Kundenmeinungen
Präzise vom Anfang bis zum Ende, 29. Januar 2008
Ich gehöre zu den Zu-Spätgeborenen, aber ich habe durch meinen langjährigen Lebenspartner viel Kenntnis von der Musik der 60er/70er Jahre und somit sind mir viele Namen von Musikern und den Aufnahmen geläufig. Die positiven Kritiken allerorten haben mich dann zum Kauf bewogen, und ich bereue weder die Kaufentscheidung, noch die aufgewendete Zeit.
Beeindruckt hat mich das Buch stilistisch. Seine Sprache finde ich präzise und knapp. Für eine Autobiographie ist es extrem ehrlich. Wer selbst Erfahrung mit Drogen- und Alkoholabhängigen hat, weiss nur zu gut um Situationen und Verhältnisse. Dass er all dies mehrfach überwunden hat und Aussteigenden hilft, verlangt extremen Respekt. Leider verschohnt er den Leser mit Details über den Entzug und so hat man den Eindruck, dass dies gar nicht so schwer ist, wenn Wille, die richtige Einrichtung und etwas Zeit aufgewendet werden.
Trotzdem ein beeindruckendes Leben in einer spannenden Zeit mit einem grandiosen und fast schon auf "rosa Wolken schwebendem" Happy-End.
In den vergangen Jahren verlor die Blues und Rockmusik bei uns ziemlich an Bedeutung, erlebt aber durch das Buch eine Renaissance. Das lohnt sich !! (auch wenn man die ecklig verrauchten Platten u. CD-Cover wieder anfassen muss).
Nach schwerem Einstieg doch noch unterhaltsam, 29. Januar 2008
Am Anfang fällt es schwer, in das Buch hineinzufinden. Sehr viele Namen, und die problematische und verwirrende Familiensituation des kleinen Eric wird nur ziemlich mühselig aufgewickelt. Dannach kommt die Geschichte jedoch wie ein guter Blues ins Rollen. Man spürt, wie damals zu den Zeiten, als die englische Blues- und Pop-Szene durchstartete, die Luft brannte und - musikalisch, drogenmäßig und im Alltag - geradezu exzessiv experimentiert wurde. Dass Clapton insgesamt seine Kollegen positiv darstellt, abgesehen von einigen kritischen Bemerkungen zu John Lennon, liegt in seinem prinzipiell positiven Naturell. Wer ein Enthüllungsbuch der Musik-Szene erwartet, muss eben Dieter Bohlen lesen.
Musikalisch enttäuschend, 13. Januar 2008
Ich war sehr gespannt auf die Biographie von Eric Clapton, denn in meinem Plattenschrank und in meiner DVD-Sammlung findet sich überraschend viel Material dieser Rock&Blues-Ikone. Das Buch liest sich auch spannend; gelangweilt habe ich mich nicht.
Warum dann die schlechte Bewertung? Weil man zwar einiges über den Süchtigen erfährt, jedoch kaum Hintergründiges über den begnadeten Musiker Clapton. Schematisch werden die gemachten Platten und Konzerttouren heruntergeschrieben; jedes Treffen mit einem der alten Bluesheroen mit Clapton schildert diese Person dann abziehbildartig als "einzigartig" und "wundervoll" (vermutlich aus der Feder des Ghostwriters, denn auch bei der Beschreibung seiner Freunde, oder bei der Schilderung persönlicher Krisensituationen geht es ähnlich schematisch zu).
Man erfährt, je weiter das Buch und Claptons Leben voranschreitet, auch immer weniger über die Musik, und die Beweggründe, warum er bestimmte Dinge so und nicht anders gespielt, aufgenommen, oder veröffentlich hat. Dabei wäre eine Beschreibung, die verdeutlicht, wie sich ein Hardcore-Bluesmusik-Fan, der eine erfolgreiche Band verläßt, um musikalisch keine Kompromisse eingehen zu müssen, in jemanden wandelt, der seichte Schlager wie "Wonderful Tonight" oder "Tears in Heaven" publiziert, sicher aufschlußreich. Welcher Druck dabei von der Musikindustrie ausgeübt wird, welchen Einfluß Bandmitglieder oder andere Musiker auf seine Platten haben, das kommt nur am Rande vor. Eine Diskographie fehlt ganz.
Schade, eine vergebene Chance.
Wer will denn wissen..., 6. Januar 2008
,daß Herr Clapton ständig stoned und besoffen war. Das zieht sich nicht nur durch sein komplettes Leben, sondern auch durch dieses Buch. Ich konnte das Buch leider nicht bis zum Ende lesen, da es mich wirklich angeödet hat. Dann wird noch ständig beschrieben, daß jede Frau, die nicht bei 3 auf dem Baum war, gepoppt wurde. Wunderbar. Da mag ja mancher drauf neidisch sein, aber saufen, kiffen, poppen füllen m.E. keine Autobiographie, die ich gerne lesen würde.
Wie ein anderer Rezensent habe ich erwartet, daß ein bißchen was über Musik und die Songentstehung geschrieben wird. Davon wird herzlich wenig erzählt, die meisten Songs sind Herrn Clapton relativ egal. Ebenso wird nichts über große Konzerte beschrieben, wie denn auch, er war ja meistenteils neben der Spur.
Alles in Allem bin ich von dem Buch enttäuscht, verstehe auch die Intention nicht, eine solche - langweilige - Autobiographie zu veröffentlichen.Da höre ich lieber die Musik von Eric, das reicht mir dann doch an Wissen über ihn.
unglaublich offen, 4. Januar 2008
Bin seit Jahren Eric Clapton Fan und habe bisher nur sehr wenig über ihn gewusst. Nach der Lektüre weiß ich jedoch sehr viel über ihn. Manches war zwar nur das Abhaken von Fakten, dass meiste jedoch ermöglicht tiefe Einblicke in ein abgestürztes Leben. Es ist sehr erschreckend zu sehen, was in der Musikindustrie so abläuft und kaum vorstellbar bei dieser einfühlsamen Musik. Zum Glück hat er den Absprung geschafft und so lebt er jetzt ein fast normales Leben. Ein tolles Buch, nicht nur für Capton Fans.
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