Beschreibung
Einst bewachten die Zwerge den Steinernen Torweg, um das Geborgene Land mit seinen Menschen und Elben vor den Heeren des Bösen zu beschützen. Verrat bahnt Orks und Ogern den Weg, und das Tote Land breitet sich mit seinen Schrecken aus. Der Zwerg Tungdil ist bei dem Magier Lot-Ionan unter Menschen aufgewachsen und kennt die Bräuche seines Volkes nur aus Büchern. Da wird der junge Schmied von seinem väterlichen Freund auf die Reise geschickt. Doch aus dem Botengang wird unverhofft das große Abenteuer. Um die Einheit der fünf Stämme zu bewahren, behauptet der greise Zwergengroßkönig Gundrabur, er sei ein verschollener Königssohn. Und plötzlich steht Tungdil an vorderster Front im Kampf gegen das Böse und muss das Geborgene Land retten. Nach seinem fünfbändigen Zyklus Die Dunkle Zeit legt der deutsche Autor Markus Heitz mit Die Zwerge einen Roman vor, in dem er die ewigen Nebenfiguren der Fantasy einmal in den Vordergrund rückt. Keine leichte Aufgabe, denn so schrecklich interessant ist der Zwerg an sich nun auch wieder nicht. Aber Heitz hat es geschafft, etwas aus dem Thema zu machen. Er konzentriert sich darauf, eine unterhaltsame Geschichte mit gelungenen Variationen des Zwergenmythos und überraschenden Wendungen zu erzählen. Der Held Tungdil erlebt ein klassisches Abenteuer in einer Zwergenkultur, die zwar aus rauen, selbstbewussten Gesellen besteht, dabei aber mehr zu bieten hat, als unter Tage Schätze zu behüten. Das ist temporeich und spannend gemacht, mit einem scharfen Blick für stimmige Details und sehr interessanten Nebenfiguren. Aber nicht nur das lädt hier zum Weiterlesen ein; Heitz hat das seltene Talent, mitreißende und vor allem überzeugende Action schreiben zu können, von der es hier reichlich gibt. Und gerade das macht diesen Roman so vergnüglich und kurzweilig. --Andreas Decker
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Kundenmeinungen
Trotz kleinerer Fehler ein Genuss!, 30. November 2008
"Wow," dachte ich als ich Markus Heitz} Zwerge durch hatte. Vor allem das Ende hatte mich in Atem gehalten, ich fieberte mit, und das das ganze Buch durch! Der Schreibstil des Autors ist flüssig, auch wenn ich zugebe dass der Vorwurf einiger logischer Fejler berechtigt ist (und auch einiger Tippfehler!) möchte ich dem Buch doch 5 Sterne geben. Denn Tungdils Abenteuer ziehen in einen Bann, man kann mit jedem Charakter etwas anfangen, und das Wichtigste für mich - davon gibt es nicht zu viele! Gerade am Limit schafft Heitz es, seine Figuren auszumalen und so zu beschreiben dass man sie im Gedächtnis hat wenn der Name wieder auftaucht. Gute Leistung! Im Gegenteil zu "Den Drachen" der Reieh gefiel mir "Die Zwerge" außerordentlich gut, und ich werde mit Sicherheit auch den Nachfolgeband lesen.. Jetzt sind erstmal "Die Orks" dran!
Solide Fantasy-Action, 9. November 2008
Man kann dem Buch alles mögliche vorwerfen, was auch gleich folgen wird, doch eimne Sache ganz sicher nicht: Langeweile. Die Geschichte um Tungdil, einen nicht ganz typischen Zwerg, fesselt den Leser (wobei ich natürlich von mir ausgehe) zwar nicht bedingungslos, doch sie lässt sich gut lesen.Dort liegt allerdings mein erster Kritikpunkt: Um die Handlung schnell voran zu bringen, verzichtet Heitz leider auf feinsinnige sprachliche Ausschmückungen und Umschreibungen, die der Handlung die Tiefe und Lebendigkeit verleihen, die nötig sind, um in sie gänzlich einzutauchen. An einigen Stellen ließt sich das Buch so zäh wie altes Brot.Auch das Grundszenario erscheint mir sehr einfach gehalten. Das Geborgene Land, eine in meinen Augen zu homogene Oase des Friedens, die durch hohe Berge von der Außenwelt abgeschnitten ist, wird von den Kreaturen des Bösen überrant und nach und nach unter deren Kontrolle gebracht. Schließlich verführt das Böse einen mächtigen Magus, dessen Hundertachtzig-Grad-Drehung damit vollendet wird und die Schlussphase im Eroberungsfeldzug des Bösen einleitet. Dieses Grundszenario erscheint mir sehr flach, handelt es sich dabei doch um ein altbewehrtes und in meinen Augen längst überholtes Schwarz-Weiß-Schema.Ein weiteres Beispiel für dieses Schema stellt die Erklärung des Autors dar, warum sich Zwerge und Elben nicht ausstehen können: Sitalia, Schöpferin der Elben, und Vraccas, Erschaffer der Zwerge, haben es so beschlossen. Punkt.Das Geborgene Land erscheint mir nicht nur in Bezug auf die Geographie, sondern auch auf die Kultur und Religion sehr homogen. Letztlich glauben alle Völker an dasselbe Pantheon, jedes Volk zwar an einen anderen Gott, doch im Grunde sind sich alle, ob Mensch, Ork oder Zwerg, einig, dass es dieselben Götter gibt. Verschiedene Auslegungen oder vielleich sogar gänzlich andere Vorstellungen, verbunden mit Spannungen hätten in einem Land, das immerhin etwa die Fläche Europas einnimmt (so viel habe ich ausgerechnet), nichts geschadet. Nicht als bestimmender Handlungsstrang, doch zumindest als nettes Detail, das dem Szenario etwas mehr Biss verleiht.Weiterhin stört mich ein wenig, wie schnell sich scheinbar verfahrene Situationen in Wohlgefallen auflösen lassen. So zum Beispiel die Suche nach dem Drachenfeuer und die exakten Angaben zur Anfertigung der Feuerklinge.Dagegen entwirft Heitz einige sehr interessante Charaktere, von denen mir nicht immer unbedingt die Zwerge am sympathischsten sind. Das muss man ihm auf jeden Fall zugestehen. Auch Heitz interpretation der germanischen Alben, seine Albae, sind durchaus interssant, auch wenn sie reichlich wenig mit dem Bild der Germanen zu tun haben. Doch mein Interesse an den "bösen" Brüdern der Elben ist groß genug, dass ich mir auf jeden Fall die entsprechenden Bücher zulegen werde, sobald sie erschienen sein werden.Alles in allem handelt es sich bei den "Zwergen" um ein solides Fantasybuch, das dem Leser einige unterhaltsame Stunden verspricht, wenn er über gewisse Dinge hinwegsieht oder einfach keinen Wert darauf legt.
Schwungvoller Auftakt der Zwergensaga, 8. November 2008
Mit den Zwergen hat Markus Heitz ein eigentlich wohl bekanntes Völkchen aufgegriffen. Eigentlich, denn Heitz hat es verstanden, diesem Volk zahlreiche neue Facetten zu verleihen. Man merkt dabei die Liebe zum Detail und zu den kleinen Männern und Frauen, die er in den Eigenheiten ihrer Stämme schildert. Ihre Lebensgewohnheiten, ihr Lebensbereich und auch ihre Empfindungen werden von ihm auf eine Weise angepackt, dass man sich als Leser in ihren Gewölben sofort heimisch fühlt. Der Fall des großen Tores am steinernen Torweg und die Überleitung zu dem jungen Zwerg Tungdil, der in der Obhut eines Zauberers aufwächst, haben mich förmlich magisch in die Handlungsstränge hinein gezogen. Man möchte dem Verräter Nudin und dem hinterhältigen Zwerg Blislipur persönlich die Hände um den Hals legen. Die Konflikte zwischen den Stämmen, Intrige, Verrat und hingebungsvolle Treue ziehen sich durch den gesamten Band. Die Gefährten um Tungdil, angereichert mit der Maga, einer geheimnisvollen Bestie, der Halbalbin und den Menschen, sind vielschichtig und mit schön gezeichneten Charakteren versehen. Man leidet und lacht mit ihnen. Und... man wartet begierig auf die Fortsetzung.Michael Schenk
Genial!!!!! Einfach genial!!!!, 6. November 2008
Als ich mir den Buchrücken durchlas, konnte ich mir nicht vorstellen, dass man Tolkiens Gimli noch topen konnte. Ich merkte aber schnell, dass dies doch zutraf.Der kleine Tungdil, der als Findel-Zwerg bei einem Zauberer aufwuchs, wünscht sich nichts sehnlicher, als einem seiner Artgenossen zu begegnen und von diesem etwas über seine Herrkunft zu erfahren. Er wusste derzeit noch nicht, dass ihm bald ein "Doppelpack", namens Boendil und Boendal begegnen würden, die ihm mehr über das Zwergische beibringen würden, als er es je vermutet hätte. Ausgerüstet mit einer Axt und seinen zwei neuen Freunden, beginnt die Reise zum Großkönig der Zwerge, dessen Platz er einnehmen soll, aber es kommt alles ganz anders als es im ersten Moment scheint. Den drei Freunden steht ein Abenteuer bevor, dass selbst Tolkiens Herr der Ringe in nichts nachsteht.Ein Fantasyepos bei dem sich Markus Heitz selbst übertroffen hat.KAUFEN!!! KAUFEN!!!! KAUFEN!!!!!
Bühne frei für den Unglaublichen Rodario!!!, 21. Oktober 2008
Oder war es doch eher Rodario,der Unglaubliche?Schwamm drüber.Jedenfalls ist dieser Rodario m.M.n. eine der schillernsten und interessantesten sowie lustigsten Charaktere in der Geschichte des Fantasy-Romans.Dies gilt gerade für den Nachfolger dieses tollen Bandes,dazu sei an anderer Stelle aber mehr gesagt.Lobend sei hinzuzufügen,dass sämtliche Protagonisten in den Machwerken Markus Heitz}s ausgesprochen gut detailliert und überaus interessant sind,selbstverständlich gilt das auch für die Helden aus "Die Zwerge".Markus Heitz versteht es dermaßen gut,den Leser zu fesseln,dass es schon beinahe unheimlich anmutet.Dies liegt an seiner flüssigen Art und Weise zu schreiben,seinem unermesslichen Ideenreichtum,den ständigen storytechnischen Wendungen und den spannenden und intelligenten Dialogen.Gerade letzteres erachte ich übrigens als äußerst wichtig in einem Roman,egal ob Fantasy oder ein anderes Genre.Letztendlich verdient sich "Die Zwerge" in meinen Augen das Prädikat "Überaus Wertvoll",denn das Lesen macht von der ersten bis zur letzten Zeile Spass.Erst wenn die letzte Seite durchgelesen ist,ist man zufrieden.Nun,sagen wir,zumindest bis zum Erwerb des entsprechenden Nachfolgers.;-)
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