Kundenmeinungen
UNBEDINGT KAUFEN, 24. November 2007
Der beste Autor der Welt (meiner Meinung nach)! Ein wiedermal geniales Buch aus dem guten Norwegen. Würde auch 6 Sterne geben. Ich will gar nicht viel erzählen ... kauft es und lacht euch kringelig!!!
... gegen die Tugend der Tüchtigkeit ... :)
hahnebüchen, 5. Oktober 2007
Wie bitte? Der Anfang ist glaubwürdig aber am Ende wirkt es konstruiert? Ich kann mich über eine meiner Vorrednerinnen nur wundern. Es ist also glaubwürdig, dass ein Aussteiger mit Midlife-Crisis und Riesenpenis im Wald nur mit einem Messer einen Elch erlegt (immerhin so groß wie ein Pferd), das Elchbaby aufzieht, das Fleisch der Elchmutter gegen Milch eintauscht, dann Hunger auf eine Schokolade bekommt, beim Diebstahl ertappt wird, an die Heizung gefesselt wird, das Elchbaby ruft und dieses beisst dann die Schnur durch? DAS ist also glaubwürdig? Dann will ich den Rest gar nicht lesen. Ich hab' das Buch nach hahnebüchenen 50 Seiten weg gelegt. Einen Stern gibt's für den netten Umschlag und dafür, dass der Unfug nur 150 Seiten hat.
Kinoabend, oder lieber ein gutes Buch lesen?, 1. Oktober 2007
7¬uro95 für einhundertfünfzig Seiten sind nicht viel, wenn man bedenkt, dass für diese Summe ein Kinoabend inklusive Popcorn und einem Erfrischungsgetränk drin währen, trotzdem würde ich jeden das Buch empfehlen, bevor er ein Kino besucht. Denn so köstlich unterhalten, und dann auch noch werbe frei, wurde ich schon lange nicht mehr. Sicher, ich gebe zu, ein guter Leser schafft es, das Buch in der selben Zeit auslesen, wie ein durchschnittlicher Film im Kino läuft, aber ohne groß die Pointen im Buch zu verraten, hat die Geschichte einen roten Faden an Humor, und pikst den Leser mit einer sozialkritischen Nadel genau dahin, wo er dann anfängt nachzudenken, und hält uns allen, in einer zeitlosen Erzählung den Spiegel unsern eigenen Leben, unserer Politik, und unseren Streben nach Perfektion vor.
Fünf Sterne von mir, denn die Geschichte geht im Kopf weiter!
Mit freundlichen Grüßen Andreas
Das Bch startet genial... , 29. September 2007
... schafft es jedoch leider nicht, dieses Niveau bis zum Ende zu halten.
Da der Inhalt des Buches schon ausführlich besprochen wurde, weise ich an dieser Stelle nur noch einmal darauf hin, dass Erlend Loe's großartige Idee ab der Buchmitte schlagartig in sich selbst versackt.
Besonders das Ende war eine Enttäuschung, denn es wirkt übermäßig konstruiert. Und so glaubwürdig (und sympathisch) mir Herr Doppler am Anfang auch war, kaufe ich ihm den Ausgang der Geschichte nicht ab.
Schade eigentlich!
mein freund der elch, 3. September 2007
andreas doppler hat einen fahrradunfall.
nicht weiter tragisch, denkt man. aber während doppler nach seinem sturz im wald gen himmel starrt, macht er sich so seine gedanken - vorallem wird ihm eins klar: die tüchtigkeit (eng verbunden mit dem spießertum) wird sein erklärter feind.
in der schule war er tüchtig, hat eine tüchtige frau, war tüchtig in seinem beruf - damit soll nun schluß sein! doppler zieht in den wald, zieht die einsamkeit der nähe zu den menschen vor.
als eine erste große tat des wilden mannes wird beschrieben wie andreas doppler -ausgehungert- eine elchkuh erlegt. diese kuh dient ihm in der kommenden zeit als nahrung sowie als handelsgut.
daß er dem elchkalb -welches er später bongo (im andenken an andreas dopplers vater)- die mutter umbringt, wird ihm in dem moment bewußt, als das röhrende kalb vor seinem zelt steht. nach einem mißlungenen versuch, auch das kalb niederzustrecken, freundet sich doppler mit dem kalb an.
sie verbringen viel zeit miteinander im wald. bongo ist nicht nur, wie doppler bemerkt, ein tierisch guter zuhörer, der sich geduldig dopplers leben anhört, sondern auch ein äußerst schlechter memory-spieler.
im laufe der geschichte des erklärten misanthropen, macht doppler die bekanntschaft mit düsseldorf -einem besessenen modelbauer, den er zunächst bestiehlt-, beschenkt einen einbrecher reich mit einem dvd-player und der dvd-sammlung seines sohnes, bringt seinem jüngsten sohn die freuden des wald-lebens näher, erfährt, daß er einen elbischen namen hat und zu guter letzt offenbart ihm seine frau, daß er erneut vater werden wird und daß dann sein waldleben ein ende haben wird.
erlend loe nimmt den leser in einer 160 seitigen reise mit auf den weg in den wald, läßt doppler über den sinn des lebens philosophieren; stets in einer ironisierenden, doppelbödigen art und weise, so daß einem nie langweilig wird. eine oberflächlich komische, tiefgründig ernste geschichte.
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