Kundenmeinungen
So wahr., 12. November 2008
Wenn man nicht in Japan war, mag man es vielleicht als überspitzt sarkastisch ansehen, aber ich las es während eines halbjährigen Aufenthaltes dort und dachte die ganze Zeit über nur: Wie wahr, wie wahr...
Vorbereitung für Japanaufenthalt, 4. November 2008
Obwohl ich noch nicht in Japan war, bin ich sehr interessiert am "Land der aufgehenden Sonne". So überlege ich mir, ein soziales Jahr in Japan zu verbringen. Vielleicht wird mir dieses Buch auch dann dabei helfen, mich das eine oder andere mal aus einer peinlichen Situatíon zu retten, oder erst gar nicht in eine zu kommen. Vor allem finde ich es sehr beeindruckend, dass das Buch auf japanisch veröffentlicht wurde. So hielt mich auch immer wieder der Gedanken an die Reaktionen der Japaner, die dieses Buch lesen, am Lesen. Auch hat mich das Buch öfters mal erstaunt und auch sogar erschreckt. Dennoch verändert dies nichts an meinem Interesse an Japan und seiner Kultur oder Eigenheiten.
Was ein blödes Buch!, 5. Oktober 2008
Der Autor scheint nicht ein Mindestmaß an Sympathie und Verständis für Japan und seine Einwohner aufzubringen und sollte am besten nie ins Ausland reisen. Blasiert, arrogant und engstirnig. Selten habe ich so bereut, ein Buch gekauft zu haben, dachte eigentlich, der Titel sei ironisch gemeint.
Unsympathischer Autor, teils interessanter Inhalt, 4. September 2008
Wieso gibt Jemand, der seit längerem in Japan lebt (und es demnach zumindest irgendwie schätzen sollte), seinem Buch einen solch plakativen, verunglimpfenden Titel? Allein deshalb hätte ich es mir nicht selbst gekauft - hab es dann letztendlich geschenkt bekommen.Inhaltlich mag es zwar recht interessant und aufschlussreich sein (es werden die unterschiedlichsten Themen angesprochen: "übertrieben" viele Regeln, "merkwürdige" Ansichten zum Thema Sex und Verhütung, Urlaubsverhalten, usw.). Allerdings ist die Absicht nie, neutral zu informieren, sondern -wie der Titel ja bereits sagt- alles durch den Blick eines unsympathischen Deutschen zu zerreißen.Überhaupt: das Grausamste an dem Buch ist der Autor, der auf mich wie der letzte Vollproll wirkt und so manche interessante Ecke im Buch einfach durch seine Kommentare versaut.Darüber hinaus neigt er extrem zu Verallgemeinerungen. So handelt sein Kapitel "Diebstahl. Mein Geld ist dein Geld - Geld ist für uns alle da" lediglich von EINEM Jungen, der IHM sein Geld gestohlen hat. Diese Story erzählt er dann das ganze Kapitel lang, als ob ein einziger Fall allgemeingültig wäre.Ich würde eher zu andren Büchern raten, um sich über Japan zu informieren. Alle diejenigen, die andere Kulturen mit dem deutschen Rotstift markieren wollen, werden an diesem Buch sicher ihre Freude haben ;)
Verstehen Sie das Konzept von Ironie und Sarkasmus?, 2. September 2008
Das könnte eine treffende Frage sein, die man vielen der Rezensenten stellen könnte, die das Buch schlecht bewerten. Viele dieser Rezensenten führen auch an, in Japan gewesen zu sein und "ihr" Japan ganz anders erlebt zu haben.Nun, ich war auch mehrfach in Japan und habe auch mein "ganz eigenes Japan" erlebt. Es war in vielen Fällen deckungsgleich mit denen vom Autor geschilderten Begebenheiten. Begnungen mit der überbordenden japanischen Bürokratie, die einem als junger Mensch schon graue Haare bescheren, gehören ebenso zu meinem Erlebnis-Fundus wie die vom Autor geschilderten Erfahrungen in kulinarischer Hinsicht (So etwas können Sie als Auländer doch nicht wirklich mögen??). Manche Dinge, die im Buch geschildert werden, kenne ich nur vom Hörensagen, über wieder andere habe ich dort das erste Mal gelesen. Es bleibt die Einsicht: Japan und die Japaner sind anders. Oder wir sind anders, je nachdem. Das ist nun einmal Fakt. Man kann dieses "Anderssein" mögen, sich darüber aufregen, es abtun, nicht zur Kenntnis nehmen oder - wie der Autor in diesem Fall - es mit spitzer Feder unter dem reichlichen Einsatz des Stilmittels Ironie / Sarkasmus - zu Papier bringen. Dass diese Schilderungn pointiert ausfallen, teils überzeichnen und übertreiben, ja nun, das liegt eben in der Natur des gewählten Stilmittels. Ironie lebt nun einmal von der überspitzen Wiedergabe des eigentlichen Sachverhalts. Und genau genommen wird dadurch die Lektüre erst interessant. Wer will denn ein Buch lesen, in dem eine 150-seitige Aufzählung von Fakten zu finden ist: In Japan gibt es warnende Lautprecherdurchsagen in allen Lebenslagen, das gibt es im Westen nicht". Äh ja, interessant, oder? Danke, aber Aussagen dieser Art dürften mich bestenfalls noch im Rahmen eines ausführlichen Reiseführers interessieren! Dem Autor von "Darum nerven Japaner" geht es aber darum, japanische Eigenheiten zu schildern und sie möglichst unterhaltsam zu präsentieren. Das ist der Sinn des Buches, es will nicht aufklären, es will vor allem unterhalten. Und das tut es! Und zwar gut!Ich liebe Japan und die Japaner. Ich empfinde "Darum nerven die Japaner" nicht als Schmälerung dieser Einstellung. Ich empfinde nicht, dass es die Ausflüsse eines Deutschen Dauernörglers sind, der keinen Zugang zu seinem Gastland hat. Es ist eine sehr persönliche Schilderung von sehr persönlichen Eindrücken eines Fremden, der in Japan lebt. Die können sich mit den eigenen Erfahrungen decken, das muss aber nicht zwangsläufig der Fall sein. Jeder, der eine faktische Darstellung Japans lesen will, der greife bitte auf einen der zahlreichen Verhaltensknigge oder einen der noch zahlreicher vorhandenen Reiseführer zurück. Jeder, der "sein Japan" mit dem des Autors vergleichen will und dabei Humor und Ironie versteht, der lese dieses Buch. Er wird vielleicht nicht "das gleiche Japan" erleben, wie der Autor. Aber er wird viele Situation kennen und vielleicht auch sich im Autor wiedererkennen - und mit Sicherheit das eine oder andere Mal herzhaft lachen können.
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