Kundenmeinungen
Der Zwiebelfisch wagt sich in unbekannte Gewässer - eine Verzweiflungstat?, 14. März 2008
Jetzt ist die Trilogie komplett und auch wenn es sicher interessanter gewesen wäre, hätte man auch Bastian Sicks Happy Aua in den dritten Band von "Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod" integriert, so sind es beide Werke doch wert gelesen zu werden. Nach der Reform der Rechtschreibreform ist es die neueste Rechtschreibung der sich Sick gewidmet hat und weil so mancher seiner Kritikpunkte bereits schon vorgetragen wurde und sich Wiederholungen nicht eignen um Leser langfristig an der Stande zu halten hat er sich ein neues Thema, eine neue Bedrohung für die deutsche Sprache gesucht, die er in den ebenfalls neuesten Kommunikationsformen per E-Mail und SMS gefunden hat.Ganz konnte er der Gefahr sich zu wiederholen allerdings nicht entgehen und so kommt es nicht einmal selten vor, dass man als Leser das Gefühl bekommt, das alles schon einmal gelesen zu haben. Aber wenn ein mittlerer Milchkaffee zum "tollen Latte to go" wird darf Sick wie gewohnt gerne erklären wie das möglich ist und was daran so toll bzw. tall ist. Besonders an der fiktiven Nachbarin Frau Jackmann spalten sich vielleicht die Geister, da sie als Beispiel für die Verlotterung des Hochdeutschen durch Dialekte herhalten muss. Dabei ist das Deutsche nicht die einzige Sprache, die Fremdwörter integriert und so finden auch Kindergarten im Englischen.Würde man sich Bastian Sicks Ratschläge vielleicht ernsthaft zu Herzen nehmen, so könnte das alltägliche Sprachschwierigkeiten wohl eindeutig reduzieren, besonders durch eine Rückersetzung denglischer Begriffe durch deutsche. Leider ruft man dadurch aber auch manchmal jene Geister, mit denen man eigentlich nichts tun haben möchte. Erwähnenswert ist auf jeden Fall dass sich Sick in einem Absatz auch der Qualität von Kundenrezensionen und orthografischen Formulierungsproblemen bei der Produktsuche auf Ebay widmet. Ein neuer Deutschselbsttest mit 60 Fragen komplettiert das Werk, das sich nach einem Abgang von Leserreaktionen und Alltagserlebnissen auf mehr konstruierte Geschichten konzentriert, wobei allerdings gerade dieses gewisse Etwas der vorigen beiden Bände verloren gegangen ist.Fazit:Ein sehr konstruierter drittes "Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod", das sich leider mehr auf erfundene Geschichten und Anekdoten aus der zweiten Garnitur konzentriert, wodurch gerade der Flair der ursprünglichen Zwiebelfisch-Kolumne verloren geht.
Hoffentlich ist dem Genitiv bald tot, 12. Dezember 2007
Schenkelklopfend habe ich das erste Buch vom Dativ und vom Genitiv und von Bastian Sick gelesen und auch gleich mehrere Exemplare verschenkt. Jetzt bekam ich den dritten Teil als Hörbuch in CD-Form geschenkt und ich war entsetzt. Ich liebe die deutsche Sprache. Ich lese auch gern die Zwiebelfisch-Kolumne auf SPON. Insbesondere das "Zwiebelfischchen" lässt mir immer die Tränen die Backen runterkullern. Aber diese Dativ-Genitiv-Klugscheißerei ist mittlerweile unerträglich. "Herr Lehrer, ich weiß was!" Bastian Sick erschien förmlich vor meinem geistigen Auge mit erhobenem Zeigefinger, als ich die ersten Sätze der CD hörte. In einer Deutschstunde möge er dafür ein "sehr gut" bekommen - ich bewerte die nunmehr dritte Folge mit: "Sick, setzen! Sechs!"PS: Zum Inhalt kann ich leider nicht viel sagen, da ich ob der besserwisserischen Stimme Sicks nicht über das erste Kapitel hinaus gekommen bin.
Gut, aber ..., 23. November 2007
Das dritte Buch in der Serie ist noch gut, aber so langsam gehen Herrn Sick die Ideen aus. Nichtsdestotrotz lohnt es sich immer noch!
Manchmal errötet man..., 3. September 2007
...ob seiner eigenen Fehler. Ich hätte nicht gedacht, mit wie vielen Sprachirrtümern man aufgewachsen ist und jahrelang der Meinung war, man drücke sich ordnungsgemäß aus. Es ist unglaublich, wie vieles man wiederfindet und plötzlich merkt "Das wußte ich ja gar nicht!" Ich habe sehr viel gelernt in diesen drei amüsant geschrieben Büchern. Besonders, wenn der Autor von seinen Freunden Sybille und Harry schrieb (die entweder mit besonderem Beharren bestimmte Wörter falsch verwenden bzw. - auch wenn es im Restaurant ist - Fehler der Mitmenschen auf den Punkt bringen) war so viel Spaß im Spiel, daß man oft nur noch laut lachen konnte. Sehr gut gefallen haben mir auch immer die Gegenüberstellungen von "Falsch" und "Richtig". Endlich konnte man auch einmal Erklärungen dazu lesen, weshalb bestimmte Wörter oder Wortkombinationen nicht richtig sind, welche man jedoch immer so angenommen hatte.Besten Dank, Herr Sick, für Ihre Bemühungen, den Deutschen ihre eigene Muttersprache in deren Grammatik näherzubringen! Es waren tolle Lern- und Lesestunden!
Wieder gelungen!, 27. August 2007
Auch dieses Buch von Bastian Sick ist wieder gelungen und amüsant. Dieses Buch bringt uns "noch mehr Neues aus dem Irrgarten der deutschen Sprache". Es wird einmal mehr gezeigt, wie vielseitig unsere Sprache ist, aber auch wie schwer und kompliziert sie doch sein kann. Manchmal auch unlogisch. Bastian Sicks Buch verändert den Alltag auf seine Weise. Es hat mich aufmerksam auf die Fehler der anderen gemacht, aber auch auf meine eigenen. Ich z.B. sage jetzt immer meinetwegen oder deinetwegen anstatt wegen mir oder wegen dir. Schön finde ich auch wieder die Sammlungen der Namen der einzelnen Bundesländer. Bastian Sick fragte nach Worten für das Endstück des Brotes. Die Antworten waren teils sehr amüsant und man hat auch seine eigene Version wieder gefunden. Das einzige, das ich vermisst habe, war der Teil der Leserfragen, die er im zweiten Buch so schön dargestellt hat. Denn ich fand die Fragen immer auflockernd und witzig. Manchmal fand man auch Fragen, die man sich selbst schon gestellt hat. Das war das einzige, das mir ein bisschen gefehlt hat. Sonst finde ich es ein wirklich schönes, witziges Buch, das man unbedingt mal gelesen haben sollte.
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