Kundenmeinungen
Heftig- aber wahr!, 22. September 2008
Ich fand dieses Buch sehr anschlauch. sogar so anschlauchlich das sich diese bedrückene Atmosphäre auf mich übertragen hat. vom Kind zum Gewalttäter- vom Gewalttäter zur Killermaschine. das ist doch sinnlos.
Du kommst nur aus Lake Harmony raus, wenn du dieses Buch gelesen hast, 5. September 2008
Morton Rhue ist ein begnadeter Autor. Seine Geschichten berühren, fesseln und regen zum Nachdenken an. So auch "Boot Camp", die Geschichte von Connor, einem Jungen, der von seinen Eltern als schwer erziehbar in ein Heim gesteckt wird, wo er die Hölle auf Erden erlebt, nur weil man ihm "Manieren und Vernunft" beibringen will. Man mag es kaum glauben, was man hier schwarz auf weiß liest und aus diesem Grund möchte ich auch Kindern und Jugendlichen von dieser Lektüre abraten. Ich persönlich empfehle den Roman nur Jugendlichen ab 16 beziehungsweise Erwachsenen, einfach weil es schwere Kost ist, wenn Cameron geschlagen und misshandelt wird. Spätestens wenn der Plan, auszubrechen, Gestalt annimmt gewinnt das Buch an Spannung und Tempo. Wenn man die letzte Seite gelesen hat wird man noch lange an "Boot Camp" zurück denken .....
Ergreifend!, 26. Juni 2008
Schwer verdauliche Kost, aber ein tolles Buch. Fuer alle, die bisher noch nicht viel ueber Erziehungslager wussten ein brutaler Einstieg in eine fast unvorstellbare Welt.Die beschriebenen grauenhaften Foltermethoden, sowohl koerperlicher besonders aber seelischer Natur, und das Schicksal des Jugendlichen haben mich tief bewegt und mich sensibler zum Thema Erziehungslager gemacht. Ich kann das Buch also nur empfehlen.
Spannendes Buch, 14. Juni 2008
Morton Rhue hat sich erneut einem bekannten, aber nur wenig diskutierten Phänomen angenommen: sogenannten Boot Camps". Was sich in seinem Jugendroman angenehm packend und dramatisch liest, war und ist in einigen Teilen der Welt Realität. Die Prinzipien ähneln sich, unabhängig davon, ob es nun geschlossener Jugendwerkhof, Erziehungsheim oder eben Boot Camp heißt. Körperliche Ertüchtigung, Indoktrination und eine Vielzahl von Schikanen und Demütigungen sind an der Tagesordnung. Rhues Roman ist in den USA angesiedelt und dem Autor gelingt es vortrefflich, die Verwirrung des verwöhnten, aufsässigen Teenagers darzustellen, als ihm dämmert, dass seine Eltern die Samthandschuhe ausgezogen haben. Für harte Dollar kann man sein Kind eben auch wieder auf den richtigen Weg bringen ...Der Autor geht nicht gerade zimperlich zu Werke und schildert detailreich den Alltag in einem solchen Camp. Mit seinem eingängigen und unkomplizierten Stil vermag er den Leser zu fesseln und zwingt zum zügigen Lesen. Als Leser muss man sich einfach mit dem aufrichtigen, wenn auch ungehorsamen, Jugendlichen identifizieren, sodass ein Höchstmaß an Spannung erreicht wird, wenn wieder einmal die ganze Strafpalette das Leben des Protagonisten zur Hölle macht. Wie auch in anderen Büchern des Autors werden gesellschaftliche Werte wie Treue, Vertrauen, aber unterschwellig auch Kameradschaft, angepriesen. Bisweilen wirkt das ein wenig gezwungen, passt aber zur Atmosphäre des Romans und der zumeist eher trostlosen Handlung.Mit Boot Camp erhält der Leser ein spannendes Buch mit einer ansprechenden und packenden Handlung.
Die Grausamkeit des menschlichen Kontrollzwanges, 21. April 2008
Da die vorherigen Rezenssionen bereits sehr gut sind und vollen Zuspruch verdienen, werde ich mein Augenmerk mehr auf die gemeinen Interpretationsmöglichkeiten legen sowie die Übertragungsmöglichkeit in den Alltag.Connor in seiner Person an sich ist leider für viele keine maßgebliche Identifikationsfigur, er sieht gut, ist sportlich, gut in der Schuleund hat eine ältere Freundin. Lediglich das er dem Kontrollzang seiner Eltern ausgeliefert ist, erkennt der großteil der Jugedlichen wieder.Viel eher sind Connor zwei "Mitflüchtlinge" Indentifikationsfiguren für den Leser. Ich habe nur all zu oft gehört wie einer der Konfirmanden oder jemand im Literaturkreis sich eher mit dem Schwächlichen Jüngchen verbindet, welches der Vater zum Mann machen will. Oder mit der Rebellin, zwar nicht in dem Sinne das man sich gegen den Glauben auflehnt, viel mehr im Allgemeinen.Das Buch ist ein hervorragendes Beispielwerk um die menschliche Grausamkeit und Willkür aufzuzeigen und ihre Auswirkungen sowie woraus sie resultieren. Der Kontrollzwang, der hier jedem Erwachsenen zugeschrieben wird, ist dabei der Ausgangspunkt. Das Buch bietet viel Raum für breit gefächerte Interpretationen des menschlichen Verhaltens sowie Analysemöglichkeiten, da es Realitätsnah geschrieben ist.Meiner Meinung nach gehören Bücher wie dieses als Schulliteratur auf den Plan, wie schon "Die Welle" von Morton Rhue.Alles in allem ein fesselndes Buch, das zum Nachdenken anregt und jeden Leser, egal ob Anspruchsvoll oder Unterhaltungssüchtig befriedigen wird.Es hatsomit 5 Sterne verdient und gehört zu den besten Werken der heutigen Zeit.
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