Beschreibung
Blink! nennt Malcolm Gladwell die Intuition der ersten zwei Sekunden. Sie kann uns mehr über eine Sache verraten, als wir mit monatelangen Studien herausfinden können. Denn sie bietet Zugang zu dem Teil unseres Gehirns, der schnelle und einfache Schlüsse zieht. Dieses adaptive Unbewusste können wir uns "als eine Art Supercomputer vorstellen, der schnell und leise all die Unmengen von Daten verarbeitet, die auf uns einströmen und die wir zum Überleben benötigen". Er analysiert unendlich viel schneller unsere Umwelt, kombiniert Erfahrungen und Wahrnehmungen, als unser bewusstes Denken es je vermögen würde. Das adaptive Unbewusste versteht es hervorragend, die Umwelt einzuschätzen, Menschen vor Gefahren zu warnen, Ziele zu setzen und Handlungen in intelligenter und effizienter Weise einzuleiten. Doch unsere Kultur hat uns die Überzeugung in die Köpfe gepresst, nur überlegte, bewusste Urteile, die auf möglichst vielen Informationen basieren, vertrauen zu dürfen: Erst denken, dann handeln. Eile mit Weile. Der Schein trügt. Falsch, sagt Malcolm Gladwell. Derlei Phrasen sind ebenso abgedroschen wie unzutreffend und irreführend. Wir müssen lernen, wieder unserem adaptivem Unbewussten zu vertrauen. Denn es führt uns weitaus zuverlässiger in die richtige Richtung als unser aufklärerisch durchdrungener Rationalismus. Malcolm Gladwall seziert für uns die Funktionsmechanismen des adaptiven Unbewussten. Mit einer Fülle von Beispielen aus der Psychologie, mit Dutzenden Geschichten von Studien, die der Macht der Intuition auf die Spur kommen wollen, breitet der Redakteur des New Yorker für uns den Teppich aus, über den wir nur langsam schreiten müssen, um den Wert der Blink-Momente zu begreifen und wieder für unser Leben zu entdecken. Ein Buch voller Aha-Effekte. Wer dieses Buch gelesen, nein genussvoll heruntergeschmökert hat, wird sehr viel bewusster durchs Leben gehen und aufmerksamer der Macht der Intuition und ihrer Fehltritte lauschen. Entgegen den Versprechungen des Verlagstextes jedoch liefert der Autor des Bestsellers The Tipping Point mit diesem zuweilen etwas redundanten Werk keinen Ratgeber. Das Handwerkszeug, um die Blinks im Alltag besser nutzen zu können, wird sich der Leser selbst erarbeiten müssen. Aber es ist Gladwells Verdienst, auf wunderbar unterhaltsame Weise den Blick geschärft zu haben. --Anja Dilk
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Kundenmeinungen
Eine neue Sichtweise, 28. September 2008
Während eines Augenzwinkerns sammeln wir eine riesige Menge an Informationen. Der Autor, Gladwell, vergleicht unsere Gehirne mit Supercomputern, die in der Lage sind, große Datenmengen blitzartig zu verarbeiten. Ich fand es faszinierend wie wir diese Informationen entweder benutzen können um zu überleben und / oder wir können unser intuitives Wissen auf jede nur denkbare Situation anwenden. Der Autor kreiert den Begriff dünne Scheibchen, um den Prozeß des Anwendens der eigenen Intuition zu erklären. Er stellt fest, dass wir häufig dieser Intuition argwöhnisch mißtrauen, weil sie so schnell und einfach ist, insbesondere wenn sie voll ins Ziel trifft. Er gibt Beispiele an, wo augenblickliches dünne Scheibchen Resultate hat, manchmal in Situationen, wo es um Leben und Tod geht. Aber er erklärt auch, was dazu führen kann, dass diese Fähigkeit zu kurz kommt. Der Grund ist, dass wir nicht wirklich im Augenblick leben.Zwei Bücher, die einen auf einfache Weise in den Augenblick führen sind Ariel und Shya Kanes Being Here Modern Day Tales of Enlightenment und Das Geheimnis wundervoller Beziehungen. Diese erfrischend spaßigen und praktischen Bücher bringen den Leser ohne Anstrengungen in den Augenblick wo Erleuchtung stattfinden kann. In einem Augenblick kann das Leben brillant und magisch werden. Beide diese intelligenten Bücher haben mir gezeigt, dass das Leben nicht aus harter Arbeit bestehen muß, um großartig zu sein.
Spannende Geschichten - aber auch authentisch?, 14. August 2008
Blink: The Power of Thinking Without ThinkingBlink ist wirklich unterhaltend, ja sogar spannend zu lesen, ich habe in jedem Kapitel interessante Anregungen erhalten. Die Namen und persönlichen Beschreibungen der "Akteure" vermitteln den Eindruck, dass alles wirklich authentisch so war, dass ausgezeichnet recherchiert wurde - obwohl mir bei jeder Geschichte im Hinterkopf die Frage hochkam: war es wirklich so eindeutig? Ist der "Blink-Effekt" wirklich so stark? Und dann kommt das letzte Beispiel für die ganze "Blink-Theorie", die Geschichte der Posaunistin Abbie Conant, die sich 1980 bei den Münchner Philharmonikern bewirbt, wegen ihrer Qualität favorisiert wird und wegen ihres Geschlechts mit den Worten "Was ist`n des? Sacra di! Meine Goetter! Um Gottes willen!" (wörtlich so in der englischen Ausgabe auf Seite 246) beinahe abgelehnt wird. Diese rüde Äußerung wird dann mit der Entwicklung Deutschlands nach dem zweiten Weltkieg erklärt. Vermutlich ist das alles ein Authenizitätsbeweis für jeden Amerikaner und Angelsachsen, für mich hat es alle vorigen "Beweise" entwertet. Wurde vielleicht auch bei den anderen Geschichten der Wahrheit ein bißchen geholfen? Wer kann Van Ripers überwältigenden Erfolg wirklich überprüfen?Die Blink-Theorie ist schön und sicher ist auch etwas "dran", aber an der Eindeutigkeit der Beweise haben sich meine Zweifel des ersten Eindrucks nun erhärtet.
Weniger wäre mehr gewesen, 12. Juli 2008
BLINK! Die Macht des Moments von Malcolm GladwellIch bin ein Fan von Tipping Point", seinem Erstling, deshalb war Blink! Für mich ein MUSS. Das Buch vermittelt ein par schöne Einsichten und liest sich, besonders in der ersten Hälfte, ausgesprochen spannend. Allerdings es hat auch fadere Stellen. Es gibt einen größeren Mittelteil der für Psychologen von Interesse ist, für mich aber nicht. Er macht dort den Eindruck als wolle er eine größere wissenschaftliche Tiefe erreichen, erzeugt aber tatsächlich nur Langeweile.An den Stellen wo sich der Autor nur auf seine Botschaft konzentriert ist es ein tolles Buch. Er macht seinen Punkt klar, daß wir so ungeheuer viel Erfahrung zur Beurteilung zur Verfügung haben, die wir bewußt aber nicht einsetzen können, da wir noch nicht einmal in der Lage sind sie richtig zu artikulieren. Im Gegenteil, sobald wir versuchen die Beobachtung zu beschreiben werden unsere richtigen unbewußten Eindrücke von unseren verbalen Argumenten überschrieben und damit Unscharfer.Gladwells Haupterkenntnis, daß bei einer Erstbeurteilung innerhalb der ersten zwei Sekunden viel mehr in unsere Beurteilung einfließt als wir uns eigentlich im klaren sind, sollte Allgemeingut werden und in jede Schulausbildung integriert werden.
Ein Lesevergnügen,, 30. Juni 2008
Ich hatte wirklich viel Vergnügen, das Buch Blink! Die Macht des Moments von Malcolm Gladwell zu lesen. Es ist einfach zu lesen und doch sehr tiefgründig. Ich sagte zu mir selbst Wow! Wie oft habe ich unmittelbar gewusst, das ich mit etwas recht hatte, aber weil es zu dem Zeitpunkt unbequem war mir dies einzugestehen, habe ich ignoriert, was ich bereits wusste. Am Ende war mein anfängliches Gefühl doch korrekt!Mir hat das Kapitel Sieben Sekunden in der Bronx: Wie wir die schwere Kunst des Gedankenlesens lernen können gut gefallen. Es handelte von der Begegnung der New Yorker Polizei mit Amadou Diallo, aber es hat mich echt getroffen, das Konzept über die Urteile die wir fällen und die Eindrücke, die wir von anderen Leuten formen. Im Falle von Amadou Diallo war das Gedankenlesen des Polizisten weit ab von der Grundlage. Oftmals beziehen Menschen sich auf vergangene Erfahrungen, um zu bestimmen, wie sie sich JETZT verhalten sollten und ignorieren dabei die Informationen, die direkt vor ihnen sind. Einfach gesprochen, sie waren nicht präsent.Ein Buch über das Präsentsein, das mir äußerst gut gefallen hat, ist Ariel & Shya Kanes Das Geheimnis wundervoller Beziehungen. Ein überzeugendes Kapitel in diesem Buch war Du bist nicht die Geschichte deines Lebens. Es erinnerte mich an all die Male, wo meine Erwartungen daran, wie etwas ausgehen sollte genau das verursachten, was ich erwartet hatte, als wäre es eine sich-selbst-erfüllende Prophezeiung. Ich erkannte, dass es mein unbewussten Erwartungen waren, die das Resultat bestimmten, anstatt zu sehen, was wirklich vor meiner Nase war und die angemessenen Entscheidungen zu treffen. Ich kann beide Bücher nur äußerst empfehlen!
Training des Intuitions-Muskels!, 15. Juni 2008
"Blink" hat mich inspiriert, auf meine Intuition zu hören, so dass ich auf meine ursprünglichen Impulse achte und diese Signale nicht in Frage stelle. Malcolm Gladwell spricht vom ersten, nicht analysiertem intuitivem Gespür, das wir bekommen, bevor wir alles rational unter die Lupe nehmen. Meiner Intuition zu vertrauen kann jedoch schwierig sein, wenn ich eine vorgefertigte Meinung oder ein "Programm" habe, die zu diesem Gespür im Widerspruch steht. Meine Intuition ist jedoch leicht erreichbar, wenn ich im Augenblick lebe und nicht verloren in meinen Gedanken bin.Ein anderes Buch, welches meine intuitiven Fähigkeiten gestärkt hat, ist Ariel und Shya Kanes' Buch "Umittelbare Transformation - Lebe im Augenblick und nicht in Gedanken". Das brilliante Werk lehrte mich, dass Wahlmöglichkeiten immer angebracht sind, wenn ich daraus keine Konklusionen, basierend auf meiner Vergangenheit, ziehe. Mit ihren einfachen und praktischen Prinzipien, entdeckte ich eine tiefe Einfachheit in meinem Leben: durch das Vertrauen in meine Intuition. Innerhalb des Reichs des sich Wohlfühlens, blüht die Intuition auf.
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