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Norman G. Finkelstein: Antisemitismus als politische Waffe: Israel, Amerika und der Mißbrauch der Geschichte

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Antisemitismus als politische Waffe: Israel, Amerika und der Mißbrauch der Geschichte

von Norman G. Finkelstein

Piper

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03/Dez/2008 - 04:07


Beschreibung

Schonungslos und mit einer gehörigen Portion Wut prangert der amerikanische Jude und Nachkomme von Überlebenden des Holocausts ein weiteres Mal die Palästinapolitik Israels und seiner amerikanischen Unterstützer an. Wie bereits in seinem umstrittenen Bestseller Die Holocaust-Industrie beklagt der Autor mit dem ihm eigenen Furor, Israel versuche seine völkerrechtswidrige Politik gegen die Palästinenser mit postwendenden Antisemitismus-Vorwürfen gegen jede Kritik zu immunisieren.

"Israels Apologeten reden immer dann von einem 'neuen Antisemitismus'", schreibt Finkelstein in seiner Vorbemerkung zur deutschen Ausgabe, "wenn Israel sich mit einem größeren Public-Relations-Debakel konfrontiert sieht oder wenn der internationale Druck auf Israel wächst, den Konflikt mit den Palästinensern auf diplomatischem Wege zu lösen." Der in den letzten Jahren erhobene Antisemitismusvorwurf falle dabei zeitlich mit einer Politik der brutalen Unterdrückung in den Gebieten im Westjordanland zusammen, die Israel durch seinen völkerrechtswidrigen Mauer-Bau annektiere. Nicht nur gegen Israel richtet sich Finkelsteins Zorn, sondern auch gegen all jene, die sich moralisch einschüchtern lassen. So habe die EU "moralische Feigheit" bewiesen, als sie die Veröffentlichung einer von ihr selbst in Auftrag gegebenen Studie zurückgehalten habe, die zeige, dass "die illegale israelische Mauer jede Hoffnung auf eine Zwei-Staaten-Lösung zunichte macht".

Ohne Frage gibt es sowohl in Deutschland als auch anderen europäischen Staaten nach wie vor Antisemitismus. Dies stellt Finkelstein, dem man dies in Reaktion auf dieses Buch aber zweifellos vorwerfen wird, auch keineswegs in Abrede. Das Ausmaß dieses Antisemitismus werde aber bewusst stark übertrieben, um so die Kritik an Israel im Keim zu ersticken. Wie gerechtfertigt diese Kritik (und die Kritik an den USA, die Israel gewähren lässt) tatsächlich ist, versucht Finkelstein im zweiten Teil des Bandes nachzuweisen. Und angesichts der hier ausgebreiteten Fakten tut man sich schwer, ihm zu widersprechen. -- Hasso Greb





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Enttäuschung, 11. September 2008

Norman G. Finkelstein, was haben Sie sich nur bei schreiben gedacht?Eigentlich ist der Denkansatz vollkommen richtig und sicher hat man schlichtweg die gleiche Wahrnehmung, wenn es um gewisse politische Themen geht und sich mal wieder irgendein Vertreter einer jüdischen Institution zu Wort meldet und seine Meinung darlegt und immer wieder auf die in der Shoa erlittenen Qualen des jüdischen Volkes hinweißt. Auch von mir wird dies häufig als ungerecht empfunden, weil auch ich der Meinung bin, die Schuld ist getilgt.Das Problem des Buches ist aber, dass es sich in Wiederholungen ergeht immer und immer wieder, als wenn der Autor versuchen würde, einem eine Parole in Hirn zu hämmern. Und die lautet: Israel ist ganz böse, weil es unschuldige Palästinenser umbringt und foltert und wenn jemand was dagegen sagt ist man ein Antisemit oder gar ein Nazi." Auch hier wird sich so mancher sagen: Stimmt doch!" Leider kommt dies im Buch einfach nicht so rüber, ganz im Gegenteil. Während der erste Teil des Buches noch so manchen Aberwitz durchaus anschaulich darstellt und man als Leser durchaus noch einen Argumentationsstrang erkennen kann, beginnt im er schon gegen Mitte des 1. Teiles und vollständig im 2. Teil über Israel her zu ziehen. Er zählt an Hand von Beispielen tatsächliche und angebliche Kriegsverbrechen der israelischen Armee auf. Dies hat eher zur Wirkung, dass die Palästinenser als die Guten im Spiel dargestellt werden, obwohl einst die Araber mit Massakern an Juden den Konflikt in den 1930er und 1940er Jahren begonnen haben. Sicher ist Israel eine Besatzungsmacht, sicher sterben Tag für Tag Menschen im (Un-)Heiligen-Land", schlimm genug, aber dann genauso einseitig zu kommentieren, finde ich falsch. Er versucht noch nicht einmal ansatzweise die jüdische Mentalität zu erklären, ich finde es nämlich komisch, dass jede aber auch jede israelische Regierung (welcher politischen Richtung auch immer), mehr oder weniger hart gegen die Palästinenser vorgeht. Und vielleicht sollte man von der europäischen Selbsterfahrungsgruppenmentalität abkommen und schlichtweg praktisch denken. Irgendeiner muss nun mal verlieren, dass waren in den letzten 2000 Jahren die Juden. Verdient es nicht eher Respekt, dass dieses Volk trotzdem ein Volk geblieben ist, trotz Vertreibung, trotz Verfolgung, trotz (fast) Vernichtung. Dieses Volk hat gelernt, man muss hart sein um zu überleben. Und wenn das heißt, traue keinem Araber, dann ist das vielleicht in unseren Augen seltsam, aber in dieser nahöstlichen Region richtig. Falsch ist das jüdische Gruppen immer wieder das Gespenst eines Neo-euro-amerikanischen Antisemitismus" ins Spiel bringen, anstatt darauf zu verweisen, dass Israel ein Brückenkopf unserer abendländische Kultur in dieser Region ist und wir diesen Brückenkopf noch dringend benötigen werden. Dieses Buch hat mich von einem Skeptiker israelischer Politik zu einem Befürworter gemacht.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Wie die Deutschen mit der Wahrheit umgehen müssen , 22. Februar 2007

Finkelstein sagt oder schreibt eigentlich nur das, was jeder, der bei klarem Verstand ist, bereits schon weiss.Finkelstein darf diese Meinung vertreten, denn er ist Jude. Wenn ich jedoch, als Deutscher, diese Meinung öffentlich kundtun würde, dann hätte ich ein erhebliches Problem. Meine berufliche Karriere und mein sozialer Status wären in ernsthafter Gefahr und wenn ich diesen "antisemitischen Lügengeschichten" nicht SOFORT Abbitte leisten würde, dann wüsste ich dafür sogar in den Knast. Wenn ein Deutscher dieses Buch geschrieben hätte, dann würde es in Deutschland NIEMALS publiziert. Aber da es nun mal ein Jude geschrieben hat, MUSS man es zähneknirschend auf den Markt bringen. So ist das nun mal in unserem "freiheitlichsten Staat den die Deutschen je hatten". Man kann davon halten was man will, aber verlogen ist es allemal.Vergangenheitsbewältigung ist eine Sache, die den Deutschen gut ansteht und ich würde mir wünschen, dass andere Staaten mit den dunklen Stellen in ihrer Geschichte genauso gnadenlos ins Gericht gehen würden. Aber Vergangenheitsbewältigung darf nicht dazu führen, dass man sämtliche Schandtaten der Leute, bei denen man Dreck am Stecken hat, bis in alle Ewigkeit nicht beim Namen nennen darf und bei Zuwiderhandlung dafür sogar mit Strafverfolgung rechnen muss.Die Deutschen sind ein ungewöhnlich geduldiges Volk, aber sie haben von jeher ein ausgeprägtes Gerechtigkeits- und Wahrheitsbewusstsein. Ich glaube deshalb, dass sie sich nicht mehr so lange vorschreiben lassen werden, was sie denken und vor allen Dingen was sie ungestraft sagen dürfen. Ist es da also verwunderlich, wenn praktisch über 70% der Deutschen dieser "freiheitlich demokratischen Gesellschaftsordnung" angewidert den Rücken kehren und sich lieber ein anderes politisches System wünschen, wo es ehrlicher und gerechter zugeht?


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Finkelstein ist und belibt das Maß der Dinge, 7. Juli 2006

Es ist interessant, in konzentrierter Form jede Phase des bebenden Mißtrauens zu beobachten, die das Genie beim Mittelmaß hervorruft. Leider liefert das Genie seinen Kritikern immer selbst die Munition, hat es immer getan und wird es immer tun. Und genauso ist es bei Finkelstein, seine Thesen sind immer mit Quellen belegt die jeder nach prüfen kann, zur jeder Zeit, aber trotzdem glaubt man diesem Mann nicht. Natürlich äußert sich Finkelstein kritisch gegenüber Israel, er hat ja auch allen Grund dazu. Viele sogenannte Experten sagen immer wieder das Finkelstein ein '' Outsider'' sei, na wer sich mit der Wahrheit beschäftigt und diese auch noch veröffentlicht wird eben nicht so berühmt und in den Kreis der '' Insider'' aufgenommen. Für mich ist das Buch absolute Pflichtlektüre!!!!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  frustriertes krankes israel, 19. April 2006

nachdem ich das besagte buch gelesen hatte und mir darüber gedanken machte, dass es wohl zum ausdruck brächte was sich jeder bei den täglichen berichten im tv denken könnte, ist mir ein interview in der renommierten österreichischen wochenzeitschrift "die furche" (nr. 16/20 april 2006) untergekommen.es besprachen unter dem oben angeführten titel angela godfrey-goldstein vom israeli commitee against house demolitions und amal elsana-alh'jooj vom negev institute for strategies of peace and development die situation der palestinenser in israel.dieses interview ist eine unbewußte und unabhängige bestätigung des gesagten in diesem sehr kritischen buch von norman.g. finkelstein, das zwar lesenswert ist, nur durch die anzahl der referenzen nicht leicht lesbar ist, deshalb schon überhaupt nicht als ausdruck eines billigen antiisraelismus oder gar antisemitismus betrachtet werden kann !


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Die Wahrheit im Krieg, 3. April 2006

Der Verlag bewirbt das Buch als Fortsetzung von „Die Holocaust-Industrie", es ist aber eher eine Fortsetzung von Finkelsteins „Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern" (deutsch Hugendubel 2002). Eine Lösung für den Nahost-Krieg ist ja nicht nähergerückt, nur die Propaganda, mit der Kriegsgegner als Antisemiten hingestellt werden, funktioniert perfekt. Und das erste Opfer eines Krieges ist immer die Wahrheit. Das zweite sind die Zivilisten (oder besser: „Weichziele", Militärterminologie für Lebewesen).Norman Finkelstein schafft es, diese über 40-jährige Besatzungssituation zu beschreiben, und mit der Propaganda und den Kriegstreibern, darunter dem Folteranwalt Alan Dershowitz, (der versucht hat, das Erscheinen des englischen Originals zu verhindern) abzurechnen. Ein typischer Finkelstein: präzise Fakten, exakte Recherche und elegante Sprache - ebenso präzise übersetzt von Maren Hackmann. Die Wahrheit zumindest lebt wieder.




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