Kundenmeinungen
Harter Tobak, 29. Dezember 2006
Es ist nicht einfach zu lesen, dieses Buch zur (militärischen) Strategie. Manch einer, der sich eine lockere Lektüre erhoffte, wird es daher schnell enttäuscht zur Seite legen.Zugegebenermaßen muß man einige Passagen mehrmals lesen, um sie zu verstehen. Die Brillanz der Gedankengänge erschließt sich einem nicht gleich beim ersten Überfliegen.Harter Tobak, aber dennoch sehr lesenswert.Für Führungskräfte in Wirtschaft und Politik sollte es Pflichtlektüre sein.
Nichts für am Rande Interessierte !, 28. März 2006
Die Sprache des Buches orientiert sich am Stil des beginnenden 19. Jahrhunderts und ist dadurch schon schwer genug zu lesen. Einzelne der langen Schachtelsätze muß man deshalb auch mehrfach lesen, um sie zu verstehen.Die Druckfehler, die dadurch dann teilweise entstehenden Grammatikfehler, der sehr enge Zeilenabstand und letztlich auch druckbedingte schwarze Farbstreifen machen in dieser Ausgabe sehr wenig Freude. Das Lesen des komplexen Stoffes wird dadurch nochmals unnötig erschwert.Ansonsten ist dieses, letztlich vom Autor leider nicht vollendete Werk zwischenzeitlich fast 200 Jahre alt, hat aber nichts, gar nichts, von seiner Übertragbarkeit in die heutige Zeit verloren. Nicht umsonst ist diese extrem fundierte wissenschaftliche Betrachtung deshalb nicht nur zu Recht nach wie vor Grundwissen hochrangiger Militärs weltweit, sondern wird auch im höheren Management der Wirtschaft und Industrie gelesen.
"Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ...", 2. Juni 2005
ist wohl das bekannteste "Zitat" aus diesem Grundlagenwerk und mithin der Grund dafür, dass es oft genug verrissen wurde. Diejenigen, die es volltönend im Munde führen, offenbaren sich mit dieser völlig unzulässigen - weil inhaltlich sinnverfremdenden - Verkürzung bereits als dogmatische, aber leider eingefleischte NICHT-Leser dieses Meisterstücks philosophischer Strategie- und Taktikbetrachtung.
Carl von Clausewitz hat mit "VOM KRIEGE" in Nachhall zu den Napoleonischen Kriege den ersten Versuch angestellt, eine Essenz militärischen Handelns zu Papier zu bringen. Dabei ist es keineswegs so, dass das Werk a priori als Gesamtheit vorgesehen war, sondern vielmehr ist es als Ansammlung von bruchstückhaften Erkenntnissen zu verstehen, welche erst "in der redaktionellen Überarbeitung" zur Buchform gelangten.Clausewitz wird heute noch - ironischerweise in den US-Streitkräften deutlich fundamentaler und umfassender als in den entsprechenden Bildungseinrichtungen der Bundeswehr - neben Sun Tzu als DER große Militär- und Grundlagentheoretiker exzessiv gelehrt und auch gelesen.Seine Ansichten hinsichtlich Organisation und Verfahren waren und sind nach wie vor maßgebend beim Versuch der Erlangung einer operativen oder gar strategischen Ausbildung.Wer privat mitunter historisch-militärische Studien betreibt, wird nach der Lektüre von "Vom Kriege" den einen oder anderen militärische Konflikt der Vergangenheit in seinem Verlauf deutlich besser verstehen und nachvollziehen können; da muss man sich nicht einmal allzu weit zurückbegeben ..."Krieg ist die Fortsetzung der Politik UNTER EINBEZIEHUNG anderer Mittel." - Dieser Satz - wenn man ihn richtig zitiert - erweitert bereits den Horizont und lässt erahnen, wie vieldimensional, weitsichtig und seiner Zeit voraus Clausewitz wirklich war ...
DER Klassiker der militärischen Strategie und Taktik, 2. Februar 2005
Natürlich gibt es in dem Werk "Vom Kriege" Aussagen, die zeitlich überholt sind. Aber die Grundaussagen zur Strategie und Taktik von Clausewitz sind auch heute noch äußerst interessant und helfend. So die Feststellung, dass die Verteidigung (im allgemeinen) die stärkere Position darstellt; die Betonung des moralischen Faktors im Krieg und verschiedenes mehr.Noch besser ist aber die Ausgabe aus dem Dümmler Verlag mit der Vorrede von Hahlweg. Er arbeitet gegen jede negative Haltung zur Polemik scharf die Clausewitzsche These, dass die "Einwirkung theoretischer Wahrheiten auf das praktische Leben" stets "mehr durch Kritik als durch Lehre" geschehe und ähnliches heraus. Clausewitz war ein großer Dialektiker (auf seinem Gebiet). Dass "Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" ist, sieht man auch immer klarer an Beispielen wie dem Irak-Krieg.
Kompliziert, kompliziert aber Gut!, 21. Februar 2004
Strategie bis ins Letzte!Ich muss zu Beginn sagen das das Buch keine Bettlektüre ist und nicht immer sehr einfach zu verstehen ist. Wer dieses Buch lesen will muss sich ernsthaft damit befassen. Es gibt einen guten Einblick in Kriegs- und Handlungsstrategie also auch für Manager sehr interessant aber vor allem vermittelt das Buch eines: Das Wissen wie mal zielorientiert Arbeitet. Aber man sollte das Buch nicht lesen, nur damit man es gelesen hat!
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