Beschreibung
Sterben und sterben lassen! lautet das Motto von Never Dead Ned, der seinen Spitznamen nicht von ungefähr trägt. Obwohl er schon über vierzig Mal gestorben ist, kann Ned einfach nicht tot bleiben -- auf wundersame Weise kehrt er immer wieder ins Leben zurück! Das macht ihn zum idealen Kandidaten für den Posten des Hauptmanns der berüchtigten Kompanie der Oger. Alle, die bisher diesen Rang innehatten, sind nämlich stets auf die eine oder andere mysteriöse Weise zu Tode gekommen. Nun soll Ned die Sache richten und den bunten Haufen aus renitenten Ogern, Goblins, Trollen, Menschen, Elfen und Baumwesen zur Disziplin bringen und in eine mustergültige Kompanie verwandeln. Und das, obwohl Ned mit dem Soldatenleben eigentlich nichts am Hut hat und sich lieber einen ruhigen Posten als Buchhalter wünscht. Die obersten Offiziere der Kompanie, die insgeheim selbst auf den Rang des Hauptmanns spekuliert hatten, sind ebenfalls alles andere als glücklich und machen sich sogleich daran, perfide Pläne auszuhecken, wie sie ihren neuen Boss wieder loswerden. Doch sie rechnen nicht mit Neds besonderem Talent ... Nach dem herrlich komischen Debütroman Diner des Grauens ist Die Kompanie der Oger nun schon der zweite Coup von A. Lee Martinez und die Folgen sind katastrophal -- zumindest für das Zwerchfell des Lesers! Der Roman sprudelt förmlich über von absurden Ideen und skurrilen Figuren -- kettenrauchende Baumwesen, ein blindes Orakel, das die Zukunft riechen kann, ein Oger mit zwei Köpfen --, in einer Dichte, wie man sie sonst höchstens bei Douglas Adams oder Terry Pratchett findet. Martinez ist ein Kenner der Fantasy und lässt all die typischen Figuren und Klischees des Genres aufmarschieren, um sie nach Herzenslust durch den Kakao zu ziehen. -- Ein würdiger Nachfolger von Diner des Grauens und ein Schenkelklopfer ersten Ranges! -- Gerhard Schildmann
|
Kundenmeinungen
Kurzweiliger Spaß mit Ogern, Orcs & Co., 27. Juli 2008
A.Lee Martinez ist als Autor am ehesten mit Christopher Moore oder Terry Pratchett zu vergleichen, sprich: Er schreibt skurrile, witzige Geschichten aus dem Fantasy/Horror-Genre. Dabei sind seine Geschichten meist ein wenig blutrünstiger als bei oben genannten Herren, außerdem ist der Humor vielleicht noch etwas eher Geschmackssache. Trotzdem bin ich eine überzeugte Leserin seiner drei, bisher ins Deutsche übersetzten Romane.Inzwischen bin ich sehr gespannt, was Martinez in Zukunft noch zu bieten haben wird. Dieser Roman spielt einmal mehr in einer Fantasy-Welt voller Hexen, Orcs, Kobolden, Dämonen, Ogern, Elfen usw. Hauptdarsteller hier ist Never Dead Ned, ein von vielen Toden gezeichneter Soldat und Buchhalter, der relativ häufig zu Tode kommt, daraufhin aber auch jedes mal wieder von einer unheimlichen Frau zum Leben erweckt wird. Eines Tages wird Ned dank seiner Fähigkeiten nicht auf Dauer tot zu bleiben, Kommandeur der Oger-Kompanie. Die ist innerhalb des großen Heeres die vielleicht wildeste und unzivilisierte Abteilung, die kurz vor ihrer Auflösung steht, gelingt es Ned nicht, sie durch einen strikten Finanzplan zu retten.Die drei führenden Offiziere der Kompanie Oger Frank, Orc Gabel und Amazone Regina planen sogleich Neds Tod, da sie selbst die Kommandeursstelle anstreben, müssen aber schnell merken, dass Never Dead Ned tatsächlich von den Toten zurückkehrt und sie erst mal mit ihm auskommen müssen. Und während zwei der Offiziere und der Großteil der Kompanie sich mit dem umgänglichen Ned anfreunden, plant einer weiterhin seinen Untergang. Doch das ist ganz sicher nicht Neds größtes Problem, denn neben der drohenden Auflösung der Oger-Kompanie und so manchem unzufriedenen Soldaten, taucht plötzlich eine weitaus bedrohlichere Gefahr auf. Denn Neds Talent von den Toten zurückzukehren, hat einen ganz besonderen Grund, der das ganze Universum bedroht.Die Stärke des Buches liegt in der Situationskomik, die zwar nicht, wie bei Pratchett auf jeder Seite einen absoluten Humorknaller abliefert, trotzdem aber ziemlich amüsant ist. Die Figuren sind ziemlich gelungen herausgearbeitet, andererseits hätte gerade Hauptfigur Ned ein wenig mehr Spielfläche gut getan. Anders als bei Martinez namenloser Hexe aus "Eine Hexe mit Geschmack" ist Ned zwar genauso skurril, aber noch lange nicht so liebenswert bzw. sympathisch, sodass die Enthüllungen und Wendungen zum Ende der Geschichten nicht ganz so viel Tragik an den Tag legen, wie vielleicht beabsichtigt. Ob es hier so gelungen war, die Geschichte aus verschiedensten Perspektiven zu erzählen und dabei die Hauptfigur ein wenig zu vernachlässigen, lasse ich mal offen. Dadurch wird die Geschichte andererseits auch etwas flotter und aufgelockert. Trotzdem war es kurzweilig und amüsant der Geschichte zu folgen und die vielen ironischen Seitenhiebe auf das Fantasy-Genre zu verfolgen. Außerdem schätze ich es bei diesem Autor sehr, dass er sich nicht damit aufhält, irgendwelche Zusammenhänge bzw.Erklärungen für seine Welt zu liefern, sondern dass er den Leser ins kalte Wasser wirft und das meiste selbst erleben lässt. Gerade bei dieser eher humorvollen Geschichte gefällt mir das ungemein gut.Das Buch dürfte allen gefallen, die Fantasy, eine Prise Horror, Humor und Action suchen. An eine Weltklasse von Pratchetts kommts nicht heran, aber das muss es ja auch nicht. Ich warte jedenfalls gespannt, auf Martinez neuen Roman!
Langatmig - mühsam, 26. Februar 2008
Nach dem Superroman "Diner des Grauens" habe ich mich direkt auf diese Buch gestürzt und wurde entäuscht. Story und Figuren sind gut gemacht, aber ab Seite 100 passiert irgendwie nichts mehr. Teilweise kam ich mir vor wie in einen philosophischen Roman. Als wen dem Autoren zwischendurch die Ideen , der Alkohol , die Drogen oder alles zusammen ausgegangen wären. Kaugummi ohne Ende. Schade. Hoffen wir auf den nächsten Roman.
Erwartungen nicht erfüllt, 12. Januar 2008
Nachdem ich "Diner des Grauens" von Martinez gelesen hatte, mußte ich auch dieses Buch sofort haben. Rasant und skurril wie der erste Roman von Martinez versprach auch dieses Buch laut "Klappentext" und der Amazon-Bewertungen recht kurzweilig zu werden. Ich sage es gleich, meine Erwartungen wurden nicht erfüllt.Das Buch beginnt recht interessant. Never Dead Ned, der lethargische Held, ein blindes Orakel, das die Zukunft nur hört und nicht sieht, eine Amazone und eine Sirene, die um Never Dead Neds Gunst buhlen. Die Zutaten reichen, um bis ca. Seite 150 den Leser zu fesseln. Doch dann wirds nach und nach langweiliger und die Geschichte verliert immer mehr an Fahrt. Da muntert auch ein Zaubererduell nur kurzzeitig auf, da die Geschichte hinterher wieder vor sich hin plätschert. Ich habe es bis Seite 300 geschafft. Doch dann war mir meine Zeit einfach zu schade. Der Titelheld erwacht einfach nicht aus seiner Lethargie. Und das ständige Gestreite von Amazone und Sirene um Never Dead Ned bringt die Handlung nicht voran, sondern nervt nur noch. Als Leser fragte ich mich immer, wann geht es denn endlich los?Um es kurz zu machen: Wen es nicht stört, dass der Titelheld ewig passiv ist, dass sich die Geschichte sehr sehr langsam entwickelt, kann hier zugreifen. Wer Bücher liebt, in denen etwas passiert - sich der Titelheld entwickelt - und die Handlung ständig voran schreitet, sollte von diesem Buch die Finger lassen und lieber zu Robert Asprins "Dämonenhatz" greifen.
abgedrehte Geschichte mit eher dunklem Humor, 5. Januar 2008
Wer leicht verrückte Geschichten mag und auch nichts gegen etwas schwarzen Humor einzuwenden hat ist mit diesem Buch sehr gut bedient.Da ich Pratchett und Douglas Adams mag war dies also ein sehr guter Kauf.Die Geschichte dreht sich um Ned, der nicht sterben kann, dennoch aber den Tod anzuziehen scheint. Dieser Ned wird plötzlich als Hauptmann einer Kompanie von Ogern eingesetzt und ist ziemlich überfordert und bei (fast) allen anderen Charakteren zunächst sehr unbeliebt. Mehr kann man eigentlich fast nicht zur Geschichte sagen, da man ansonsten schon ein paar Überraschungen verraten würde und das wäre schade!So gut wie alle Charaktere in diesem Buch sind verrückt auf die eine oder andere Weise. Eine Sirene und eine Amazone die sich in der Kompanie gegen die Männer jede auf ihre Weise durchsetzen oder die Harakiri Goblins, denen es nichts ausmacht als Kanonenfutter zu dienen und eben Ned der während der Geschichte verdammt oft das zeitliche segnet aber dennoch jedesmal wiederkommt, auch wenn er das eigentlich gar nicht will...Als Fazit kann ich nur eine Leseempfehlung abgeben! Aber natürlich nur für Leute die abgedrehte Geschichten mögen, wer eher ernste Fantasy sucht Finger weg!
nicht ganz wie der Erstling - aber trotzdem wieder sehr gut, 30. Dezember 2007
Bereits mit seinem Debut "Diner des Grauens" konnte A. Lee Martinez uneingeschränkt überzeugen. Nun liegt mit "Die Kompanie der Oger" sein Nachfolger vor und geht in eine etwas andere Richtung. Martinez bleibt zwar weiterhin dem grob umrissenen Genre treu - verlässt aber nun gänzlich den Vampirbereich und widmet sich nun einer ganzen Reihe von anderen Wesen, die uns aus den unterschiedlichsten Märchen, Sagen, Stories,... und woher auch immer, bekannt sind.Allein seine Hauptfigur weiß schon zu überzeugen und sorgt bereits durch den Umstand, dass er schlicht und einfach ein Problem mit dem Sterben hat - oder vielmehr damit, tot zu bleiben - für einen neuen amüsanten Witz, zu dessen Art Martinez sich ja bereits mit seinem Erstlingswerk einen Namen machen konnte.In "Die Kompanie der Oger" fängt der Autor ein wenig ruhiger an und lässt anfangs dabei etwas seine Vorzüge missen. Nach und nach merkt man aber, dass er diese Zeit zur detaillierten Bekanntmachung seiner Protagonisten verwandt hat und dem Leser dadurch sehr viel Einblick in die bizarre und irgendwie durch und durch liebhafte Welt und deren Charakteren eröffnet wird. Nach einer gewissen Zeit fängt Martinez an, auf das Gas zu treten und man wird mehr und mehr in den Sog der Geschichte gezogen - abermals sitzt man mit einem nicht mehr verschwindenden Lächeln vor den Buchstaben und lässt sich fulminant und höchst amüsant die Zeit vertreiben.Martinez spielt sehr geschickt mit allen Vorurteilen, Charaktervorgaben oder einfach dem, wie man sich die Gestalten vorstellt. Er treibt es sogar weiter und gibt seinen Protagonisten das Wissen um diese Vorurteile teilweise mit - somit ist eine Amazone männerfeindlich aber trotzdem brutal(!) hübsch. Im Gegensatz zu den berühmteren Namen, wie z.B. Terry Pratchett, bleibt A. Lee Martinez aber auf einer eigenen Schiene. Sein Witz ist absolut nicht mit den anderen Größen vergleichbar - bleibt er doch viel zynischer und auch erheblich schwärzer als die anderen bekannten Autoren des humorvollen Fantasyromans. Martinez treibt es rabenschwarz und hintergründig auf die Spitze und schert sich dabei weder um ethische Befindlichkeiten noch um sonst irgendwas - und genau dies hebt ihn als etwas Anderes hervor. Diese Art des Romans hat den Fans von bösartigeren Geschichten definitiv gefehlt und lässt auch noch auf sehr viel mehr erfreuliche und dabei böse Ergüsse des Autors hoffen.
|