Sagan als Sprachrohr der Wissenschaft zu ersetzen. Dawkins plädiert in diesem Werk dafür, dass "jedem Poeten, der die Bezeichnung <> verdient, ... das Herz im Leibe hüpfen (muss), wenn er das Universum eines Einstein, Hubble oder Hawking betrachtet." In bekannter Art und Weise provoziert Dawkins bereits zu Beginn den Leser zum Nachdenken: "Überhaupt zu leben, ist Wunder genug" (Mervyn Peake zitierend). Schreibt Dawkins selbst: "Wir alle müssen sterben, das heißt, wir haben Glück gehabt. Die meisten Menschen sterben nie, weil sie nie geboren werden." Dawkins beschreibt im ersten Teil des Buches die Wissenschaft und ihre Rolle in unserer neuen Kultur. In einer Art, dass einige seiner Kritiker dazu übergingen ihn außergewöhnlich bissig und persönlich anzugreifen, wobei keiner im entferntesten auch nur ein wissenschaftlich fundiertes Argument hervorbrachte. Wer Dawkins kennt, weiß dass dies ihn nur zu noch größeren Leistungen animiert, so muß also den Kritikern letztendlich gedankt werden. Dawkins schreibt weiterhin über den "Strichcode in den Sternen", "Märchen, Geister, Sternendeuter", "Berechnete Schauer (wo er sich mit den "normalen Abergläubischen, die nicht als hehre Poeten den Regenbogen verteidigen, sondern sich im Rätselhaften aalen und sich verraten fühlen, wenn man ihnen eine Erklärung liefert", auseinandersetzt). In den Schlußkapiteln kehrt Dawkins zu seinen bekannten Grundthemen zurück (Evolution, Genetik etc.), was Naturwissenschaftler tun können; über das genetische Totenbuch; wie die Welt neu verwoben wird und über einen Ballon zum Denken. Waren schon seine "Der blinde Uhrmacher. Ein neues Plädoyer für den Darwinismus"; "Und es entsprang ein Fluß in Eden. Das Uhrwerk der Evolution"; "Gipfel des Unwahrscheinlichen. Wunder der Evolution" und "Das egoistische Gen" hervorragende Werke, so ihm jetzt endgültig das Meisterwerk gelungen.
|