Kundenmeinungen
übersichtlich, humorvoll, lehrreich, 5. Januar 2008
Abgesehen davon, dass ich ein großer Fan von Herrn Schätzing bin, find ich, dass Themen, die mit der Evolution, unserem geplagten Planeten und den Zusammenhängen zwischen Natur, Mensch und Universum zu tun haben, nicht genug Beachtung finden können. Auch wenn hier einige Rezensenten das berühmte "Haar in der Suppe" finden, bin ich der Meinung, schon alleine die Tatsache, dass sich Herr Schätzing mit der Materie so ausführlich befasst, offensichtlich über ein unglaubliches Wissen verfügt und uns dieses in leicht verdaulichen Häppchen präsentiert und ganz nebenbei vielleicht bei einigen ein Umdenken anregt, macht dieses Buch so besonders. Die Kapitel lassen sich hintereinander her oder auch unabhängig voneinander lesen und sind gut verständlich. Wichtiger, als der "pseudo-wissenschaftliche" Anspruch einiger Leser ist doch die Problematik an sich, wie wir mit unserer Umwelt umgehen und welche Haltung wir künftig einnehmen wollen. Ich fand das Buch sehr spannend, informativ - sollte als Pflichtlektüre an den Schulen eingeführt werden!
Überflüssig, 4. Januar 2008
Der Zeitgeist ist geprägt von modernen Entertainment in allen Bereichen aber leider sehr schlechten Entertainment. Aus allen Löchern kriechen, die Besserwisser, die sich mal 2 Monate lang in ein Thema vertieft haben um dann die nach Wissen durstende Mittelschicht mit ihren kläglichen Häppchen füttern. Die Liste ist lang von Schätzling im Pseudo -Wissenschaftlichen BEreich bis hin zum Wortklauber Sebastian Sick ("Der Genitiv ist dem Dativ sein Tod") zu den Politschwadronieren Maybritt Illner und Platzek und in der Musik bis hin zu Roger Cicero (mit seinem dämlichen Hut) sowie Barbara Schöneberger (" Ich bin ja so doof,aber kauft meine CDs") Dazwischen tummeln sich so windige alles bediendende Gestalten wie J.B. Kerner und Reinhold Beckmann.
Die Krone dieser Entwicklung ist dann, dass Schätzling und Sick noch kostenpflichtige Vorträge in den Städten dieser Republik halten.
Was bleibt: Dicke Konten bei den einen und beim Leser ein gequirlter Quark in den Köpfen.
Langweilig, 14. November 2007
Nachdem mich Frank Schätzings "Der Schwarm" total fesselte und er es wie kein anderer darin geschafft hat, Fakten mit einer spannenden Lektüre zu verquicken, waren meine Erwartungen an "Nachrichten aus..." relativ hoch. Allerdings darf man an ein Sachbuch natürlich nicht die selben Anforderungen stellen, klar.
Leider war die Lektüre derat langweilig und mit unnötigen Metaphern gespickt, sodass ich das Buch kurz nach der Hälfte weglegte. Der Autor scheint der Ansicht zu sein, dass seine Leser ohne eine überzogen komische Schreibweise, starke Vereinfachungen (vgl "Lurchi", "Handtasche der Evolution", ...) und einer hohen Seitenzahl wohl nicht leben können.
Lesern die an witzig geschriebenen Sachbüchern interessiert sind (inkl. Faktentreue und Tiefe) seien an Bill Brysons "Eine kurze Geschichte von fast allem" bzw. "Das Lexikon des Unwissens" von Passig/Scholz verwiesen. Diese decken vielleicht nicht das selbe Thema ab, aber es ist ein Genuss sie zu lesen. Ganz im Gegensatz zum dicken Schinken "Nachrichten aus...".
Schade, vielleicht wird das nächste Buch wieder besser.
3 Sterne für die trotzdem vorhandenen inhaltlichen Fakten.
Tue was für die Bildung !, 12. November 2007
Ich weiß nicht, warum einige Herren und Damen Wissenschaftler dieses Buch verungimpflen, zumal Schätzing von Anfang an darauf hinweist: "Ich schreibe hier kein wissenschaftliches Buch."
Und so ist es dann auch. Mit Witz und Pointen hält Schätzing den Leser bei Laune und geht mit ihm auf Zeitreise.
Wer meint, er würde hier Allwissen finden, wird enttäuscht. Schätzing zeigt auf, welchen Aufwand die Evolution betreiben mußte, um uns, den Menschen und unsere Umwelt zu schaffen. Er zeigt auch auf, wie schnell wir sie durch unsere Habgier wieder zerstören.
Die Kids werden nie wieder ihre MacDonalds Pappbecher auf der Autobahnauffahrt aus dem Fenster werfen, wenn man ihnen das Buch zu Weihnachten schenkt.
Locker flockig durch 4,55 Mrd. Jahre Phanerozoikum, 21. Oktober 2007
Was ich schon immer darüber wissen wollte, wo ich herkomme, wie schwierig es meine Vorfahren hatten, überhaupt mit dem Leben zu beginnen, die Meere und die Erde zu bevölkern, hier habe ich es erfahren.
Die Erzählweise dieses doch recht trockenen Themas ist amüsant, anregend zum Nachdenken und kommt in einem (manchmal etwas zu) locker flockigen Stil daher.
Das ist kein Buch, um es an einem Stück zu verschlingen, insoweit unterscheidet es sich deutlich vom Schwarm. Die Art und Weise, wie Frank Schätzing seine, wie er sagt, Abfallprodukte zu den Recherchen zu seinem großartigen Roman Der Schwarm verarbeitet hat, ist erstklassig. Unbedingt lesen!!
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