Kundenmeinungen
Interessante Sichtweise...., 28. Januar 2008
Ich finde dieses Buch interessant, da die Essays zum Teil eine neoliberale Einstellung haben, sich gegen Umweltfundamentalisten, strikten Antiamerikanismus und Antizionismus wehren, sich mit der Täter- und Opferrolle beschäftigen. Zudem wird die Sündenbockrolle des Kapitalismus und des freien Markts, die aus der sich der Autoren für alle Probleme verantwortlich gemacht werden, kritisiert. Es wird noch eine Menge anderer Themen angesprochen. Aber die ich vorhin genannt habe wiederholen sich ziemlich häufig.
Ich finde einige Gedankengänge der Autoren ziemlich gut und habe es aus dieser Perspektive noch nie betrachtet. Aber man muss bei dem Buch aufpassen, dass man sich nicht zu sehr mitreißen lässt, weil es sehr polemisch und zynisch geschrieben ist.
Leider haben sie nicht die Essays faktenreicher und ausführlicher gestaltet. Dadurch verlieren sie eine gewisse Seriösität.
Man merkt auch, dass die Autoren in ihrer Meinung ziemlich festgefahren sind und somit ist das Buch sehr einseitig (besonders die oben genannten Themen werden nur aus einer Perspektive betrachtet).
Da es wie ein Lexikon aufgebaut ist, wirkt es ziemlich übersichtlich und dient somit als Nachschlagewerk, wenn man sich einen Text noch einmal durchlesen möchte. Leider sind manche dieser Texte, aus meiner Sicht, sehr langweilig und so marginal, dass sie nicht sehr viel mit dem Titel des Buches zu tun haben.
Im Großen und Ganzen lohnt sich der Kauf dieses Buches. Aber der Käufer sollte, nach MEINER Ansicht, nicht zu hohe Erwartungen haben und auch nicht alle Gedankengänge 1 zu 1 übernehmen, da ich Einige für ziemlich einseitig und oberflächlich/falsch halte.
Wenig relevantes und viel einseitiger Sarkasmus, 17. Oktober 2007
Habe mir das Buch gekauft mit der Vorstellung, anregende kurzweilige Literatur für unterwegs gefunden zu haben, in der einseitige oder festgefahrene Meinungen zum Teil zynisch aus anderen Blickwinkeln betrachtet werden. Was die Autorenschaft dieses Sammelsuriums an Schlagworten zwischen A wie "Aberglauben" und Z wie "z-z-z-z" zusammengetragen haben, ist oftmals aber genauso überflüssig wie die Abhandlung zu eben jenem letzten "z-z-z-z": Sprechblase in Comics, die Tiefschlaf signalisiert. Ob dieser Begriff im Zusammenhang mit politisch Unkorrektem deshalb relevant ist, weil wir Deutschen dazu neigen in unserem politischen Engagement Schlaftabletten zu sein? Das wäre nicht mal die schlechteste Interpretation. Bei anderen Stichworten fehlt mir dann aber doch der Sinn: "Geheimtipp": Falsche Empfehlung von aufdringlichen Leuten.
Zwischen belanglosen Schlagworten und Beschreibungen finden sich zwar auch einige, mit denen kritisches Auseinandersetzen wichtig und interessant ist. Leider werden diese aber sehr einseitig auf die Schippe genommen, was eine sehr festgefahrene Meinung der Autoren verdeutlicht und dem Konzept des Buches eher zuwider läuft. Das mag zwar den ein oder anderen dazu anregen sich zu informieren. Leider übernehmen jedoch viele Leser (wie auch Kundenrezensionen zu diesem und ähnlichen Büchern zeigen) offensichtlich oft unreflektiert das, was sie vorgesetzt bekommen. So finden sich in diesem Buch über zwanzig Schlagworte aus dem Bereich Umwelt und Natur, die alle mit der gleichen "Ist-alles-Blödsinn"-Attitüde abgehandelt werden. Das kommt einer anderen Form von Menschen, die sich mit schöner denken und politischem unkorrekt-sein beschäftigen sollten entgegen, nämlich den Gleichgültigen. Wie wäre es mal mit einem Buch, welches ironisch, witzig, spannend oder sonstwie ansprechend eine gesunde Skepsis und Bodenständigkeit mediengemachter Meinung gegenüber fördert und dabei dazu anregt sich zu informieren und am Geschehen zu partizipieren?
Jedoch, wer in einer Gesprächsrunde gerne mal ein: "Pff, ist doch alles Quatsch, weil ..." einwirft um damit eine Diskussion anzuheizen, findet in diesem Buch sicherlich ein paar Vorlagen.
Fazit: Die Idee finde ich prima, die Umsetzung aber aufgrund der Belanglosigkeit vieler Stichwörter und der polemischen Darstellung (bzw. Persiflage) vieler Zusammenhänge eher mangelhaft. Preis und Umfang hätten niedriger sein können.
Mogelpackung, 6. September 2007
Wer ein Buch rausbringen will, aber keine rechte Idee hat, schreibt heutzutage ein "Lexikon". Das hat den Vorteil, dass man alles, was man an Notizen und Kalauern in der Schublade hat, zu einem Buch verwursten kann, ohne eine wirkliche Idee haben zu müssen.
Mogelpackung: Politisch unkorrekt ist hier absolut gar nichts, wer für das Selbstverteidigungsrecht des Staates Israel ist und die USA nicht für eine Ansammlung von kriegslüsternen Teufeln hält, wird sich auf jeder Zeile bestätigt finden, zumal diese beiden Themen unter mehreren Stichworten wiederholt werden. Dazu Weisheiten über Dosenpfand und die Spießigkeit von IKEA-Möbeln: Mann, wie mutig! Wie unkorrekt!!
Wer sich vielleicht stilistisch auf Henryk M. Broder gefreut hat, findet sich ein zweites Mal bemogelt: Nach meiner Zählung hat der geschätzte Autor zu diesen 170 Seiten ganze 220 Zeilen beigetragen.
Wie schon ein anderer Rezensent erwähnte: Das Vorwort verspricht viel - und es ist der einzige Grund, diesen Buch wenigstens den einen Stern zu geben.
Frischluftdusche fürs Hirn, 1. Juli 2007
Das kleine Büchlein ist genau das, was man nach einer Fernsehdiskussion mit Versatzstückspendern aus der Politik oder auch nach der Alltagspropaganda in den Nachrichten von ARD und ZDF braucht, um nicht dauerhaft den Verstand zu verlieren.
Gutmenschen aufgepasst, wir haben Euch durchschaut!, 14. Juni 2007
Das Buch füllt sicherlich eine Marktlücke, indem es das sich allerorten ausbreitende Gutmenschentum ohne Rücksicht auf die Fettnäpfe der "political correctness" entlarvt. Es ist zweifellos sehr verdienstvoll, das Floskeldeutsch unserer Politik-, Kultur- und Medienvertreter samt ihrer verlogenen Gesinnungsethik in klarer Sprache aufs Korn zu nehmen!
Die nach Stichworten in alphabetischer gegliederten Einträge von insgesamt 4 Autoren fallen je nach Thema und individueller Laune sehr unterschiedlich aus: Die meisten sind geistreich, interessant und sogar witzig, manche leider auch überheblich, besserwisserisch, verallgemeinernd oder sogar schlicht dämlich und überflüssig. Auch die gewählten Stilmittel vermitteln nicht den Eindruck eines in sich homogenen Werkes: von Polemik über Ironie, Sarkasmus und Spott bis hin zu Ernsthaftigkeit und nüchterner Sachlichkeit ist alles bunt durcheinander vertreten.
Natürlich entwickeln die Verfasser in ihrem Eintreten für das politisch unkorrekte Denken auch Angriffslust und klare Abneigungen: etwa gegen den links-liberalen Zeitgeist, gegen Staatsfixierung und deutsche Kirchturmpolitik, gegen die nervigen Ökos und Pazifisten, vor allem aber gegen die Feinde der USA und Israels, die angeblich die öffentliche Meinung dominieren und von denen es in diesem Lande nur so zu wimmeln scheint. Ob das am Ende sogar stimmt oder aber eher leicht paranoide Obsessionen auf Seiten der Autoren spiegelt, mag jeder Leser für sich selbst entscheiden.
Wie dem auch sei, die sinnvollsten Texte sind ja zumeist solche, die stimulieren und auch provozieren. In dieser Hinsicht also ein gutes Buch!
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