Beschreibung
Sie wissen gar nicht, was Sie zuerst machen sollen? Vor lauter unerledigten Aufgaben schwirrt Ihnen der Kopf? Während Sie sich auf das morgige Meeting vorbereiten, fällt Ihnen ein, dass Sie dringend neue Winterreifen für Ihr Auto brauchen. Von der aktuellen Projektplanung schweifen Ihre Gedanken zum Hochzeitstag, für den Sie immer noch kein Geschenk besorgt haben, um gleich darauf der Frage Platz zu machen, ob womöglich die Deadline für die Abgabe der neuesten Umsatzzahlen schon überschritten ist. Wenn Sie das nur zu gut kennen, hat David Allen das ideale Buch für Sie geschrieben. "Die Dinge geregelt kriegen", das ist für den kalifornischen Management-Berater vor allem eine Frage guter Selbstorganisation. Sein Erfolgsrezept: den Kopf konsequent entlasten, indem man ein funktionierendes "äußeres" Ordnungssystem aufbaut. Dies setzt voraus, dass Sie 1. alles, was zu tun ist, lückenlos erfassen, 2. es kategorisieren (Müll? Handlungsbedarf? Jetzt gleich erledigen? Später? Delegieren?), 3. mittels Planungshilfen wie Timer, Listen, Wiedervorlage ständig auf dem Laufenden bleiben, 4. entscheiden, was zu tun ist, und 5. schließlich die Dinge ganz konkret angehen und nicht etwa auf die lange Bank schieben. Das klingt sehr nach klassischem Zeitmanagement, finden Sie? Stimmt, auch wenn Allen diese Parallele weit von sich weist. Allerdings bereichert er das Methodenrepertoire erfolgreichen Selbstmanagements um drei Grundprinzipien: die lückenlose Erfassung aller Vorgänge (um das unkontrollierte Wandern der Gedanken einzudämmen); die konsequente Ausrichtung am Ergebnis (um Ineffizienz und Zeitvergeudung zu bremsen); und die Verpflichtung, bei jedem Vorhaben den konkreten nächsten Schritt zu beschließen (um dem Alltagsstress die entlastende Erfahrung entgegenzusetzen, alles unter Kontrolle zu haben). Größtmögliche Effizienz heißt der Lohn, den Allen verspricht, wenn er ganz konkrete Tipps gibt -- etwa die "Zwei-Minuten-Regel" (alles, was weniger als 2 Minuten dauert, sofort erledigen). Ein Buch also, das amerikanisch-pragmatisch daherkommt und manchem Chaospiloten die Navigation durch den Alltag erleichtern könnte. Voraussetzung: Er freundet sich mit dem Gedanken eines durchorganisierten Lebens an und er lässt sich durch einige eher banale Hinweise (etwa zur richtigen Arbeitsplatz-Ausstattung) nicht abschrecken. --Dr. Petra Begemann
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Kundenmeinungen
Ein Ratgeber, der auch funktioniert !, 28. Januar 2008
Inhaltlich wurde hier zu dem Buch bereits fast alles geschrieben, ich möchte diese Hinweise um eine Softwareempfehlung ergänzen.
Das von David Allen identifizierte Problem: Fast jeder hat in der heutigen Arbeitswelt den Eindruck, dass er mehr Aufgaben zu erledigen hat, als er bewältigen kann. Jeder Versuch diese Aufgaben überwiegend im Kopf zu organisieren, führt zu einem "Speicherüberlauf". Dies äussert sich dann z.B. so, dass man morgens um 4Uhr im Bett dran daran denkt, dass man an diesem Tag unbedingt noch die Kostenabschätzung für Projekt XY erstellen muss. David Allans Ansatz ist radikal und geht in die entgegengesetzte Richtung. Sein Verfahren beruht auf der Idee, restlos alle Aufgaben ausserhalb des Kopfes und nach einem System zu verwalten, auf das man sich selbst 100%tig verlassen kann..
Wenn man dieses Verfahren konsequent anwendet, dann wird der Kopf frei und es gelingt, Aufgaben effizienter und dabei gleichzeitig wesentlich stressfreier abzuarbeiten.
Denjenigen, die statt Handzettel und Aktenordner für diese Aufgabe lieber den PC einsetzen, möchte ich die kostenlose Software "ThinkingRock 2" empfehlen. Diese Software basiert auf den Ideen von David Allan, setzt sie nach meiner Meinung in einer sehr guten Form um und ist kostenlos im Netz verfügbar. Die Software ist eine hilfreiches Werkzeug zur Umsetzung der Ideen von David Allen, ich möchte aber dringend empfehlen, vorher das Buch zu lesen.
Inhalt Top - Übersetzung stark verbesserungswürdig, 14. Januar 2008
Mit Hilfe dieses Buches ist es in der Tat möglich in sein Leben etwas mehr Struktur zu bringen und den Kopf frei zu bekommen um sich auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren zu können. In diesem Sinne kann man das Buch sehr empfehlen.
Der Einzige große Kritikpunkt ist für mich die mangelnde deutsche Übersetzung, insbesondere deren Anpassung an den deutschen Kulturkreis, gerade im Bereich der konkreten Umsetzung. Leider hilft auch die Lektüre des englischen Originals in diesem Punkt kaum weiter, wenn man nicht ein paar Hintergrundinformationen hat.
Denn wenn David Allen davon spricht Aktenordner zu verwenden, denkt der Leser noch zu wissen was damit gemeint ist. Dies ändert sich jedoch spätestens an der Stelle, als er vorschlägt, immer mindestens 100 Stück davon vorrätig zu haben.
Jetzt kann man nun dies Punkt ignorieren und damit in arge Probleme kommen das System so umzusetzen, wie es David Allen empfiehlt, oder man wünscht sich an dieser Stelle einen erklärenden Kommentar des Übersetzers!
Denn das physische Objekt, von dem hier in dem Buch die Rede ist, ist mitnichten ein Leitz-Aktenordner oder ein Schnellhefter oder Ähnliches, sondern eine graue/beige Akte, wie man sie aus US-Fernsehserien kennt und welche dort "File Folders" heißen. Am ehesten kommt da noch das deutsche Wort "Aktenmappe" heran (ich empfehle die Recherche nach "File Folder" in der englischsprachigen Wikipedia, um sich mal anzuschauen, wie so etwas genau aussieht).
Wenn man das nun weis, ergeben die ganzen Detail-Tipps von David Allen auch plötzlich Sinn (Aufbewahrung in Schubladen, für alles eine eigene Akte, etc.). Mit einem Ordner, wie man in Deutschland kennt, ergeben diese Tipps einfach keinen Sinn.
Da das ganze Ablagesystem auf diesen "Aktenmappen" basiert, die in Deutschland völlig ungebräuchlich sind, hätte ich mir an einigen Stellen einen klärenden Kommentar des Übersetzers wirklich gewünscht. Ich möchte nicht wissen, wie viele Leute an dem System gescheitert sind ("Das macht doch keine Sinn.") oder es ganz falsch (im Sinne von: anders als von David Allen ausgedacht) benutzen.
Wie ich die Dinge geregelt kriege , 12. Oktober 2007
Nicht Aufgaben auflisten und auf Termin legen, sondern in Ergebnissen denken. Das ist die Formel, auf die sich der Ansatz von Allen bringen lässt. Was ist daran bemerkenswert? Normalerweise denken wir in Aufgaben, d.h. in Form von Jobs oder To-Do-Listen, die uns belasten und die wir noch abzuarbeiten und zu erledigen haben. Wir geben dabei unserem weniger rationalen Anteil kaum die Chance, das Ergebnis vorwegzunehmen und daraus Motivation zu gewinnen.
David Allen nutzt den gleichen Trick, mit dem sich viele von uns selbst überlisten bzw. überwinden, um z.B. Joggen zu gehen. Wir stellen uns zuerst vor, wie es wohl sein wird, nach dem Joggen unter der Dusche zu stehen und das Nachlassen der Anstrengung zu genießen - oder was andere zu uns sagen, während sie uns beim Laufen beobachten. Und wer von uns wäre motiviert, wenn er nur im Blick hätte, dass er jetzt wieder diesen Anstieg zum Wald hinauf vor sich hat...
Der zweite wichtige Ansatzpunkt von Allen besteht in dem « Zeugs » und dem passenden Umgang damit. Er meint damit alles, was an Aufgaben, Terminen, Besprechungen... auf uns zukommt. Grundprinzip ist es, alles « Zeugs » in Listen zu erfassen, um den Kopf für das was ich im Moment tue (egal ob Arbeiten oder die Freizeit zu genießen) frei zu bekommen. Hier ist es entscheidend, das « Zeugs » nach den Orten (im Büro, im Auto, zu Hause...) zu ordnen, an denen es erledigt wird - aber erst, nachdem wir sie in Form von Ergebnissen umformuliert haben.
Das Taschenbuch von Allen stellt die passende Ergänzung zu den Büchern von Seifert (Zeitmanagement) und Küstenmacher (Simplify) dar. Er fokussiert auf die Selbstmotivation und gibt wertvolle Tipps im Detail (« Wie erreiche ich eine innere Verpflichtung ? », « Warum Listen nach Kontexten ordnen ? »). Der manchmal epische Darstellungsstil mag die beim Lesen entstehende Lust an der Umsetzung der Tipps nicht zu bremsen. Ein empfehlenswertes Buch !
Viel zu spät entdeckt!, 30. Juli 2007
Ich bedauere, dieses Buch erst jetzt gelesen zu haben - die konsequente Anwendung hätte mir so vieles erspart ;)
Dieses Buch gehört zu ganz wenigen Büchern, von denen ich wirklich sagen kann, daß sie mein Leben verändert haben. Als "information worker" wird man leider oft zugemüllt mit Aufgaben, Fakten, Terminen - und wie man mit all diesen Dingen so umgeht, daß man den Überblick behält, lernt man wohl kaum in der Schule/an der Uni. Doch erst die richtige Arbeitstechnik macht den Unterschied. Und darum geht es in Allens Buch. Allesamt keine revolutionären Dinge, sondern eigentlich ganz einfach, machbare Dinge, die in der konsequenten Anwendung aber wirklich helfen, endlich "auf der Welle" zu schwimmen, statt darin unterzugehen, und den Überblick zu behalten.
Uneingeschränkte Empfehlung!
Endlich sinnvolles Zeitmanagement, 16. Juni 2007
Der Titel meiner Rezension ist eigentlich nicht korrekt. David Allen liefert meiner Ansicht nach keine neue Methode des Zeitmanagements. Vielmehr liefert er dem geneigten Leser eine Anleitung für dessen Leben: Sein Ziel ist es, den Kopf möglichst frei zu halten. Dies soll durch strikte Schriftlichkeit erreicht werden. Auch fordert er dazu auf, das Leben im ersten Schritt zu entrümpeln. Alle Dinge des persönlichen Umfelds sollen erfasst und geordnet werden.
Das Ziel von David Allen ist nicht, zwingend mehr pro Tag zu erledigen. Es liegt vielmehr in einer größeren Zufriedenheit und weniger Stress.
Ich empfehle, das Buch mehrfach zu lesen, ja regelrecht durchzuarbeiten. Auch empfehle ich die einschlägigen Foren im Internet zum Thema des Buches. Man sollte sich also wirklich mit der Thematik auseinandersetzen. Ergänzend könnte man sich vielleicht noch mit guter (Selbst-)Managementliteratur vom Schlage Druckers, Maliks oder Sprengers beschäftigen. Wenn man ein paar Tage in das Projekt Selbstmanagement investiert, wird man über kurz oder lang bei der Anwendung der Tipps dieses Buches erkennen: Es funktioniert!
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